Angesichts anhaltender landesweiter Proteste will die französische Regierung am Samstag, dem 24. Oktober, rund 70.000 Sicherheitskräfte mobilisieren. Wie die französische Zeitung Le Figaro berichtet, sollen umfangreiche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffen werden.
Neben regulären Polizeieinheiten sollen auch das Militär sowie Spezialeinheiten der Polizei und Gendarmerie zum Einsatz kommen. Ihre Aufgaben umfassen unter anderem den Schutz öffentlicher Gebäude und die Unterstützung der Einsatzkräfte. Zusätzlich sind Hubschrauber, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer vorgesehen.
Die Protestwelle begann Ende September mit Demonstrationen von «Schülern», die «gegen Missstände im französischen Bildungssystem» auf die Straße gingen. Inzwischen haben sich die Proteste auf weite Teile des Landes ausgeweitet. Zu den zentralen Forderungen gehören Maßnahmen gegen steigende Kraftstoffpreise und den zunehmenden Kaufkraftverlust der Bevölkerung.
Am 18. Oktober wandte sich Präsident Emmanuel Macron in einer außerordentlichen Ansprache an die Öffentlichkeit. Er forderte die Regierung auf, weitere Protesteskalationen zu verhindern, kündigte Konsequenzen für Verantwortliche gewaltsamer Ausschreitungen an und versprach Unterstützung für betroffene Unternehmen.
Macrons politische Gegner bezeichneten seine Rede als „bedauerlich“ und machten den Präsidenten für die wachsende soziale Unzufriedenheit verantwortlich.
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