Die wirren Stellungnahmen der US-Administration zu den Kriegszielen gegen den Iran klingen wenig überzeugend. Patrick Henningsen, Analyst, Autor, Gründer von 21st Century Wire, legt den Fokus auf die prekäre Lage und düsteren Aussichten der Golf-Monarchien und ihrer Herrscherfamilien.
Auszug aus dem Interview mit Patrick Henningsen
durch Nima R. Alkhorshid auf Dialogue Works

Nima: Hallo, zusammen! Heute ist Mittwoch, der 18. März 2026 und unser lieber Freund Patrick Henningsen ist bei uns. Willkommen zurück, Patrick!
Patrick Henningsen: Ich freue mich bei Ihnen zu sein, Nima!
Nima: Patrick, lassen Sie mich mit der jüngsten Eskalation im Nahost-Krieg beginnen, nämlich dem Angriff auf das Feld South Pars. Eine der wichtigsten Ölraffinerien im Iran – man nennt sie South Pars oder Asaluya-Raffinerie: Das bedeutete eine neue Eskalation. Zum Verständnis: Eine solche Aktion scheint eine Abstimmung zwischen Netanjahu und den Vereinigten Staaten vorauszusetzen.
Axios berichtete, dass Israel sich vor dem Angriff mit den Vereinigten Staaten abgestimmt hätte. Die Vereinigten Staaten wussten also, dass der Angriff kommen würde und haben sich Netanjahus Agenda angeschlossen. Inzwischen ergibt sich eine Situation, die Iran viel Einfluss verleiht, falls und sofern der Iran angreifen würde. Während wir hier sprechen, greifen sie Saudi-Arabien und Katar an. Wie beurteilen Sie diese Eskalation und welchen Hauptgrund sehen Sie für solche Angriffe, obwohl man sich über die fragile Lage bewusst scheint?
Patrick Henningsen: Ich möchte nicht spekulieren, was zwischen Israel und den Vereinigten Staaten läuft, außer den Leuten klarzumachen, dass dies vorsätzlich geschehen war – das war Vorsatz und kein Ausrutscher. Die Frage bleibt: Warum geschah das? Es scheint, als würde die Trump-Administration im Grunde Israel folgen.
Das trifft den Kern der Debatte, welche gerade tobt und über die ich und andere diskutieren. Doch es gibt viele Leute, die sagen, es sei unmöglich, dass Israel der USA Militäreinsätze und außenpolitischen Entscheidungen diktierte. Ich glaube das nicht. Die Mehrheit der Beweise deutet in andere Richtung. Wer anderes behauptet, argumentiert nicht ernsthaft. Es gibt viele vermeintliche geopolitische Analysten oder Experten, die solche Argumente vertreten, doch den Israelis und US-Amerikanern in die Hände spielen, nachdem diese das Spiel „Guter Polizist – böser Polizist“ betreiben.
Die USA und Israel treten wie ein Tag-Team [Bezeichnung aus dem Ringkampf für ein Duo, dass zusammenarbeitet] auf. Doch, leider hat der eine Partner des Tag-Teams einen viel größeren Einfluss als der andere. Der kleinere Partner, Israel, hat größeren politischen Einfluss auf Washington. Das wurde einmal mehr belegt und dokumentiert: Man braucht sich nur die Wahlkampfspenden der letzten US-Wahlen anzusehen!
Die Antwort auf die Frage nach dem Grund der Eskalation ist: Der Iran hatte ganz klar schon im Vorfeld angekündigt, dass jeder Angriff dieser Art auf seine Öl- und Gasinfrastruktur sofortige Vergeltungsmaßnahmen gegen die Energieinfrastruktur der Golfstaaten nach sich ziehen würde!
Das zielt auf die Lebensader der Golfstaaten. Diese Monarchien würden ohne Einnahmen aus dem Öl- und Gasverkauf nicht existieren und sich den militärischen Schutz der USA leisten können. So einfach ist das! Was läuft hier ab? Bei näherer Betrachtung kann man erkennen, dass es sich um eine Strategie Israels handelt, um die Golfstaaten auszuschalten. Was immer die chaotischen Umwälzungen oder entstehenden Mängel nach sich zögen, es wäre für Israel sehr leicht dies zu bewirken, durch:
- militärische Drohungen oder Erpressung!
- Zusammenarbeit auch mit den USA!
Möglicherweise reifte die Einsicht, dass für die [Herrscher-]Familien dieser [arabischen] Monarchien, die ursprünglich von den Briten eingesetzt und dann zur Kontrolle von den Vereinigten Staaten unter Kuratel gestellt worden waren, die Zeit schon abgelaufen sei! Ihre Zeit scheint vorbei oder vielleicht haben sie sich nicht unterwürfig genug gezeigt und …
… sich nicht ausreichend vasallenhaft gegenüber den Wünschen der USA verhalten!
