Die Kämpfe der US-Republik gegen Monopole und Trusts sind nicht neu: Sie können bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Doch der Atem von Oligarchen ist lang und viele Anzeichen deuten darauf hin, dass sie drauf und dran sind, selbst das Weiße Haus ganz zu vereinnahmen.
Hat die US-Republik den Kampf gegen die Oligarchie schon verloren?
Von REDAKTION | US-Staatsführer, die nicht mit Oligarchen und ihrem Groß-Kapital im Bett lagen, erkannten schon im ausgehenden 19. Jahrhundert, dass der größte Feind der Republik nicht von außen, sondern von innen her droht und zwar in Form transnationaler Trusts und Monopole, welche in der Lage wären, …
… den Staat zu marginalisieren, um diesem ihre Eigeninteressen nach Belieben aufzwingen zu lassen!
Der Kampf gegen Trusts und Monopole ist ein zentrales Element der US-Wirtschaftsgeschichte, der sich von der Zerschlagung historischer Giganten wie von Standard Oil in 34 Einzelteile im frühen 20. Jahrhundert bis zu den heutigen, wegweisenden Kartellrechtsklagen gegen moderne Big-Tech-Konzerne erstreckt.
Die amerikanische Wettbewerbspolitik stützt sich dabei auf historisch gewachsene Regelwerke, welche den freien Markt schützen sollen. Die historisch wichtigsten Gesetzeswerke dazu sind:
- Der Sherman Antitrust Act (1890)
Das erste Bundesgesetz dieser Art, welches grundsätzlich Monopole, Kartelle und wettbewerbsbeschränkende Absprachen verbot.
- Theodore Roosevelts „Trust Busting“ zum Anfang des 20. Jahrhunderts
Unter US-Präsident Theodore Roosevelt wurde das Gesetz erstmals konsequent angewandt: Er ließ die Monopole von Magnaten, wie von John D. Rockefeller (Standard Oil) und J.P. Morgan zerschlagen. - Der Clayton Antitrust Act & Federal Trade Commission Act (1914)
Die dazu erlassenen Gesetze präzisierten die Vorgaben, indem sie spezifische unlautere Geschäftspraktiken unter Verbot stellten und mit der - Der aktuelle Kampf gegen die „Big-Tech-Giganten“ bis heute
In den letzten Jahren haben die US-Wettbewerbsbehörden über das
Vor diesem Hintergrund wird klar, welche sinistere Strategie tonangebende US-Oligarchen verfolgen, wenn sie den von ihnen gesponserten Präsidenten D. Trump am 3. Juli 2026 vor dem Mount Rushmore stehend gegen die vermeintliche Gefahr von „Kommunisten“ wettern lassen: Das ermöglichte dem Repräsentanten im Weißen Haus Kommunisten-Angst zu entfachen, um über eine solche Primitiv-Propaganda …
… die US-Republik künftig nur noch rigoroser zum Lakaien des Spekulations- & Monopolkapitals der Oligarchie zu machen!
Das Geschäftsprinzip der Oligarchen ist erschreckend einfach und klar: Alle Kosten für Auslands-Raubzüge sowie alle Spekulationsverluste generell, die haben wie bisher die US-Steuerzahler und die weltweiten Protektorate zu tragen:
Die Gewinne hingegen werden nur von der Kaste der Oligarchen exklusiv eingefahren!
Besagte Fehlentwicklungen zeigen auf, wo genau die dafür tödlichen Fehler in der US-Verfassung zu suchen sind, nämlich in:
- einer gewollten nicht tatsächlich umgesetzten echten Gewaltenteilung!
- nicht ausreichend autorisierten unabhängigen echten Kontrollinstanzen!
- den nicht vor Kollusion mit Monopolkapital abgesicherten Staatssäulen!
Der Grund für das fundamentale Staatsversagen in den USA liegt noch zusätzlich am nicht ausreichend eingegrenzten Monopolkapital, doch ganz sicher nicht am Kommunismus aus der Mottenkiste grauer Vergangenheit, wie es von Trump jedoch am 3.7.2026 in Keystone demagogisch verlogen und theatralisch zum Ausdruck kam.
