Die Stadt Hamburg zahlt 122 Millionen Euro für die Betreuung unbegleiteter „minderjähriger Flüchtlinge“ (MUFL). Mehr als 70 Prozent der erfassten Empfänger sind bereits volljährig. Die AfD wirft dem rot-grünen Senat massive Verschwendung von Steuergeld vor.
Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit Der Status
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das klingt nach mutigen, vom Schicksal gebeutelten Kindern, die sich alleine auf den Weg nach Europa gemacht haben, um vor Krieg und Zerstörung zu fliehen oder um sich und ihren Familien zu Hause ein besseres Leben zu erkämpfen. Kein Wunder, dass es unzählige herzerwärmende Dokus und Reportagen über sie gibt, die natürlich auch eine Form emotionaler Erpressung darstellen.
Durchschnittlich 11.300 Euro pro Monat
Eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Thomas Reich (AfD) ergab, dass die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer in Hamburg immer größere Summen verschlingt. Innerhalb von vier Jahren haben sich die Ausgaben nahezu verdreifacht, im Jahr 2025 gab die Hansestadt rund 122 Millionen Euro für deren Inobhutnahme und anschließende Betreuung aus. Besonders brisant: Der Großteil der betreuten Migranten ist längst volljährig. Die AfD spricht von einer hemmungslosen Ausgabensucht der rot-grünen Landesregierung. Damit haben sich die Ausgaben gegenüber 2021, als noch 42,5 Millionen Euro anfielen, nahezu verdreifacht. Allein 95 Millionen Euro flossen 2025 in sogenannte Anschlusshilfen, weitere 27 Millionen in die Inobhutnahme.
Besonders hoch fallen die Kosten für die Erstversorgung aus. Pro betreuter Person errechnete der Senat für 2025 durchschnittlich rund 11.300 Euro monatlich. In der anschließenden Jugendhilfe waren es knapp 5.550 Euro im Monat. Damit erreichen die rechnerischen Jahreskosten je nach Betreuungsform rund 66.600 beziehungsweise 135.600 Euro. Interessant hierbei: Während die Ausgaben neue Höchststände erreichen, ist die Zahl der Inobhutnahmen unbegleiteter Minderjähriger in Hamburg zuletzt zurückgegangen. Nach Angaben des Statistikamtes Nord sank sie 2025 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent.
Das Problem beschränkt sich keineswegs auf Hamburg. Auch andere Bundesländer melden erhebliche Aufwendungen. Die jährlichen Betreuungskosten bewegen sich für unbegleitete minderjährige Ausländer vielerorts zwischen 60.000 und 100.000 Euro pro Person und Jahr.
Für diese Summen kommen nicht etwa direkte Geldzahlungen an die Migranten auf. Sie entstehen insbesondere durch Unterbringung und Betreuung. Und sozialpädagogische Leistungen.
Die meisten betreuten Migranten sind bereits erwachsen
Besonders bemerkenswert ist die Altersstruktur der Leistungsempfänger. Von insgesamt 1.348 zum Jahresende 2025 erfassten Personen erhielten 952 bereits Hilfen für junge Volljährige. Lediglich 232 bezogen Minderjährigenhilfe, weitere 164 befanden sich in Inobhutnahme. Somit waren mehr als 70 Prozent der erfassten Leistungsempfänger bereits volljährig. Möglich macht das Paragraf 41 des Sozialgesetzbuches VIII. Demnach können junge Erwachsene unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin Jugendhilfe erhalten, in der Regel bis zum 21. Lebensjahr, in begründeten Ausnahmefällen sogar darüber hinaus. Im Jahr 2025 wurde bei 466 überprüften Personen die Minderjährigkeit bestätigt. In 142 Fällen stellte sich dagegen heraus, dass die Betroffenen bereits erwachsen waren. Das entspricht rund 23 Prozent der abgeschlossenen Altersüberprüfungen mit diesen Ergebnissen.
Nicht mit einbezogen sind Individuen, die über ihr Alter lügen. Wer im Besitz von Augen ist und mit Migranten zu tun hat, kannte das Phänomen bereits. Abdul mit Vollbart und den Muskeln eines Erwachsenen in der 8. Klasse? Abdul ist vielleicht doch eher keine 14 , sondern schon 21, obwohl er behauptet, am 1. Januar 2012 geboren worden zu sein.
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