Denn einige der Golf-Monarchen, insbesondere aus Saudi-Arabien, haben strenge Worte verloren und die Vereinigten Staaten ziemlich scharf verurteilen und heftig kritisieren lassen, nachdem diese besagten Krieg gegen den Iran angefangen hatten. Denn, die Golfstaaten wussten, was sich möglicherweise daraus entwickeln würde.
Auch Washington wusste das, aber hat gegebenenfalls vermutet, dass die Iraner nur geblufft hätten. Oder war es so, dass Israel diese Golfstaaten zerstören, schwächen und letztendlich übernehmen wollte, nachdem sie sich größtenteils aus dem Abraham-Abkommen [Anmerkung der Redaktion: Regionale Allianz aus dem Jahr 2020 gegen den iranischen Einfluss und zur Diversifizierung der Wirtschaft] zurückgezogen hatten?
Saudi-Arabien spielt dabei die Hauptrolle. Israel hat Katar bereits vor wenigen Monaten militärisch angegriffen [Anmerkung der Redaktion: Angriff Israels während den noch laufenden Verhandlungen zwischen USA und Iranern in Katar gegen die iranischen Verhandlungsführer vor Ort, was im Juni 2025 zum 12-Tagekrieg führte].
Das stellte eine große Veränderung dar: Israel respektiert diese Golf-Familien nicht wirklich und möchte sie auch nicht an der Macht sehen. Sie würden viel lieber eine amerikanische – oder israelische Marionette dort sitzen sehen oder das Land in Stücke reißen lassen. Nachdem sich der Staub gelegt hätte, würden sie erscheinen, um ihren Deal diesen Golf-Monarchien aufzudrücken: Falls sie nicht beim Abraham-Abkommen mitmachen und den Völkermord an der einheimischen palästinensischen Bevölkerung nicht gutheißen wollten, wären sie weg und raus. Zu diesem Zweck bringen Israel/USA den Iran dazu, …
… potentiell die Drecksarbeit für sie machen zu lassen!
Das entspricht vielleicht nicht gerade der Absicht des Irans, aber im Endergebnis wird es zu geschwächten Monarchien am Persischen Golf führen. Wie das am Ende ausgehen werde, kann derzeit niemand sagen. Das ist die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt, denn der Angriff auf das South Pars Feld des Irans erfolgte vorsätzlich!
Es war ganz sicher nicht so, dass sie das falsche Ziel angegriffen hätten oder etwas zu übereifrig vorgegangen wären. Das war vielmehr eine strategische Entscheidung Israels. Sie wussten, was dem folgen würde: Der Iran hatte kaum eine andere Wahl. Ich meine, die einzige Wahl, abgesehen von einer Vergeltungsmaßnahme jener Art, die der Iran zu diesem Zeitpunkt noch gehabt hätte, wäre gewesen zu den Golfstaaten wie Katar zu sagen: „Weil ihr den Amerikanern und Israelis erlaubt habt unsere LNG – & Erdgas-Anlagen zerstören zu lassen, müsst ihr uns mit Erdgas versorgen und das kostenlos. Andernfalls würden wir auch Eure Förderanlagen zerstören!“
Sie müssten im Grunde genommen Öl und Gas von den Golfstaaten herauspressen, um den Iran am Laufen zu halten. Andernfalls käme es zu einer Vergeltung gleicher Art und genau das erleben wir heute. Ich glaube, das ist es, was wir inzwischen sehen. Das wäre meine beste Erklärung: Es existiert ein größerer Plan und dieser besteht vermutlich darin, dass …
… USA und Israel einige dieser Golf-Familien-Monarchien opfern wollten!
Wenn sie sich um die Golfstaaten sorgen würden, hätten sie diesen Krieg nicht begonnen – ganz einfach! Ich denke, wir sollten bereit dazu sein, unseren Blickwinkel zu erweitern und über den Tellerrand hinauszublicken: Sicherlich ließe sich das „Groß-Israel Projekt“ mit sturen arabischen Golfstaaten nicht umsetzen. So einfach ist das! Ob dieser Plan Früchte tragen wird oder nicht und für Israel und die USA funktionieren kann, das wird man erst sehen.
Doch wir erkennen einen gezielten Schachzug, der darauf abzielt, den Iran zu einem Gegenschlag gegen die Öl- und Gasanlagen am Golf zu provozieren. Es geht also nicht darum, dass Trump sich um die Weltwirtschaft Sorgen machte. Tatsächlich würde für die USA daraus ein Vorteil entstehen können: Nutznießer davon würden die US-amerikanischen Öl- und Gasunternehmen werden – sie würden dominieren!
