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Bild: www.montessori-radolfzell.de/verein/paedagogik

Maria Montessori war ursprünglich Ärztin, keine Pädagogin, und begann ihre Arbeit mit Kindern, die man als unerziehbar abgestempelt hatte. Was sie dort beobachtete, drehte ihr Menschenbild um: Kritisierst du ein Kind zu oft, lernt es zu verurteilen. Das ist einer von 19 Leitsätzen für ein Miteinander, in dem Kinder ganz werden dürfen.

,,Hilf mir, es selbst zu tun.“

Dieser Leitsatz aus der Pädagogik von Maria Montessori steht über allen weiteren Grundsätzen, der Montessori-Pädagogik. Ein Kind in die Lage zu versetzen, sich eigenständig mit Materialien und einem Lerngegenstand zu beschäftigen, ist die hohe Kunst der Erziehung.

19 Leitsätze von Maria Montessori für Eltern und Lehrer

1. Selbstkontrolle erhöht die Motivation

Eine Kontrolle durch einen externen Faktor oder Menschen kann für einige Kinder für eine geringere Motivation sorgen. Stattdessen sorgt die Chance zur eigenen Kontrolle dafür, dass der Motivation kein Abbruch getan wird und die Kinder sich auch weiterhin erfolgreich sowie intensiv mit dem Material beschäftigen.

2. Kosmische Erziehung zeigt den Platz in der Welt

Jedes Ziel der Erziehung muss darauf hinauslaufen, ein Teil des großen Ganzen zu sein. Dieser Anspruch wird bei der Pädagogik und Erziehung nach Montessori durch das sogenannte kosmische Prinzip erfüllt.

3. Völliger Fokus gelingt optimal bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Neigungsschwerpunkt

Die individuelle Auseinandersetzung mit verschiedenen Arbeitsmaterialien sorgt für einen höheren Fokus bei der Arbeit. Durch diesen geschaffenen Rahmen ermöglichen wir den Kindern nach Montessori, völlig in den Lernprozess einzutauchen und sich auf das einzulassen, was sie gerade beschäftigt.

4. Rituale helfen bei der Einstimmung auf selbstständiges Arbeiten und Erleben

Rituale sind ein wichtiger Faktor in der Pädagogik von Maria Montessori. Sie geben einen Ordnungsrahmen und eine Sicherheit, die gerade bei der ausgeprägten Freiheit eine wichtige Rolle spielen. Dabei bieten sie weniger einen reglementierenden Charakter, als die Chance, gemeinsame Erlebnisse zu teilen.

5. Freiheit wird genutzt und wertgeschätzt, wenn unsere Kinder sie erleben

Die Freiheit ist ein großer Wert unserer Gesellschaft. Wir erwarten von unseren Kindern oft, dass sie mit diesem Wert besonders achtsam umgehen. Jedoch können wir Heranwachsende nur mit dieser Fähigkeit ausstatten, wenn es uns auch gelingt, sie mit der Freiheit auszustatten, die ihren Fähigkeiten entspricht. Dazu gehört das bereits angesprochene Maß an Vertrauen.

6. Strukturen geben und Freiheiten in der Erziehung sichern

Freiheit kann nur gelingen, wenn sie in eine feste Struktur eingebettet ist. Hierbei handelt es sich um die Aufgabe des Lehrinstituts. Einen Ordnungsrahmen zu schaffen, in welchem wir uns frei bewegen können und alles nutzen, was zur Verfügung steht, kann der Weg zum Erfolg sein.

7. Lebensnähe schafft Motivation und Bedeutsamkeit auch in der Schule

Eine wichtige Forderung, die immer wieder an Schulen gestellt wird, ist unter dem Begriff der Lebensnähe zu finden. Finden sich Kinder in Aufgaben und Materialien im übertragenen Sinne wieder, so werden sie motivierter zu Werke gehen und schnellere Fortschritte erzielen.

8. Verantwortungsvoll zu handeln kann integrativ gelernt werden

Eine Unterrichtsreihe zum verantwortungsvollen Handeln mag zwar eine Rolle beim Erlernen dieser Fähigkeit spielen, jedoch ist es noch ratsamer, wenn die Thematik immer wieder eingebettet zum Tragen kommt. Dies gilt für die Materialien von Montessori, welche es ermögliche, sich als Teil des großen Ganzen zu begreifen.

