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Der Rennstall-West glaubte an totale Dominanz, bis der eigene Motor explodierte | Quelle: UM AI generiert

Im Zuge einer Pressekonferenz anlässlich des Besuchs des Premier- & Außenministers Kenias, Musalia Mudavadi, beantwortete Sergey Lawrow im Anschluss auch Fragen der Journalisten zur Lage in der Ukraine und in Nahost sowie zur schwindenden Rolle der EU im globalen Geschehen.

Das Transkript der Pressekonferenz von Sergey Lawrow
am 16.03.2026 in Moskau in deutscher Übersetzung

16.3.2026 – Der russische Außenminister, Sergey Lawrow zur globalen Krise | Quelle: Screenshot Video, Russisches Außenministerium

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben ausführliche und fruchtbare Gespräche mit meinem kenianischen Kollegen, Herrn M. Mudavadi, geführt. Wir haben unser Bestreben bekräftigt, die Traditionen der Freundschaft, des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Unterstützung, die bereits in der Zeit der Entkolonialisierung begründet wurden, weiter zu stärken.

Wir haben die beiderseitige Bereitschaft zur Entwicklung des politischen Dialogs bekräftigt. Wir haben uns für den Ausbau bilateraler praktischer Projekte ausgesprochen. Als vielversprechende Bereiche der Zusammenarbeit benannten wir Energiewirtschaft, einschließlich Kernenergie, Telekommunikation, Landwirtschaft, geologische Erkundung, Rohstoffgewinnung sowie Hochtechnologien, einschließlich Weltraumforschung.
[…]
Besondere Aufmerksamkeit widmeten wir der Lage in Afrika, das unserer Überzeugung nach eine der Säulen der sich herausbildenden multipolaren Weltordnung ist.
[…]
Wir tauschten unsere Einschätzungen zur Lage im Nahen Osten aus, unter anderem im Zusammenhang mit der bewaffneten Aggression der USA und Israels gegen den Iran und der tiefen Krise, in der sich die Palästinafrage befindet. Ein Lichtstreifen am Horizont ist bislang nicht zu erkennen. Wir möchten den UN-Sicherheitsrat darauf aufmerksam machen. Wir haben zudem betont, wie wichtig es sei, alle Handlungen im Konflikt der USA und Israels mit dem Iran, welche der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur Schaden zufügen, unverzüglich einstellen lassen.
[…]
Insgesamt halte ich unser heutiges Gespräch für nützlich. Wir freuen uns, dass der Herr Minister eine hochrangige Delegation anführt, der neben Mitarbeitern des kenianischen Außenministeriums auch angesehene Vertreter des kenianischen Parlaments angehören, für die während ihres Aufenthalts in Moskau Kontakte mit Kollegen aus der Staatsduma der Russischen Föderation geplant sind, die auf eine gute Vergangenheit und vielversprechende Perspektiven zurückblicken.
[…]
Frage: Moskau erklärte sich bereit, als Vermittler für eine friedliche Lösung des Konflikts im Nahen Osten aufzutreten. Welche Risiken für die globale Sicherheit und Stabilität der weltweiten Energiemärkte würden sich durch Fortsetzung der Kampfhandlungen in dieser Region ergeben?

Sergey Lawrow: Verstehe ich Sie richtig, dass Sie unter dem Konflikt im Nahen Osten die Situation rund um den Iran im Persischen Golf meinen?
Dazu möchte ich gerade heraus sagen: Früher, wenn man von „Nahost“ sprach, meinte man in erster Linie das Palästina-Problem – das Problem bezüglich der Gründung eines palästinensischen Staates gemäß den UN-Beschlüssen, die seit Jahrzehnten offen sabotiert werden. In letzter Zeit wurde schon offen erklärt, dass es keinen palästinensischen Staat geben werde. Jetzt, da die Aggression der Vereinigten Staaten und Israels gegen die Islamische Republik Iran begonnen hat, sprechen alle von einer Krise, einem Konflikt im Nahen Osten, aber dabei ist keineswegs Palästina gemeint. Palästina wird dabei getrost vergessen!

Wir sind der Ansicht, dass dies einen schwerwiegenden Schlag für das Ansehen der internationalen Gemeinschaft, vor allem der Vereinten Nationen, bedeuten würde. Hier müssen sich alle und vor allem die Länder der Region, die arabischen Länder, ihrer Verantwortung bewusst werden. Wir sind bereit, einen solchen Ansatz aktiv zu unterstützen, um die Vereinten Nationen für ihre getroffenen Entscheidungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Was die Lage rund um den Iran betrifft, so ist unsere Position bekannt. Wir haben sie in mehreren Erklärungen dargelegt. Wir werden weiterhin unsere Einschätzungen zu den Geschehnissen abgeben. Das Wichtigste ist die grundlose Aggression, die nicht ohne Reaktion bleiben konnte.

Diejenigen, welche Angriffe auf die Islamische Republik Iran geplant hatten – wie bereits im Juni 2025 während den Verhandlungen – rechneten damit, dass sie innerhalb eines Tages oder innerhalb weniger Stunden dieses Land vollständig unterwerfen könnten. Inzwischen erkennen sie, wie sehr sie sich geirrt und getäuscht hatten.

Natürlich verteidigt sich der Iran. Er reagiert auf die Aggression mit Angriffen auf die in der Region befindliche militärische Infrastruktur derjenigen Länder, die ihn angegriffen haben. Zu unserem großem Bedauern haben darunter auch die Staaten des Kooperationsrats der Arabischen Golfstaaten [Gulf Cooperation Council] zu leiden.

Wir rufen dazu auf, die Kampfhandlungen einzustellen und sich an den Verhandlungstisch zu setzen, sofern das Vertrauen in die Verhandlungen noch vorhanden ist.

Zweitens muss als dringlicher, vorrangiger Schritt alles getan werden, damit alle Beteiligten dieser Krise Handlungen unterlassen, welche ziviler Infrastruktur Schaden zufügen und zu Opfern unter der Zivilbevölkerung führen würde. Das betrifft sowohl die arabischen Golfstaaten als auch die Islamische Republik Iran.

Das sind absolut dringliche Angelegenheiten. Ich hoffe, dass wir gemeinsam mit anderen einsichtigen Staaten versuchen werden, einen solchen Ansatz auf internationaler Ebene voranzutreiben.

Der Verlauf dieses Konflikts bleibt schwer vorherzusagen. Kürzlich sagte US-Präsident Donald Trump, dass der Iran „vernichtet“ sei. Am selben Tag erklärte hingegen ein Sprecher der israelischen Verteidigungskräfte: „Wir haben noch tausend Ziele vor uns. Wir werden mindestens bis zum Pessach-Fest an diesen Zielen arbeiten!“ – also noch mindestens drei Wochen.

Daher ist es schwer vorherzusagen, welche Folgen diese Krise nach sich ziehen und wie sie enden könnte, falls man jetzt nicht sofort innehielte, zur Vernunft käme und damit beginnen würde, Vereinbarungen auszuarbeiten, die dieses Mal von niemandem zunichte gemacht würden.

Dazu wären Garantien erforderlich: Ich verstehe sehr gut, dass der Iran diese benötigt!

Derzeit sprechen alle über die Straße von Hormoz. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, er habe den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian angerufen und gefordert, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormoz gewährleisten zu lassen.

Aus irgendeinem Grund kümmert sich niemand um die Freiheit der Schifffahrt im Mittelmeer und in der Ostsee, wo Fälle illegaler Entführungen von Tankern häufiger geworden sind. Im Mittelmeer und im Schwarzen Meer haben ukrainische Terroristen Tanker angegriffen:

„Arctic Metagaz“ voll mit Gas und steigendem Risiko einer Umweltkatastrophe vor Malta | Quelle: Topwar.ru

Einer davon – die „Arctic Metagaz“ – steht mittlerweile vor dem Sinken und treibt [ohne Mannschaft] im Mittelmeer. Im Schwarzen Meer wurde auch ein griechischer Tanker angegriffen, wie auch die Infrastruktur der Gaspipelines „TurkStream“ und „Blue Stream“.

All dies geht einher mit der Krise um die Straße von Hormoz, wie auch Drohungen der Bewegung „Ansar Allah“ zur Blockade der Straße von Bab el-Mandeb [zwischen Rotem Meer und Golf von Aden] Natürlich wollen all jene, welche Terrorakte gegen die Energieinfrastruktur und Tanker, die Kohlenwasserstoffe transportieren, verüben, parallel zu diesen Ereignissen, die eine Reaktion auf Aggression darstellen, auch Aufmerksamkeit auf sich selbst lenken.

Man kann erkennen: Ich habe mit der Situation rund um den Iran direkt begonnen, aber die Folgen reichen viel weiter. Sie sind längst nicht mehr nur regional beschränkt, doch erreichen globale Dimension.

Ich betone noch einmal: Wir möchten uns gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten für eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen auf der Suche nach einer politischen Lösung einsetzen. Wir sind bereit, wie der russische Präsident Wladimir Putin schon mehrfach betonte, in diesem politischen Prozess eine Vermittlerrolle zu übernehmen, falls dies gefragt sein sollte.

Wir sind der Ansicht, dass wir über solche Möglichkeiten verfügen. Wenn jedoch unsere amerikanischen Kollegen sagen, dass ihr Hauptziel darin bestünde, das gesamte angereicherte Uran an sich zu nehmen (etwas mehr als 400 Kilogramm – Uran jeglichen Anreicherungsgrades) und dass dies ihr Interesse sei, dann geht es nicht mehr um Verhandlungsbereitschaft, nicht um die Bereitschaft, die guten Dienste der Russischen Föderation in Anspruch zu nehmen, wie es 2015 der Fall gewesen ist, als die Vereinbarung über das iranische Atomprogramm geschlossen und vom UN-Sicherheitsrat gebilligt wurde.

Es stellt sich heraus, dass die Vereinigten Staaten diese Energieressource einfach für sich beanspruchen wollen, genauso wie sie praktisch alle Kohlenwasserstoffressourcen für sich beanspruchen wollen, sei es in Lateinamerika, im Karibischen Raum, am Persischen Golf oder in anderen Regionen unseres unermesslichen Planeten.

Frage: Man kann sagen, dass einer unserer einst engsten Verbündeten in Europa, der serbische Präsident Aleksandar Vučić, gestern in einem Interview mit der „Deutschen Zeitung“ zunächst Moskau der Energieerpressung bezichtigte und anschließend indirekt zu verstehen gab, dass Serbien den Export seiner Waffen wieder aufnehmen werde. Bereits im Sommer gab es einen Skandal in diesem Zusammenhang; damals erklärte Belgrad, jeglichen Export aussetzen zu lassen, doch nun könnte dieser wieder aufgenommen werden. Zum heutigen Tag scheint das Moratorium praktisch aufgehoben. Wie könnte sich dies auf die bilateralen Beziehungen zwischen Moskau und Belgrad auswirken?

Im Zusammenhang mit Europa noch eine Frage: In der westlichen Presse sind gestern Artikel erschienen, in denen behauptet wird, dass europäische Diplomaten kürzlich nach Russland gereist seien und ihre Absicht bekundet hätten, sich am Verhandlungsprozess zur Ukraine zu beteiligen. Angeblich seien diese Vorschläge abgelehnt worden. Könnten Sie dies bestätigen oder dementieren? Wie stehen die Aussichten für eine Beteiligung der EU-Länder an den Verhandlungen?

Sergey Lawrow: Zur ersten Frage. Ich habe das Interview des serbischen Präsidenten A. Vučić mit der „Deutschen Zeitung“ nicht gelesen. Die Problematik besteht, dass in Serbien hergestellte Waffen in die Hände des Regimes von Wolodymyr Selenskyj gelangen und zur Durchsetzung seiner russophoben Ziele im Stil der Nazis eingesetzt werden könnten. Es gab solche Informationen und unser Auslandsnachrichtendienst hat sie veröffentlicht.