Russland würde ebenso profitieren, aber ich denke, das ist sekundär. Denn in erster Linie werden die USA profitieren. Wenn man die Lage aus diesem Blickwinkel betrachtet, stellt dieser Plan die Fortsetzung der von den USA angeführten Operation zur Zerstörung der Nord Stream Pipeline dar: Dies hat die Abhängigkeit Europas von überteuertem bzw. durch Wucher überhöhtes US-LNG, sprich verflüssigtes Erdgas, auf dem nordeuropäischen Markt erst möglich gemacht.
Inzwischen wird auch der südeuropäische Markt von den LNG-Lieferungen aus Katar abgeschnitten. Die USA gehen davon aus, darüber den Preis für die Produktion einfach in die Höhe treiben zu können. Vielleicht denkt Trump, er könne auf diese Weise die 40 Billionen Dollar Staatsschulden abtragen, indem er im Grunde dem Rest des Planeten die Lebensadern aussaugt und diesen vom überteuerten Öl und Gas aus den USA abhängig macht.
Ich meine, bei anderen könnte das Gefühl aufkommen, den Markt vorübergehend mit den USA teilen zu können, um in Folge China, Südkorea und Japan auszuschließen und dazu den Nahen Osten ein wenig disziplinieren zu lassen. Vielleicht könnte man sie dazu bringen, sich US-Öl und US-Gas zu Wucherpreisen beschaffen zu lassen. Ich meine, aus dieser Perspektive sieht es ganz danach aus.
Wir können es so aus israelischer Perspektive betrachten, um den Nahen Osten neu zu gestalten und zugleich unterwürfige und gehorsame Klientelstaaten zu schaffen. Der Vorteil für die USA läge darin, der Nachfrage nach US-Öl und US-Gas zu deutlich höheren Preisen zu gestalten. So stellt sich für mich die Lage dar und entspringt meiner gründlichsten Betrachtung.
Nima: Das macht Sinn, denn wie man weiß, bekamen es die Israelis mit der Angst zu tun, als Donald Trump in den Nahen Osten reiste und unter zu grossen Einfluss arabischen Staaten zu geraten schien, weil man ihn dort nach Strich und Faden zu bestechen trachtete. Israel befürchtete, diese Leute könnten in Washington zu viel an Einfluss gewinnen. Darunter fiel auch die militärische Zusammenarbeit zwischen USA und Katar, gegen die sich Israel stellte.
Im Moment spielt der Krieg Israel in die Hände. Das Problem ist, dass die Vereinigten Staaten diese Golf-Staaten nicht als souveräne Nationen betrachten. Sie sehen sie vielmehr als eine Art Territorium mit ein paar reichen Leuten. Kann sich diese Einstellung ggfs. ändern?
Patrick Henningsen: Man kann das auf zwei Arten betrachten und es ist eine sehr wichtige Frage: Das Wesen der Golfstaaten besteht in ihrer Fähigkeit, in ihren jeweiligen Gebieten zu herrschen und ihre Beziehung zum Westen – insbesondere zu den USA – darauf abzustimmen. Man kann es so sehen, dass die Vereinigten Staaten militärischen Schutz gewähren, um die [Herrscher-]Familien an der Macht zu halten. Solange die USA diese Familien an der Macht hielten, können sie diese Staaten kontrollieren. Sie können zugleich die Öleinnahmen in Form von Petrodollars einkassieren – für Kauf und Verkauf in US-Dollar: Seit den frühen 1970-er Jahren besteht die Gegenleistung der arabischen Staaten darin, dass sie ihre Dollar-Guthaben dann [in den USA] reinvestieren, um US-Schatzbriefe bzw. US-Staatsanleihen zu kaufen. Im Grunde geht es darum Wall Street anzukurbeln.
Es gibt ganze Institutionen, die auf dem Rücken des Petrodollars aufgebaut sind, wie zum Beispiel die City Bank: Ein Schwergewicht an der Wall Street, das dank arabischer Petrodollars so aufgeblasen und aufgebaut wurde. Solch große Institutionen, können tatsächlich viel Einfluss über die Politik der US-Administration gewinnen:
Die City Bank hat beispielsweise im Jahr 2008 Obamas Kabinett handverlesen festgelegt!
Das erklärt die Methode, wie diese zirkuläre Beziehungen funktionieren. Mit besagtem Geld werden dann auch US-Waffen, US-Jets, US-Raketenabwehrsysteme und alle möglichen anderen US-Produkte gekauft, wobei die USA vorgeben, den Golfstaaten dafür Schutz einzuräumen.