9. Eine vorbereitete Umgebung bietet Wertschätzung und den notwendigen Fokus

Wir alle legen in unserem Arbeitsumfeld Wert darauf, dass wir eine vorbereitete und ansprechende Umgebung vorfinden. Auch für Kinder und ihr Lernen spielt eben jene eine wichtige Rolle. Sie sorgt für das Gefühl der Wertschätzung und steigert die Motivation beim Lernen.

10. Die Schule begleitet beim selbstständigen Erfahren

Weg von zu vielen Vorgaben und hin zum begleitenden Element. Gelingt es der Schule, die Kinder mit Vertrauen auszustatten und sie zu begleiten, dann sind wir auf dem richtigen Weg, welchen Maria Montessori ohne Zweifel bejaht hätte. Für uns Erwachsene bedeutet dies, dass wir uns beizeiten durchaus auch zurücknehmen müssen.

11. Pädagogik braucht Zeit und Raum zur Entdeckung

Während einige Kinder bestimmte Themenbereiche innerhalb kurzer Zeit verinnerlichen, brauchen andere Heranwachsende die intensive Zeit der Entdeckung. Dies kann sich von Kind zu Kind und von Thema zu Thema unterscheiden. In der Erziehung nach Montessori wirst du diesem Umstand gerecht.

12. Maria Montessori wusste um die besondere Bedeutung der ästhetischen Dimension

Eine Schule, welche die Pädagogik nach Maria Montessori ernst nimmt, wird sich stets auch um die ästhetische Dimension der Materialien kümmern. Hier entsteht ein großer Teil der Motivation, die am Ende eine Voraussetzung liefert, um erfolgreiches Lernen in der Entwicklung zu ermöglichen.

13. Lernen funktioniert auf verschiedensten Wegen

Verschiedene Anreize schaffen und immer wieder die Möglichkeit des eigenständigen Ausprobierens geben. Darauf ist das Material nach Maria Montessori ausgelegt. So werden die verschiedenen Lerntypen auf optimale Art und Weise angesprochen.

14. Wer selbstständig Inhalte erfährt, hat sie wirklich begriffen

Die Pädagogik nach Maria Montessori ermöglicht deinem Kind, Dinge zu erleben, anstatt sie nur zu sehen, zu lesen oder zu hören. Jede Entwicklungspsychologie bescheinigt, dass es sich hierbei um die Tätigkeit des Lernens handelt, die den nachhaltigsten Effekt bringt.

15. Die Individualität in der Entwicklung und Erziehung unserer Kinder begreifen

Wir Erwachsenen machen unsere Entwicklungsschritte beim Erlernen neuer Tätigkeiten und Aufgabengebiete sehr individuell und in unterschiedlichem Tempo. Montessori begriff bereits, dass dies selbstredend auch eine Grundlage der kindlichen Entwicklung ist. Es handelt sich zweifelsohne auch um ein gewisses Maß der Entspannung, den Kindern diese Freiheit zu gewähren.

16. Kinder in der Pädagogik als ganzheitliche Wesen betrachten

Auch bei diesem Punkt spielt die Fehlerorientierung eine große Rolle. Während wir uns viel zu häufig auf die Dinge konzentrieren, die derzeit noch zu mangeln scheinen, kann man das Kind als ganzheitliches Wesen erkennen, das bereits viele Schritte sehr erfolgreich gegangen ist.

17. Auch an Stärken immer wieder arbeiten

Durch die freie Wahl der Arbeitsmaterialien mit ihren unterschiedlichen Inhalten, wird es den Heranwachsenden möglich gemacht, auch ihre Stärken immer weiter zu forcieren. Gerade in unserer Kultur der Fehlervermeidung kann dieser Schwerpunkt gar nicht hoch genug angesiedelt werden. Spüren Kinder die Freiheit und das Vertrauen, das sie sich mit adäquaten Dingen beschäftigen, so werden sie immer wieder auch ihre Stärken trainieren.

18. Vertrauen geben und mit Vertrauen sorgsam umgehen

Dass es sich beim großen Wort „Vertrauen“ um einen Wert handelt, der uns im anschließenden Leben eine wichtige Stütze sein kann, ist bekannt. Kinder lernen, Vertrauen geben zu können und empfangenes Vertrauen adäquat zu nutzen, wenn man schon früh in der Lage ist, dieses Vertrauen kenntlich zu machen. Es handelt sich hierbei zweifellos um eine wichtige Wertschätzung für das Kind.