Wir haben ein Gespräch mit unseren serbischen Kollegen geführt. Es wurde diesbezüglich eine Einigung erzielt. Wir gehen davon aus, dass diese Einigung weiterhin Bestand hat. Zu irgendwelchen Verweisen auf das Interview kann ich mich einfach nicht äußern, da ich es nicht gesehen habe. Wir stützen uns auf die vormals erzielten Vereinbarungen. Ich habe gehört, dass der serbische Präsident A. Vučić bei einer Rede in Serbien erklärt hätte, er könne die Mitarbeiter der Unternehmen des Verteidigungsindustriekomplexes nicht arbeitslos machen. Er merkte auch an, dass er den Verkauf von Waffen an Drittländer nicht ablehnen könne und auch nicht garantieren müsse, wie und wohin diese Waffen schließlich weitergingen. Ich wiederhole noch einmal: Wir gehen von klaren Vereinbarungen mit unseren serbischen Partnern und Kollegen aus.

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt, in dem die EU der leidenschaftlichste Befürworter und „Unterstützer“ Kiews ist, darf die Haltung Serbiens gegenüber der EU-Perspektive nicht unerwähnt bleiben. Der serbische Präsident A. Vučić hat wiederholt betont, dass Serbiens Bekenntnis zur EU-Perspektive uneingeschränkt bestehen bliebe. Serbien gilt bereits seit mehreren Jahren und, wie es scheint, auch weiterhin als Kandidat für den Beitritt zur Europäischen Union. Wir haben Serbien gefragt: Falls Sie diesen Kurs als unumkehrbar festgelegt hätten, wie es dann mit den beiden Ultimaten weitergehen sollte, welche die Europäische Union gestellt hatte, bevor Fortschritte auf dem Weg zum EU-Beitritt Serbiens erzielt werden könnten? Die erste Forderung lautet, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Die zweite Forderung lautet, sich vollständig der Politik der Europäischen Union in internationalen Angelegenheiten und Sicherheitsfragen anzuschließen, einschließlich der Teilnahme an Sanktionen gegen Russland. Dieses Thema bleibt aktuell, da man in der Brüsseler Bürokratie offenbar versteht, dass sich Serbien in einer sehr schwierigen Lage befinde. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass die Brüsseler Bürokratie mit der Forderung, die außenpolitischen und sicherheitspolitischen Maßnahmen der Europäischen Union uneingeschränkt zu unterstützen, dies auch von Serbien verlangt und darunter in erster Linie den Beitritt zum Krieg gegen Russland in der Ukraine versteht. Aber ich wiederhole noch einmal: Wir gehen davon aus, dass die mit unseren serbischen Freunden erzielte Einigung weiterhin Gültigkeit behält!

Was die zweite Frage angeht, so hat Dmitry Peskow diese Indiskretionen kommentiert und bestätigt, dass ein Vertreter Frankreichs zu Besuch [in Moskau] war. Das war tatsächlich der Fall. Aber der französische Gesandte hat nichts Neues mitgebracht. Dmitry Peskow hat dies klar zum Ausdruck gebracht. Nichts, was nicht bereits öffentlich aus Paris zu hören gewesen war, haben wir im Rahmen dieser vertraulichen Kontakte erfahren. Übrigens haben die Franzosen, die um einen solchen Kontakt gebeten hatten, in ihrer Bitte den Wunsch geäußert, dass dieser Kontakt vertraulich bleiben sollte. Letztendlich haben die Franzosen besagte Information, wie Sie verstehen, selbst „durchsickern“ lassen. Ich weiß nicht, aus welchem Zweck. Vielleicht, um zu zeigen, dass Europa sich bemühe, doch nicht an den Verhandlungen teilnehmen dürfe. Das zum zweiten Teil Ihrer Frage.

Europa wurde früher zu den Verhandlungen nicht nur zugelassen, sondern es war seit 2014 der Hauptverhandlungspartner, als es gelang, die Spannungen auf dem „Maidan“ dank eines Abkommens zu entschärfen, das zwischen dem damaligen Präsidenten Wiktor Janukowitsch und der Opposition unterzeichnet worden war. Die Garanten dieses Abkommens im Februar 2014 waren Mitglieder der Europäischen Union – Frankreich, Deutschland und Polen!