Wohin es führt, wenn ein US-Präsident Partikular- & Eigeninteressen über das Gemeinwohl stellt, zeigen die Resultate eines solchen Verhaltens an konkreten Beispielen, die unglaublich klingen, doch dafür umso wahrer sind:
Die Rede von Senator Chris Murphy im US-Senat – Teil 2
Trump veranstaltet ein Abendessen im Weißen Haus und vergibt Regierungsaufträge an Spender für den Ballsaal – 15. Oktober
Wir sind immer noch im Oktober. Später in diesem Monat machen sich Bulldozer daran, den Ostflügel des Weißen Hauses abzureißen. Es scheint immer noch unglaublich, wie der Korruptionsskandal um den Ballsaal tatsächlich geschah. Es spricht sich herum: Wenn man etwas von Donald Trump wollte, hätte man für seinen Ballsaal zu spenden. Das ist alles, was ihn interessiert. Wir wissen, dass Donald Trump ständig über seinen Ballsaal spricht.
Bis zum aktuellen Monat hat mehr als die Hälfte der öffentlich identifizierten Spender für das Ballsaal-Projekt seit besagten Spenden einen neuen oder erweiterten Bundesauftrag erhalten – im Gesamtwert von über mehr als 50 Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte aller Ballsaal-Spender haben seit ihrer Spende – das alles hat erst am 15. Oktober begonnen und ist erst etwa acht Monate her – einen neuen bzw. erweiterten Bundesauftrag im Wert von 50 Milliarden Dollar erhalten.
NOVEMBER 2025
Die Trump-Administration leitet Bundesmittel an ein Start-up Unternehmen für Selten-Erd-Metalle weiter, das direkte finanzielle Verbindungen zu seinem Sohn unterhält – 4. November
Weiter geht es im November 2025: Es sind nicht nur Trumps Unternehmer-Spender, die jetzt reich werden. Ein Teil des täglichen Betriebs im Weißen Haus besteht darin, kreative Wege zu finden, um Steuergelder an Trumps Kinder weiterzuleiten, was schier unglaublich klingt.
Die Trump-Administration kündigte Anfang November ein wirklich ungewöhnliches Geschäft an: Die Regierung, genauer gesagt das Pentagon, erwirbt eine Beteiligung in Höhe von 50 Millionen Dollar an einem einzigen Unternehmen für Selten-Erd-Metalle namens „Vulcan Elements“ und gewährt diesem ein mit Steuergeldern finanziertes Darlehen in Höhe von 620 Millionen Dollar. Das ist eine RIESENSUMME. Denn das Pentagon schließt normalerweise keine solchen Geschäfte ab.
Aber sie tut es, wenn Donald Trump Jr. einer der Hauptinvestoren des Unternehmens ist. Wir erfahren, dass die Beamten im Pentagon diesen Deal eigentlich nicht abschließen wollten – sie taten es nur, weil das Weiße Haus ihnen dazu den Befehl erteilte. Ein Beamter sagte: „Der Anruf kam aus dem Weißen Haus: Wir hatten das durchzuziehen!“
Vor dem Geschäft hatte Vulcan einen Wert von 200 Millionen Dollar. Donald Trump Jr. tätigte eine Investition, sein Vater brachte das Pentagon dazu, dem Unternehmen den Auftrag zu erteilen, um davor Anteile zu kaufen, sodass der Unternehmenswert über Nacht – von 200 Millionen Dollar auf 2 Milliarden Dollar – stieg und den Gewinn von Don Jr. verzehnfachte.
Ich meine, wie kann irgendjemand in diesem Gremium das rechtfertigen? Sie haben wahrscheinlich noch nicht einmal von dieser Geschichte, die es kaum in die Nachrichten schaffte, gehört. Aber unter normalen Umständen würde allein dieser Skandal – dass der Sohn des Präsidenten in das Unternehmen investiert, die Bundesregierung anschließend eine massive Investition tätigt, das Pentagon dies eigentlich nicht tun wollte, es aber nur tat, weil der Präsident es ihnen befahl, nachdem sein Sohn die Investition getätigt hatte und der Wert der Investition des Sohnes um das Zehnfache gestiegen war – allein schon ausgereicht hätte, um eine Präsidentschaft zu Fall zu bringen. Doch dieser Fall wird kaum wahrgenommen.
