web analytics
Bild: Kugelschreiber screenshot X/ Schrift UNSER MITTELEUROPA

Sie haben einen neuen Feind entdeckt. Er ist etwa 14 Zentimeter lang, kostet vielleicht 50 Cent und passt problemlos ins Federmäppchen. Gemeint ist ein blauer Kugelschreiber mit AfD-Aufdruck. Ein SPD-Kugelschreiber darf dagegen offenbar weiterhin ungefährdet schreiben.

Von MEINRAD MÜLLER | Ein Schüler geht über den Marktplatz, kommt an einem AfD-Stand vorbei und kriegt einen Kugelschreiber geschenkt. Er freut sich über das praktische Ding, steckt es ins Federmäppchen und nimmt es am nächsten Morgen mit in die Schule.

Dort beginnt der politische Ernstfall…

Auf dem Tisch liegt ein AfD-Kugelschreiber. Unter solchen rechtsradikalen Bedingungen soll ein Lehrer noch den Dreisatz erklären. Vor ihm liegt schließlich Propaganda. Vielleicht berechnet der Schüler damit sogar eine richtige Lösung. Dann wird es besonders gefährlich.

Mit einem SPD-Kugelschreiber wäre der Unterricht sicher entspannter. Vielleicht sollte Brandenburg deshalb morgens die Federmäppchen kontrollieren. AfD raus, SPD rein. Dann kann die Demokratie wieder pünktlich um acht Uhr beginnen. Auf zum Federmäppchen-Appell!

Jugendliche tun gemeinhin das Gegenteil….

Doch Schüler besitzen eine geniale Eigenschaft. Sie lassen sich ungern vorschreiben, was sie interessant finden sollen. Was Erwachsene verbieten, wird auf dem Schulhof schnell besonders begehrt. Das wusste schon die DDR. West-Jeans, Bravo-Hefte und Aldi-Tüten waren gerade deshalb spannend, weil Funktionäre sie nicht mochten.

Die Aldi-Tüte wurde einfach auf links gedreht und weitergetragen. Nun bekommt Brandenburg seinen eigenen verbotenen Westartikel. Diesmal ist es der AfD-Kugelschreiber.

Wann beginnt der Kampf gegen die Buttermilch?

Theo Müller, 86, Gründer des Molkereikonzerns Müller, macht aus seiner politischen Meinung kein Geheimnis. Alice Weidel nennt er eine Freundin. Der CDU empfahl Müller sogar, mit der AfD zu regieren. Das brachte linke Aktivisten auf Touren. Linke Aktivisten ließ Zehntausende Plakate gegen Müller aufhängen. Genützt hat es nichts.

Was hindert also einen Brandenburger Schüler daran, morgens demonstrativ eine Müller-Buttermilch auf sein Schulpult zu stellen. Der AfD-Kugelschreiber ist weg. Dafür steht dort Müller, oder was. Der Lehrer kennt Theo Müller, er kennt Alice Weidel und er kennt die Schlagzeilen. Da kann der Blutdruck schon einmal steigen.

Das eigentliche Kunststück

Dabei ist die Buttermilch pädagogisch geradezu vorbildlich. Calcium, Eiweiß und Vitamine. Dazu eine unzerbrechliche Plastikflasche. Fällt sie zu Boden, gibt es keine Scherben wie bei mancher linken Ideologie. Noch aber ist Müller-Buttermilch an Brandenburgs Schulen erlaubt. Jetzt fehlt nur noch, dass Buttermilch mit blauen Heidelbeeren auch verboten würde.

Das eigentliche Kunststück aber vollbringen die Behörden selbst. Sie wollten verhindern, dass Schüler mit einem AfD-Kugelschreiber arbeiten. Nun berichten große Zeitungen darüber. Eltern diskutieren darüber, Schüler lachen darüber. Der kleine AfD-Werbekuli, der sonst nach drei Wochen unter dem Sofa verschwunden wäre, bekommt plötzlich bundesweite Bekanntheit.

So billig war politische Werbung selten

Besonders erstaunlich ist der pädagogische Scharfsinn dahinter. Ausgerechnet junge Leute will man mit Verboten von der AfD fernhalten. Dabei kam eine INSA-Auswertung im Mai bei den 18- bis 29-Jährigen in Sachsen-Anhalt bereits auf 45,9 Prozent für die AfD. Fast jeder zweite junge Wähler dort würde demnach sein Kreuz bei der AfD machen.

Wer Jugendliche so behandelt, darf sich über die Gegenreaktion nicht wundern. Ein verbotener Kugelschreiber wird nicht uninteressanter. Er wird erst richtig interessant. Die Brandenburger Schulbehörde wollte die AfD aus dem Federmäppchen vertreiben. Nun macht sie Wahlwerbung für sie. Prima!

***

Zum Autor: MEINRAD MÜLLER (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf UNSER MITTELEUROPA gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.

 



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.

 



x

 

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert