web analytics
Screenshot

Die Straße von Hormus könnte innerhalb der nächsten fünf Jahre ihre Rolle als strategisch wichtiger Transportweg verlieren. Diese Einschätzung äußerte HSBC-Konzernchef Georges Elhedery auf dem HSBC-Future-Forum in Dubai, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Grund dafür seien umfangreiche Investitionen in alternative Transport- und Logistikrouten in der Golfregion.

Elhedery erklärte, der Konflikt zwischen den USA und dem Iran habe die erhebliche Abhängigkeit der Weltwirtschaft von der Straße von Hormus deutlich gemacht. Vor Beginn der Kampfhandlungen seien bis zu 20 Prozent der weltweit transportierten Öl- und Flüssigerdgasmengen (LNG) durch die Meerenge befördert worden.

Als Reaktion auf die geopolitischen Risiken investieren die Staaten der Region zunehmend in den Bau neuer Pipelines und die Anbindung alternativer Seehäfen. Dadurch sollen wichtige Energietransporte künftig auch unabhängig von der Straße von Hormus abgewickelt und die wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Spannungen begrenzt werden.

Elhedery zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Region dank der umfangreichen Investitionen wirtschaftlich erholen und langfristig weiter wachsen werde. Zugleich betonte er, dass die Bank weiterhin große Hoffnungen auf eine Beilegung des Konflikts setze.

Nach Schätzungen von HSBC beläuft sich das Gesamtvolumen der geplanten Infrastrukturprojekte in der Region auf rund 1,4 Billionen US-Dollar. In den Ländern des Nahen Ostens, Nordafrikas sowie in der Türkei wurden bereits Verträge im Gesamtwert von 872 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.

Auch internationale Unternehmen und Investoren halten weiterhin an der wirtschaftlichen Bedeutung der Golfregion fest. Dies geht aus HSBC-Umfragen unter rund 1.600 Führungskräften und 820 institutionellen Investoren hervor.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Golfregion trotz der geopolitischen Spannungen weiterhin als einer der wichtigsten internationalen Investitionsstandorte betrachtet wird.

 

Bitte abonnieren Sie unseren Telegram-Nachrichtenkanal!

***



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.





Von UME

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert