Eurostat:Autokraftstoffe sind in der Europäischen Union binnen Jahresfrist um fast 24 Prozent teurer geworden. Im August stiegen die Preise für Kraft- und Schmierstoffe für den privaten Verkehr in der Europäischen Union im Jahresvergleich um 23,8 Prozent.
Das geht aus Daten des europäischen Statistikamts Eurostat hervor.
Bereits im März hatten die Preise um 12,9 Prozent zugelegt, im April um 20,8 Prozent und im Mai um 20,7 Prozent. Im Juni betrug der Anstieg 13,7 Prozent, im Juli 16,9 Prozent. Bis Februar waren die Kraftstoffpreise hingegen überwiegend rückläufig gewesen.
Im August lag die jährliche Teuerungsrate in 18 der 27 EU-Mitgliedstaaten bei mehr als 20 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise in Bulgarien mit 34,5 Prozent, gefolgt von Litauen mit 28,8 Prozent, Finnland mit 27,6 Prozent, Deutschland mit 27,5 Prozent und Frankreich mit 27,4 Prozent. Deutlich geringer fiel der Anstieg dagegen in Ungarn mit 1,3 Prozent und Schweden mit 6,1 Prozent aus.
Auch im Monatsvergleich beschleunigte sich die Entwicklung. Diesel verteuerte sich im August gegenüber Juli um 8,3 Prozent, Benzin um 3,3 Prozent. Im Juli waren die Preise gegenüber dem Vormonat noch um 4,3 beziehungsweise 4,7 Prozent gestiegen.
Zuvor hatte die Europäische Kommission gewarnt, dass der kommende Winter angesichts der Lage auf den Energiemärkten zu einer besonders schwierigen Phase für die EU werden könnte. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen wandte sich deshalb an US-Präsident Donald Trump mit dem Appell, kein Embargo auf Diesel einzuführen.
Eine solche Maßnahme wird in Washington angesichts der anhaltenden Preissteigerungen diskutiert. Nach Angaben von Politico könnten die USA ihre Diesel-Exporte für einen Zeitraum von 90 Tagen begrenzen.
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