Die Europäische Union ist nach Angaben von EU-Ratspräsident António Costa bereit, zwei Drittel der zusätzlichen 70 Milliarden Euro bereitzustellen, die die Ukraine angefordert hat. Das entspricht rund 46,7 Milliarden Euro. Costa äußerte sich dazu in einem Interview mit dem Portal Rapporteur.
„Üblicherweise decken wir zwei Drittel des Finanzierungsbedarfs der Ukraine. Auf der letzten Tagung des Europäischen Rates haben wir vereinbart, den zusätzlichen Bedarf der Ukraine zu decken, und die Europäische Kommission beauftragt, konkrete Lösungsvorschläge vorzulegen“, sagte Costa.
Eine Entscheidung könnte seinen Angaben zufolge im November fallen. Sollten sich die europäischen Staats- und Regierungschefs bei ihrem außerordentlichen Treffen am 26. und 27. November nicht einigen können, werde eine Verständigung bei der Tagung am 17. und 18. Dezember angestrebt.
Die italienische Zeitung La Repubblica hatte am 19. Oktober berichtet, die ukrainische Forderung nach zusätzlichen 70 Milliarden Euro habe in Europa Bestürzung ausgelöst. Dem Bericht zufolge sei unklar, woher die EU-Staaten die erforderlichen Mittel nehmen sollten.
Die Anfrage aus Kiew habe die europäischen Regierungen „in Verlegenheit gebracht“, schrieb die Zeitung. Ungarn, Tschechien und die Slowakei hätten umgehend erklärt, sich nicht an der Finanzierung dieses Darlehens beteiligen zu wollen.
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