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Katie Zacharia hatte erst vor rund einer Woche das Amt als Pressesprecherin von US-Präsident Trump übernommen. Zacharia war die Nachfolgerin der zurückgetretenen Pressesprecherin Karoline Leavitt.

Peinlicher erster „Auftritt“

Bei ihrem ersten Auftritt vor der Presse am 13. Oktober fiel sie vor allem mit Versprechern und einem ungewöhnlich raschen Ende der Pressekonferenz nach nur wenigen Fragen auf.

In ihrem ersten und einzigen Briefing, las eine sichtbar nervöse Zacharia etwa zehn Minuten lang aus vorbereiteten Bemerkungen vor, dann beantwortete sie Fragen von nur drei Medien, Breitbart, Fox News und der Daily Mail. Sie verteidigte ihre Leistung schließlich gegenüber Fox News und erklärte, sie habe wenig Zeit zur Vorbereitung.

Zudem geriet Zacharia wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen unter Druck. Die Absolventin einer US-Jurafakultät hatte US-Medien zu Folge wiederholt eine Anwaltsbezeichnung genutzt, obwohl sie die entsprechende Zulassung dafür nicht bestanden hatte.

Zacharia hatte an der Pepperdine University im Bundesstaat Kalifornien Jus studiert und als Assistentin eines Rechtsprofessors gearbeitet. Hinweise auf eine Anwaltszulassung gibt es in ihrem Lebenslauf allerdings nicht. Die frühere Kommentatorin des Senders Fox News habe aber bei Fernsehauftritten und in Onlinenetzwerken immer wieder erwähnt, sie sei „Anwältin“, hieß es dazu in diversen Medienberichten. Das räumte sie inzwischen selbst ein.

Auf die Frage eines Reporters an Trump, ob er gerne vor ihrer Anstellung von der nicht bestandenen Prüfung gewusst hätte, ging Trump jedoch nicht direkt ein. Stattdessen beklagte er wiederholt den Umgang der Medien mit seiner Pressesprecherin. Zacharia habe einen schwierigen Start gehabt, meinte Trump dazu abschließend.

Durch Prüfung „gerasselt“

Das Wall Street Journal zitierte dazu am 15. Oktober eine anonyme Quelle mit der Aussage, dass Zacharia 2011, kurz vor ihrer Hochzeit und vor ihrem Umzug nach China, zur Anwaltsprüfung angetreten und durchgefallen sei. Auch an der Glaubwürdigkeit mehrerer LinkedIn-Einträge zweifelten verschiedene Fachleute.

Zacharia war die Nachfolgerin der zurückgetretenen Sprecherin Karoline Leavitt. Zuvor arbeitete Zacharia unter anderem für Trump Media and Technology, die Gruppe hinter der Truth-Social-Plattform des Präsidenten.

Die Anhängerin von Trumps Bewegung „Make America Great Again“ (MAGA, dt.: Macht Amerika wieder großartig) übernahm die Kommunikationsrolle im Weißen Haus zu einem Zeitpunkt, an dem Trumps Republikanern laut Umfragen schwere Niederlagen bei den, im November anstehenden Kongresswahlen, drohen.

Scheinbar ist damit Zacharia nur ein weiteres, in einer langen Reihe von Opfern, einer Verwaltung, die im Sinne von „Hingabe“ einstellt um dann zu spät zu entdecken, dass Hingabe keine Fähigkeit ist.



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Von ELA

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