web analytics
Bild: AFP

Während die Spannungen im Nahen Osten nach iranischen Vergeltungsangriffen auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten explodiert waren, befindet sich Pakistan sozusagen zwischen zwei mächtigen islamischen Staaten, dem Iran und Saudi-Arabien, „gefangen“.

Islamabad muss sich also nunmehr in einem Drahtseilakt zur Aufrechterhaltung des diplomatischen Gleichgewichtes versuchen.

Aufruf zum Dialog

Der pakistanische Vizepremierminister Ishaq Dar hatte die Angriffe auf beiden Seiten verurteilt und zu einem Dialog nach internationalem Recht aufgerufen, was Islamabads Drahtseilakt zur Aufrechterhaltung des diplomatischen Gleichgewichts signalisiert hatte.

Dennoch hatte Pakistan sein Strategisches gegenseitiges Verteidigungsabkommen von 2025 mit Saudi-Arabien öffentlich bekräftigt. Beamte hatten auf Einsatzbereitschaft hingedeutet jeder Schritt in Richtung Krieg wäre jedoch mit massiven Gefahren verbunden. Nicht zu vergessen dabei ist auch die Tatsache, dass Pakistan eine Atommacht ist.

Strategische Allianz und militärischer Wert

Tatsache ist vielmehr, dass Pakistan über eine der größten Streitkräfte der muslimischen Welt verfügt, bestehend aus 650.000 aktiven Soldaten, eine fortschrittliche Luftfähigkeiten und schätzungsweise 170 Atomsprengköpfe. Bei einer Eskalation zwischen Saudi-Arabien und Iran könnte Pakistan Luftabwehrunterstützung, ausgebildete Piloten für saudische Flugzeuge, Informationsaustausch und Schutz wichtiger saudischer Militärbasen „beisteuern“.

Eine jahrzehntelange Sicherheitskooperation stärkt diese Möglichkeit zweifelsfrei. Pakistanische Streitkräfte haben seit langem saudische Truppen ausgebildet, und die von Saudi-Arabien geführte Islamische Militärische Anti-Terror-Koalition (2015) wird vom ehemaligen pakistanischen Armeechef General Raheel Sharif geführt.

Obwohl die Beziehungen „intensiv“ sind, würde jede Beteiligung am Konflikt ernsthafte militärische, politische, wirtschaftliche und enorme regionale Risiken mit sich bringen. Die aktuellen Signale deuten allerdings darauf hin, dass jede pakistanische Beteiligung wahrscheinlich abgestimmt und begrenzt sein würde, statt eines umfassenden militärischen Einsatzes.

Inländisches Pulverfass und Grenzbrennpunkte

Inländische Realitäten stellen freilich eine ernsthafte Einschränkung dar. Pakistans große schiitische Bevölkerung, geschätzt auf etwa 40 Millionen, könnte zu einem Brennpunkt werden, wenn das Land sich offen gegen Iran stellt. Vergangene Vorfälle zeigen allerdings deutlich, wie schnell konfessionelle Spannungen zu Protesten und Gewalt eskalieren können.

Eine gemeinsame belutschische Bevölkerungen entlang der Iran-Pakistan-Grenze stellen eine weitere „Verwundbarkeit“ dar, da ebendort militante Gruppen die Instabilität ausnutzen könnten. Gleichzeitig ist das pakistanische Militär bereits mit der Bewältigung der Sicherheitsprobleme entlang der afghanischen Grenze massiv belastet.

Wirtschaftliche Lebensader vs. strategische Überdehnung

Saudi-Arabiens Entscheidung, die Öllieferungen über das Rote Meer fortzusetzen, bringt Pakistans fragiler Wirtschaft eine entscheidende Erleichterung.  Eine weiterhin blockierte Straße von Hormus wird zweifelsfrei eine schwere Treibstoffkrise auslösen, da Pakistan etwa 80 % seiner Energie aus dem Golf importiert. Militärisch kann sich Pakistan jedoch keine Zweifronten-Strecke leisten, während Indien an seiner Ostgrenze im Zaum gehalten wird.

Der chinesische Faktor und das wahrscheinliche Szenario

China ist und bleibt eine wichtige strategische Unsicherheit. Als Pakistans engster Partner im Rahmen des China Pakistan Economic Corridor (CPEC) und ein bedeutender Wirtschaftspartner Irans wird Peking wahrscheinlich keine Maßnahmen unterstützen, die regionale Investitionen wie CPEC destabilisieren. Daher wird Pakistan seine Rolle wahrscheinlich auf den Informationsaustausch, Marine-Eskorte wie die Operation Muhafiz-ul-Bahr und technische Verteidigungsunterstützung beschränken.




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



 

Von ELA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert