Nur noch sechsmal schlafen. Am 6. September entscheidet Sachsen-Anhalt, ob alles weitergeht wie bisher oder ob ein politischer Neubeginn gewagt wird. Die AfD liegt in den Umfragen bei 42 Prozent. Die absolute Mehrheit ist zum Greifen nah.
Eine Bewegung wie seit dem Fall der DDR nicht mehr
Von MEINRAD MÜLLER | Neben den Umfragen geschieht etwas Erstaunliches. Die Menschen kommen in Scharen zu den Veranstaltungen der AfD. Am 23. August versammelten sich in Quedlinburg fast 5.000 Besucher. Mopeds und Autokorsos füllten die Straßen. Eine solche politische Aufbruchsstimmung hat Ostdeutschland seit dem Fall der DDR nicht erlebt.
Familien, Handwerker, Rentner und junge Leute hoffen auf sichere Städte, ordentliche Schulen und ein friedliches Leben. Kinder sollen wieder unbesorgt zur Schule gehen. Frauen sollen abends sicher nach Hause kommen. Über allem stehen der Friede im eigenen Land und die Sicherheit der Menschen.
1989 riefen die Menschen: „Wir sind das Volk.“ Heute ist dieser Satz wieder auf den Straßen angekommen.
In 100 Tagen soll der Wechsel sichtbar werden
Was hier geplant ist, liest sich alles nicht nur hochvernünftig, sondern ist – entgegen der hysterischen Zuschreibungen und “Extremismus“-Verleumdungen – ein lupenrein demokratisches, rechtsstaatliches und grundgesetzkonformes Programm. Einige wichtige Aspekte seien nachfolgend nochmals aufgeführt.
- Die AfD will mehr Abschiebehaftplätze schaffen. Ausreisepflichtige sollen nicht länger jahrelang zwischen Behörden, Unterkünften und Gerichtsterminen kreisen. Wer Deutschland verlassen muss, soll nicht kurz vor seiner Abschiebung verschwinden.
- Asylbewerber sollen arbeiten. Wer von der Gemeinschaft Wohnung, Heizung und Lebensunterhalt erhält, kann dieser Gemeinschaft auch etwas zurückgeben. Parks, Straßen und öffentliche Anlagen warten nicht auf neue Arbeitskreise. Sie warten auf Menschen, die anpacken.
- Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse sollen zunächst in besonderen Klassen lernen. Davon profitieren alle. Die einen lernen schneller Deutsch. Die anderen können dem Unterricht wieder folgen. Lehrer dürfen wieder unterrichten, statt gleichzeitig Dolmetscher, Sozialarbeiter und Krisenmanager zu spielen.
- Auszubildende sollen Unterstützung beim Führerschein erhalten. Gerade auf dem Land entscheidet das Auto oft über den Ausbildungsplatz. So kommt der Lehrling zur Werkstatt, die Pflegekraft zum Patienten und der Bäcker morgens zur Backstube.
Sachsen-Anhalt wird zum Musterländchen
- An den Behörden soll wieder Schwarz-Rot-Gold wehen, nicht die linken Regenbogenfahnen. Heimat wird wieder sichtbar.
- Ein oder zwei Ministerien sollen verschwinden. Weniger Minister, Staatssekretäre und Leitungsebenen bedeuten kürzere Wege und geringere Kosten. Während der Bürger seit Jahren jeden Euro zweimal umdreht, soll nun auch der Staat das Sparen lernen.
- Die Landesregierung kann aber ein Wirtschaftsklima schaffen, in dem Unternehmen gern investieren. Dazu gehören weniger Bürokratie, verlässliche Behörden und vor allem Sicherheit. Ein Unternehmer will wissen, ob seine Mitarbeiter morgens pünktlich ankommen und abends sicher nach Hause gehen. Eine Fachkraft möchte nach der Spätschicht nicht durch eine Messerverbotszone schleichen müssen.
- Wo Familien ohne Angst leben, finden Betriebe leichter Beschäftigte. Wo Beschäftigte bleiben, lohnt sich auch die nächste Investition.
Auf die manipulativen Umfragen keinen Pfifferling setzen!
Eine Insa-Umfrage behauptet, 22 Prozent der Deutschen wollten auswandern, falls die AfD im Bund regiert. Das ist politische Propaganda im Gewand der Demoskopie. Auf solche Ankündigungen darf man keinen Pfifferling wetten. Schon bei Donald Trumps Wahlsieg wollten zahlreiche Prominente ihre Koffer packen. Die meisten fanden später offenbar den Weg zum Flughafen nicht.
Die entscheidende Frage wurde gar nicht gestellt. Wie viele Menschen würden nach Sachsen-Anhalt ziehen, wenn dort Wohnungen bezahlbar, Schulen ordentlich und Straßen sicher wären.
Zurück zu Sicherheit und Heimat
Die ersten Umzugswagen aus Berlin könnten die Antwort liefern. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind nicht nur touristisch schön. Sie könnten zu Ländern werden, in denen Familien wieder Sicherheit und Heimat finden.
Nur noch sechsmal schlafen. Dann könnte Sachsen-Anhalt Deutschlands neues Musterländchen werden. Und Hochdeutsch kann es auch. Im Gegensatz zu Baden-Württemberg.
Zum Autor: MEINRAD MÜLLER (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf UNSER MITTELEUROPA gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.

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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben sagt der V.lksmund. GEHT !!! w.hlen und w.hlt die Vernunft – alles andere ist nur Spekulation.
Meiner Ansicht nach.