19. Die Schule als Ort der Entwicklung zur Eigenständigkeit begreifen

Unsere Schulen stammen aus einer Zeit, in der wir zahlreiche gleichförmige Menschen zu erziehen gedachten. Maria Montessori jedoch wies bereits darauf hin, dass es viel mehr das Ziel von Bildung sein muss, eine Entwicklung zu forcieren, die in der absoluten Eigenständigkeit und Mündigkeit endet. Auf dieses Ziel sollten die Schritte der Erziehung und Pädagogik hin abgestimmt sein.

Maria Montessori war eine italienische Ärztin, Reformpädagogin und Philosophin.

Sie hat ein angewandtes pädagogisches Bildungskonzept erarbeitet, das die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen abdeckt.

Sie beruht auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seines Selbst“ und verwendet deshalb zum ersten Mal die Form des offenen Unterrichts und der Freiarbeit. Sie stellt das Kind und seine Individualität in den Mittelpunkt. Selbständigkeit wird durch die Arbeiten des täglichen Lebens (Fähigkeiten, die direkt im praktischen Leben anwendbar sind) unterstützt.

Die Umgebung muss kindgerecht sein. Das Mobiliar ist in Montessori-Einrichtungen auf die Proportionen des Kindes abgestimmt. Stühle und Tische können von den Kindern selbst getragen werden. Das dient auch der Schulung der Motorik der Kinder.



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Von FREIGEIST

2 Kommentare zu „,,Hilf mir, es selbst zu tun.“ – Pädagogik von Maria Montessori“
  1. Meine Frau arbeitet seit 16 Jahren in einem Montessori Kinderhaus . Die ersten 10 Jahre wurde das Konzept zu fast 100% umgesetzt. Ab 2020 änderte sich alles grundlegend.
    Durch Corona konnte man dann angeblich nicht mehr zu alten Richtlinien zurück finden . Die durchgespritzten Kolleginnen gegen die Ungeimpften den sogar ein Arbeitsverbot 2021 erteilt wurde.
    Dummerweise war es vom Verteilerschlüssel nicht erlaubt , dass eine Erzieherin am Nachmittag die Aufgabe hat sich um 35 Kinder zu kümmern. Somit mussten die wenigen bösen Ungeimpften doch wieder eingesetzt werden. Und diese Fünf halten inzwischen das Kinderhaus sei Jahren am laufen, da sie dummerweise nicht zu jedem Jahreszeitwechsel bis zu 4 Wochen krank sind.
    Wie das kommt ist unerklärlich ;-)))
    Einige Jahre später sind das immer noch die Aussätzigen , die Schmuddelkinder , deswegen dachte sich die Stadt Quedlinburg , diese Weiber müssen entfernt werden am besten aus dem öffentlichen Dienst verband.
    Man lockte mit Aufhebungsverträge obwohl die Kitas alle unterbesetzt sind. Natürlich geht es auch um Geldeinsparmaßnahmen , aber es geht auch darum um unliebsame Mitarbeiter loszuwerden.
    Meine Frau hatte dann Glück, sie durfte dann Dienst in einem Schwarzschimmelkindergarten machen. Dieser reicht bis auf 150 cm an den Wänden und wurde als vollkommen ungefährlich von einer Experten Kommission begutachtet. Nachdem sie diese unmöglichen Zustand für Kinder und Personal bei einem Elternabend erwähnte , durfte sie endlich ihre Freistellung empfangen.
    Aber vermutlich handelt es sich um Personen die einfach nur die Wahrheit sagen um Rechtsradikale und diese wollen wir ganz sicher nicht in unseren Kreisen…..;-)))

    Mit besten Grüssen
    MARQUÉS DEL PUERTO

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  2. Und während der politisch organisierten „Corona-Pandemie“ wurde die Schwarze Pädagogik wieder Normalität im Schulbetrieb! Es gibt schlimme Berichte über die Ausuferung von Verbrechen an den Kindern: „…Der Hamburger Gymnasiallehrer Bernd Schoepe bezeichnete die Corona-Methoden in den Schulen als „schwarze Pädagogik“, zu der alle Handlungen gehörten, „mit denen ein Kind unter Einsatz körperlicher oder seelischer Mittel zu bestimmten Handlungen bzw. zu einem bestimmten Verhalten gebracht werden soll, wie (…) Manipulation, Ängstigung, Liebesentzug, Isolierung, Misstrauen, Demütigung, Verachtung, Spott, Beschämung, Gewaltanwendung bis hin zur Folter.“ (…):
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2023/08/29/erneut-dramatische-schaden-bei-kindern-durch-corona-masnahmen-und-impfungen-nachgewiesen/
    Und die Lehrkräfte von „damals“ befinden sich immer noch im Schulbetrieb…!

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