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In Supermärkten in Belgien und Schweden sind Lebensmittel im Wert von mehreren Millionen Euro verdorben, nachdem die Temperaturen in zahlreichen Gefrieranlagen auf bis zu 55 Grad Celsius gestiegen waren. Als Ursache werden Cyberangriffe vermutet, berichtet die Financial Times.

Nach Angaben von RTL Info waren in Belgien rund 40 Delhaize-Filialen, 15 Carrefour-Märkte und fünf Spar-Supermärkte von den Störungen betroffen. Carrefour bestätigte Probleme in 15 Geschäften. Alle betroffenen Filialen blieben jedoch geöffnet.

In Schweden stiegen die Temperaturen in Gefrieranlagen der Handelsketten ICA und Coop auf bis zu 55 Grad. Coop erklärte, Hacker hätten die Kühltechnik in sieben der rund 800 Märkte des Unternehmens manipuliert. Ähnliche Probleme traten in mindestens vier ICA-Filialen auf.

Rickard Nilsson, Leiter eines ICA-Marktes im schwedischen Sjöbo, berichtete, Angreifer hätten die Einstellungen der Gefrieranlagen verändert und die Solltemperatur auf plus 50 Grad gesetzt. Dadurch seien sämtliche darin gelagerten Lebensmittel verdorben.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im Oktober in Frankreich. Dort wurden die Kühlsysteme Hunderter Supermärkte gehackt. Wie Reuters unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Quellen berichtete, konnten die Ermittler bislang nicht feststellen, wie sich die Angreifer Zugang zu den Anlagen verschafft hatten.

Laut Financial Times verwendeten viele der betroffenen Kühl- und Gefrieranlagen in Schweden, Belgien und Frankreich Software des dänischen Herstellers Danfoss. Fachleute des Cybersicherheitsunternehmens Claroty hatten im August drei Schwachstellen in Danfoss-Steuerungssystemen gemeldet, über die Angreifer Zugriff auf die Geräte erlangen könnten. Danfoss erklärte später, die Cyberangriffe hätten überwiegend Geräte mit veralteter Firmware betroffen.

Bereits zuvor hatte Reuters unter Berufung auf Regierungsvertreter über eine Reihe von Störungen in mindestens sechs Lebensmittelgeschäften auf US-Militärstützpunkten im August berichtet. Wegen steigender Temperaturen tauten zahlreiche Tiefkühlprodukte auf und verdarben. Das Pentagon prüft demnach, ob die Ausfälle auf Hackerangriffe zurückzuführen sind.

 



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Von UME

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