Das wäre einer der Aspekte. Für mich kommt noch dazu, dass der Petrodollar immer noch maßgeblich den US-Dollar als Weltreservewährung trägt und die USA nach wie vor brauchen.
Was jedoch die direkte US-Ölabnahme aus dem Golf angeht, so wird diese für die USA immer geringer. Importe in die USA nahmen im Laufe der Jahre ab, während Europa nach wie vor erhebliche Mengen LNG aus Katar bezieht. In Bezug auf Ölverkäufe hatte sich die Lage verschoben: Der Ferne Osten wurde bei Öl zum Hauptabnehmer der Lieferungen aus dem Persischen Golf. Der Iran ist ebenfalls ein Bestandteil dieser Gleichung.
Die tatsächliche Gepflogenheiten [mit dem Westen] sehen derzeit so aus, dass Saudi-Arabien, die VAE, Kuwait, Katar, Bahrain und die anderen Golfstaaten sich daran gewöhnten, ihr Geld für US-Militärausrüstung auszugeben. Das lässt sie stark erscheinen. Außerdem verschafft es ihnen viel Gunst seitens der USA, sowohl politisch als auch seitens der Rüstungsindustrie sowie noch im Bank- und Finanzwesen. Es bringt sie im großen Stil ins westliche Spiel, bietet ihnen aber keinen wirklichen Schutz – absolut keinen!
Es ist eine Schutzgelderpressung: Im Grunde genommen erpressen die USA einfach diese überprivilegierten, arabischen Erb-Monarchen. Sie nutzen sie aus – sie melken sie, um so viel Geld wie möglich aus ihnen herauszupressen, damit sie die neuesten F-35 oder neuesten Panzer oder neuesten Verteidigungssysteme oder neusten Patriot-Raketenbatterien oder was auch immer kaufen mögen. Sie wissen, dass sie leicht zu beeinflussen sind.
Die Strategie der USA besteht seit Jahren darin, gegenüber dem Iran aggressiv aufzutreten. In Folge spielen sie die aggressive Reaktion des Irans gegenüber Israel und USA an die arabischen Ländern zurück und sagen: „Seht her, der Iran stellt eine Bedrohung dar: Ihr müsst Euch bewaffnen und wir werden Euch das liefern!“
Aber man kann eine Waffe, die man von den Vereinigten Staaten einmal gekauft hat, nicht verwenden, ohne sich zuvor dafür von den USA die Genehmigung eingeholt zu haben. Ohne US-Erlaubnis:
- kann man keine eigene Luftmissionen fliegen!
- kann man keine Patriot-Raketenbatterie in Betrieb nehmen!
- darf man gar nichts tun!
Das meiste erledigen US-Technikerteams, US-Soldaten und US-Wartungsdienste: Alles ist US-amerikanisch. Selbst hat man nichts damit zu tun. Man verfügt über kein unabhängiges Militär mehr, falls man in den USA eingekauft hätte. Man wird zum Nichts und …
… im Grunde zu einem ausgelagerten Franchisenehmer des Pentagons reduziert!
Politisch gesehen hat man also überhaupt keine Unabhängigkeit. Die Golf-Staaten stecken in dieser Falle, weil ihre Führung sehr kurzsichtig, sehr korrupt und nicht besonders klug ist. Ich möchte nachfolgend aufzeigen, dass diese Verhältnisse den Höhepunkt während Barack Obamas zweiter Amtszeit erreichten:
Als Barack Obama und ein junger MBS, Muhammed bin Salman, der im Jahr 2015 gerade 30 Jahre alt wurde und zum Stellvertretenen Kronprinz und Verteidigungsminister Saudi-Arabiens aufgestiegen war, hat man Saudi-Arabien unter Obama überzeugt, den Jemen angreifen und einen umfassenden Krieg gegen das Nachbarland beginnen zu lassen. [Anmerkung der Redaktion: Wir erinnern uns an den frenetischen Empfang des späteren Friedensnobelpreisträgers Barak Obama, als noch US-Senator, am 24. Juli 2008 in Berlin an der Siegessäule im Tiergarten durch 200.000 in Tränen aufgelöster Deutscher: Wie der Herr, so das Gescherr!] Natürlich wissen wir, warum das so war. Es war eigentlich eine Operation der USA und Israels, bei der die VAE [Vereinigten Arabischen Emirate] einbezogen wurden und einen Großteil der Kosten zu tragen hatten, mit dem Ziel, den Jemen zu spalten: Nicht nur wegen des Öls im Süden, sondern auch, um Ansar Allah, die Huthi-Bewegung, zu isolieren und auch die Kontrolle über die Meerenge von Bab el-Mandeb und den gesamten Golf von Aden zurückzugewinnen. Es wurde als geopolitischer Schachzug angelegt.
