Einmal mehr zeigt sich, dass die USA von ihren Verbündeten totale Unterwürfigkeit erwarten. Henry Kissinger sagte einmal: „Es kann gefährlich sein, Amerikas Feind zu sein, aber Amerikas Freund zu sein ist fatal.“ Wie recht der ehemalige US-Außenminister hatte, zeigt sich in diesem Tagen.
Vor dem Hintergrund des Auslaufens der 60-Tage-Frist der Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges droht US-Präsident Donald Trump dem Oman mit der Zerstörung:
„Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren.“
Der Iran und der Oman verhandeln über eine Transitroute durch die Straße von Hormus, die derzeit von Teheran kontrolliert wird. Hingegen wollen die USA die totale Kontrolle dieser für die Weltwirtschaft wichtigen Wasserstraße – Trump kündigte sogar an, sie künftig zu US-Territorium machen zu wollen – und sind über das Vorgehen des Oman schwer verärgert, der seine nationalen Interessen verfolgt. Denn Washington erwartet von seinen Verbündeten totale Unterwürfigkeit und Unterordnung unter US-Interessen.
Die US-Drohungen gegen den Oran zeigen einmal mehr, in welche Misere Trump mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran die USA gebracht hat. Nicht Washington gibt den Takt vor, sondern der Iran. Damit hat der US-Präsident das genaue Gegenteil dessen erreicht, was er 2025 in seiner Nationalen Sicherheitsstrategie als Interesse der Vereinigten Staaten formulierte:
„Es wird immer im zentralen Interesse der USA liegen, dafür zu sorgen, dass die Energievorräte aus der Golfregion nicht in die Hände eines erklärten Feindes fallen, dass die Straße von Hormus offenbleibt und dass das Rote Meer befahrbar bleibt.“
Doch Trumps Krieg gegen den Iran führt dazu, dass die Vereinigten Staaten drauf und dran sind, eine Niederlage zu erleiden, die auf lange Sicht das Vietnam-Desaster bei Weitem in den Schatten stellt.
Dieser Beitrag erschien auf ZURZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION
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UNSER MITTELEUROPA HISTORY-INFO
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- Militärische Kooperation: Obwohl kein Bündnisvertrag wie bei der NATO existiert, ist der Oman ein bedeutender Sicherheits- und Logistikpartner. Die US-Streitkräfte dürfen omanische Militäreinrichtungen und Häfen (beispielsweise die Basis auf der Insel Masira) vertraglich geregelt für Logistik und Zwischenstopps nutzen.
- Diplomatische Vermittlerrolle: Der Oman pflegt historisch gute Beziehungen sowohl zu Washington als auch zu Teheran. Das Land spielte in der Vergangenheit eine Schlüsselrolle bei der Anbahnung des Iran-Atomabkommens und fungiert regelmäßig als diskreter Verhandlungskanal.
- Wirtschaft: Beide Länder verbindet seit 2009 ein bilaterales Freihandelsabkommen (FTA), das den Austausch von Gütern und Investitionen erleichtert.
Zu den aktuellen Spannungen
Da diese omanisch-iranischen Gespräche aus Sicht Washingtons die US-Position schwächen könnten, drohte US-Präsident Donald Trump dem Oman im August 2026 öffentlich und wiederholt mit militärischen Konsequenzen (darunter Luftangriffen). Diese außergewöhnliche Rhetorik verdeutlicht das aktuelle Dilemma des Oman, der trotz enger US-Partnerschaft an seiner traditionellen Neutralität und seinen regionalen Beziehungen festhalten will.










