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Der deutsche Automobilzulieferer Schaeffler plant angesichts der Krise in der europäischen Autoindustrie einen umfangreichen Stellenabbau und die Schließung mehrerer Produktionsstandorte. Bis 2028 sollen rund neun Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland entfallen, berichtet Reuters. Zudem will der Konzern vier deutsche Werke und einen Standort in Belgien schließen. Zu seinen Kunden zählen Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz.

Insgesamt betreffen die Kürzungen 16 Standorte. 3.460 Stellen sollen wegfallen, davon 2.660 in Deutschland. Vorstandschef Klaus Rosenfeld begründete den Schwerpunkt des Stellenabbaus im Heimatmarkt mit den hohen Arbeitskosten. Diese lägen in Deutschland zweieinhalbmal so hoch wie an anderen Standorten des Konzerns.

Als weitere Gründe nannte Rosenfeld die schwierige Lage der europäischen Automobilbranche. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gehe zurück, während sich Elektroautos langsamer durchsetzten als erwartet. Gleichzeitig verschärfe sich der Wettbewerb in Europa.

Mit dem Umbau will Schaeffler seine Kosten senken und Einsparungen von bis zu 300 Millionen Euro erreichen.Rosenfeld kündigte an, auch persönlich zur Restrukturierung beizutragen: Seine Vergütung soll um zehn Prozent gekürzt werden.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich der Quartalsverlust von Volkswagen nahezu versechsfacht hat.

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Von UME

4 Kommentare zu „Schaeffler streicht 3.460 Stellen und schließt fünf Werke“
  1. Es wurde jahrelang auf Halde produziert, es war absehbar, dass der Zenit bald erreicht ist – und nun befinden wir uns in der Abwärtsspirale. Nichtsdestotrotz tut es weh, sein Vaterland sterben zu sehen.

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