Die Vorstellung, dass eine Maschine nicht nur Daten analysiert, sondern eigenständig Experimente durchführt, klingt noch immer nach Science-Fiction. Doch genau an diesem Punkt scheint die Forschung inzwischen angekommen zu sein.
Das KI-Unternehmen Anthropic hat am Donnerstag einen neuen Standard vorgestellt, der künstlichen Intelligenzen ermöglichen soll, wissenschaftliche Geräte direkt zu steuern.
Künstliche Intelligenz verlässt den Bildschirm – und greift nach Mikroskop, Laser und Roboterarm
Der sogenannte Model Hardware Standard (MHS) soll eine gemeinsame Schnittstelle zwischen KI-Systemen und physischer Technik schaffen. Damit könnten KI-Agenten unter anderem Mikroskope, Laser, Flüssigkeitshandhabungssysteme oder Roboterarme bedienen und komplexe Arbeitsabläufe in Forschungslaboren koordinieren. Ziel ist es, Experimente weitgehend zu automatisieren und dadurch langwierige Prozesse erheblich zu beschleunigen.
Strukturen im menschlichem Gehirn identifiziert
Dabei handelt es sich es sich nicht mehr lediglich um eine theoretische Vision handelt. Anthropic hat die Technologie bereits gemeinsam mit Forschungseinrichtungen getestet. In einem Experiment konnte Claude beispielsweise eine bestimmte Struktur im menschlichen Gehirn identifizieren.
Ein weiteres Forschungsprojekt zeigt, welches Potenzial KI für die Materialwissenschaft besitzt: Wissenschaftler der Washington State University ließen eine KI mehr als 100 Millionen mögliche Einstellungen für den 3D-Druck einer leistungsfähigen NASA-Metalllegierung durchsuchen. Nach lediglich 40 Experimenten identifizierte das System sechs erfolgreiche Verfahren.
Wir werden es somit mit einem grundlegenden Wandel in Zukunft zu tun haben. KI könnte künftig nicht mehr bloß das Werkzeug des Wissenschaftlers sein – sondern ein aktiver Teilnehmer am Forschungsprozess. Das steht schon fest – egal ob man sich diese Entwicklung jetzt nicht im vollen Umfang vorstellen kann oder nicht
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