Militärstützpunkte verkaufen nun Wein und Apfelwein der Marke „Trump“. – 7. November
Drei Tage später wird bekannt, dass Trump angeordnet hätte, dass alle Läden in Stützpunkten und Einrichtungen der US-Küstenwache seinen Wein und Apfelwein unter seiner persönlichen Marke führen müssen, womit er direkt von seiner Kontrolle über unser Militär profitiert. Er sagt der Küstenwache: „Verkauft meine Produkte!“
Das war’s. Das ist gar nicht kompliziert. Einfach nur gewöhnliche, langweilige Korruption. Niemand scheint inzwischen wahrzunehmen, dass dies passierte oder dass es so etwas gibt, weil sich das alles mittlerweile normal anfühlt.
Trump begnadigt Betreiber eines Pflegeheims, der sich schuldig bekannt hatte, Patienten und Mitarbeiter betrogen zu haben – Begnadigung am 14. November 2025
Sieben Tage später – ihr spürt es auch: Das Tempo nimmt jetzt zu – Trump entlässt den Chef eines Pflegeheim-Imperiums, Joseph Schwartz, aus dem Gefängnis. Dieser Typ hat, ähnlich wie andere, seine Patienten, seine Mitarbeiter und das Finanzamt um Dutzende Millionen Dollar betrogen. Er war ein Steuerbetrüger. In seinen Einrichtungen starben Menschen aufgrund seiner Fahrlässigkeit. Er hat einfach Geld aus seinen Pflegeheimen gestohlen. Doch er zahlte eine Million Dollar an Lobbyisten mit Verbindungen zu Trump und dieser hat diesen Betrüger, nachdem er drei Monate verbüßt hatte, begnadigen lassen. Es gab keine Einsprache, wonach er unschuldig wäre. Es gab keinen Einspruch, wonach der Prozess manipuliert worden sei. Nein, dieser Typ wurde wegen massiven Betrugs verurteilt. Er hat Menschen Schaden zugefügt und er kam aus dem Gefängnis frei, weil er die richtigen Lobbyisten, die mit Trump in Verbindung standen, bezahlt hatte. So läuft das alles ab!
Es geht nicht nur darum, dass Trump reich wird, es geht nicht nur darum, dass Trumps Söhne reich werden. Es geht darum, dass jeder, der mit dem Präsidenten in Verbindung steht, reich wird. Es ist ein System, bei dem es um Begnadigungen gegen Geld geht.
DEZEMBER 2025
Trump-Regierung hebt Personalvorschrift für Pflegeheime auf, nachdem die Branche Millionen an Trumps Super-PAC [Political Action Committee] gespendet hatte – 2. Dezember
Wir sind jetzt im Dezember. Zwei Wochen später hebt die Trump-Administration aus heiterem Himmel eine Vorschrift aus der Biden-Ära auf, welche sicherstellen sollte, dass Pflegeheime über ausreichend Personal verfügten, um grundlegende Pflegestandards erfüllen zu können. Wir haben zahlreiche Belege dafür, dass unterbesetzte Pflegeheime höhere Sterblichkeitsraten nach sich ziehen, doch diese Vorschrift wird nun aufgehoben.
Ratet mal, was wir herausgefunden haben? Wir haben herausgefunden, dass Führungskräfte von Pflegeheimen sich zusammentaten und für ein privates Mittagessen mit Donald Trump zahlten – denn man darf ja Millionen von Dollar an mit Trump verbundene politische Organisationen spenden und erhält dafür eine private Audienz bei ihm. Beim Mittagessen baten sie ihn, die Vorschrift aufheben zu lassen. Er ordnete dies sofort an. Keine öffentliche Diskussion. Keine Prüfung der Sachlage. Die Leiter der Pflegeheime zahlten den Preis für ein Mittagessen und baten um die Aufhebung der Vorschrift, die dann aufgehoben wurde: Kein Verfahren – ein Mittagessen, das sie bezahlten. Sie baten um die Aufhebung der Vorschrift. Trump rief an und die Vorschrift wurde aufgehoben.
Fortsetzung mit Teil 3 folgt
Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
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UM berichtete über Trumps skurille Angstmacherei vor Kommunisten: HIER
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