Das soll zeigen, wie man Saudi-Arabien dazu bringen wollte, in diesem Krieg die Führung zu übernehmen. Doch es waren alles nur US-Flugzeuge – alles stammte aus den USA. Es gibt sogar Berichte, dass die Vereinigten Staaten die Einsätze flogen, doch die US-Jets nur saudische Flaggen trugen. Sie haben auch andere Länder dazu gebracht, sich an dieser Koalition zu beteiligen. Das war der Höhepunkt dieser Entwicklung. Das ging acht Jahre lang so weiter. Der Krieg begann im März 2015 und endete eigentlich erst gegen 2023:
Danach wurde der Krieg heruntergefahren, aber er läuft im Prinzip [bis heute] weiter!
Das zeigt, dass diese Länder keinerlei Unabhängigkeit haben – keinerlei Souveränität. [Anmerkung der Redaktion: Gleiche Verhältnisse, wie für die EU Staaten unter immerwährendem NATO-Regime]. All diese Königsfamilien dienen nach Belieben den Vereinigten Staaten und letztlich Israels. Denn wenn Israel eines dieser Länder auslöschen wollte, wäre es innerhalb von 48 Stunden weggefegt und die Herrscher-Familie raus – jede einzelne davon: Israel könnte das für die Vereinigten Staaten erledigen oder die USA könnten es selbst tun, aber die USA würden es vorziehen nicht in der Öffentlichkeit zu erscheinen: Also könnten sie Israel dazu bewegen, ihnen einen Teil ihrer Drecksarbeit abzunehmen. Vielleicht ist das hier der Fall.
Inzwischen bröckelt diese ganze Fassade. Es wird inzwischen klar, was Israel und die USA verbrachen: Sie haben das Feuer auf all diese Golfstaaten gelenkt, auf diese törichten Golfmonarchen, die Milliarden an Dollar für den Schutz durch die USA ausgeben. [Anmerkung der Redaktion: Erschreckend ähnlich wie in EU-Europa]. Man sieht, was es ihnen gebracht hat: Keinerlei Schutz! Sie konnten Katar nicht vor Israel schützen:
Indem sie das Feuer auf die Golfstaaten lenkten, wird die ganze Fassade dieser faulen Beziehung als eine räuberische entlarvt!
Die USA rauben diese naiven, verwöhnten, überprivilegierten Erbfamilien am Golf aus. Sie instrumentalisieren den Iran, um einen Vorwand zu schaffen, damit sie sich mehr Waffen beschafften. Sie schlagen Kapital aus den Aktienmärkten und leiten ihre Petrodollars nach New York weiter: Es ist ein einziger Schwindel!
Die USA betreiben diesen Betrug mit den Arabern am Golf schon seit geraumer Zeit, eigentlich seit den frühen 70-er Jahren – seither es wurde nur noch viel schlimmer. Sie legen immer noch nach. Man schaue sich das nur an: Es ist ein Chaos! Die Leute in den USA und Israel denken sich: „Lasst uns jetzt reinen Tisch machen und neue Regierungen einsetzen. Wir finden andere Hofschranzen – das schaffen wir!“ Es wird einen Palastputsch geben: Wartet nur ab! Sie werden die Macht übernehmen und diese Länder werden zu Kolonien Israels und der USA werden – dorthin steuern sie!
Auf keinen Fall werden sie zulassen, dass eine arabisch-nationalistische Bewegung in irgendeinem dieser Länder, wie etwa in Bahrain, die Macht übernähme. Aber das wird wahrscheinlich sowieso nicht passieren, weil das sofort niedergeschlagen würde. Jede Art von politischer Bewegung kann niedergeschlagen werden:
Israel wird jeden einzelnen von ihnen ermorden lassen, so wie sie es jetzt mit den Iranern schon machen!
Es tut mir leid, hier ein so düsteres Bild gezeichnet zu haben. Aber wir stehen vor einem potenziellen Paradigmenwechseln mit großen Umwälzungen am Golf, die wir in Folge beobachten können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wieder so sein wird, wie früher – ich kann es mir einfach nicht vorstellen!
***
Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
- Das gesamte Interview von Patrick Henningsen durch Nima Alkhorshid als Video auf Englisch: HIER
- Dazu passender UM Artikel: „Der dunkle Deal“ mit Yanis Varoufakis: HIER

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.







