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Bild: UME & AI

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) warnt vor erheblichen Schäden, etwa für die Gender-Forschung, sollte die AfD in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernehmen. Mit einem „länderübergreifenden Hilfsnetzwerk“ will sie Wissenschaftler auffangen, deren Forschungsbereiche möglicherweise nicht mehr finanziert werden.

Sachsen-Anhalt: Genderstudien und postkoloniale Forschung in Gefahr!

Noch bevor eine mögliche AfD-Landesregierung konkrete Entscheidungen über Hochschulen und Forschungseinrichtungen treffen konnte, wurden auf Bundesebene bereits „Schutzmaßnahmen” diskutiert. Bär befürchtet, dass die AfD der Wissenschaftslandschaft Sachsen-Anhalts „großen Schaden“ zufügen könnte.

Sind derart vorauseilende Ankündigungen eine legitime Sorge um die Wissenschaftsfreiheit oder bereits eine politische Vorverurteilung einer möglichen, demokratisch gewählten Regierung?

Grund zur „Sorge“ sind unter anderem die Genderstudien und die postkoloniale Forschung. Beides offensichtlich enorm wichtig für eine CDU-Ministerin! Die AfD fordert laut zitiertem Wahlprogramm, diese Forschungsrichtungen nicht länger beziehungsweise nicht in ihrer bisherigen Form aus Landesmitteln zu fördern. Im gegenständlichen AfD-Wahlprogramm steht:

„Während eine wissenschaftliche, etwa historische oder soziologische Beschreibung und Analyse des Verhältnisses der Geschlechterrollen selbstverständlich ihren Platz an der Universität hat, sind die Genderstudien, wie sie auf Judith Butler zurückgehen, ein politisches Programm und keine Wissenschaft“.

Derartige Programme will man in Zukunft nicht mehr finanzieren. Dazu gehört auch die „postkoloniale Forschung“, die man aus Sicht der AfD für überflüssig erachtet.

Besonders diskussionswürdig ist Bärs Vorschlag eines „länderübergreifenden Hilfsnetzwerks“. Sollten ganze Forschungsbereiche gestrichen werden, müssten Wissenschaftler nach ihren Vorstellungen möglichst an Universitäten anderer Bundesländer unterkommen. Irgendwie verständlich, denn was sollte man mit brotlosen „Gender-Forschenden“ sonst anstellen? Vom Verlust richtiger Handhabung zwischenmenschlicher Verhaltensweisen oder Beziehungen zwischen Mann und Frau bzw. sonstigen Geschlechtern gar nicht erst zu reden, wenn derartige Kapazitäten ihren Bildungsauftrag nicht mehr fortsetzen könnten!



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Von Redaktion

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