Am nächsten Tag trat die Opposition dieses Abkommen mit Füßen, besetzte Regierungsgebäude und rief zur „Jagd“ auf den Präsidenten der Ukraine aus. Als wir uns an die Europäer mit der Bitte wandten, die Opposition zur Vernunft bringen und sie zur Einhaltung der Vereinbarungen zwingen zu lassen, zuckten sie mit den Schultern und sagten damals, genau wie heute, dies seien Kosten der Demokratie. Auch heute sagen sie noch, dass es sich zwar um „demokratische Prozesse“ handelte, diese aber manchmal auch blutige Züge annehmen können. Damals war die Europäische Union der Hauptverhandlungsführer, doch hat ihre Aufgabe verfehlt!

Ein zweites Mal kam der Europäischen Union eine ähnliche Rolle zu, als die damalige deutsche Bundeskanzlerin Angelika Merkel und der französische Präsident François Hollande im Februar 2015 gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die Minsker Vereinbarungen unterzeichneten. Sie stellten dies in jeder Hinsicht als Vermittlungserfolg Berlins und Paris’ im Namen der gesamten Europäischen Union dar. Nur um später zuzugeben (sowohl Angelika Merkel als auch François Hollande wie auch Petro Poroschenko taten dies), dass sie gar nichts umzusetzen gedachten und auch nicht vorhatten, dies zu tun. Und das, obwohl diese Vereinbarungen vom UN-Sicherheitsrat gebilligt worden waren. Hingegen hätte gegolten, Zeit zu gewinnen, um die Ukraine „bis an die Zähne“ bewaffnen zu lassen. Heute nennen sie diese „eisernes Stachelschwein“ oder „stahlhartes Stachelschwein“. Sie pflegen viele solche „Gewohnheiten“. Ein zweites Mal hatte die Europäische Union eine Chance erhalten, und nicht nur diese, sondern eine Vereinbarung!

Ein drittes Mal hätte die Beilegung bereits im April 2022 stattfinden können, hätten nicht Personen, wie Boris Johnson und EU-Politiker eingegriffen und Kiew davon abgehalten, das Abkommen umzusetzen, das von den Ukrainern selbst vorgeschlagen und bereits paraphiert worden war.

Es ist also nicht so, dass irgendjemand die Europäische Union „nicht hereinließe“. Die EU hat sich selbst bereits vollständig diskreditiert. Wenn ich mir die Erklärungen der Franzosen, Deutschen und Brüsseler Bürokraten anhöre, sehe ich nichts, was konstruktiv im Hinblick auf einen Fortschritt bei den Verhandlungen gewertet werden könnte. Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt bekräftigt, dass wir uns eindeutig für eine Verhandlungslösung einsetzten. Da aber das Regime in Kiew dazu nicht bereit sei, werden wir die Ziele der speziellen Militäroperation „vor Ort“ erreichen, was auch derzeit geschieht.

Was ich abschließend noch hinzufügen möchte: In letzter Zeit sind aus europäischen Hauptstädten und aus Washington Äußerungen zu vernehmen, die im Wesentlichen darauf hindeuten, dass die Amerikaner im Gegensatz zu den Europäern die Notwendigkeit betonen, eine Problemlösung anzustreben, welche die Realitäten „vor Ort“ mit der vollständigen Befreiung des Donbass anerkennt. Dies steht in vollem Einklang mit den Zielen unserer speziellen Militäroperation. Die USA verstehen, dass dies notwendig wäre, um die Ursachen des Konflikts zu beseitigen.

Die zweite Ursache ist jedoch die Existenz eines Nazi-Regimes in Kiew. Genau dieses wollen die Europäer auf dem Gebiet, das der Ukraine noch verbliebe, unbedingt halten. Dieses Regime wird seine feindseligen antirussischen Aktivitäten fortsetzen. Man plant, irgendwelche „Stabilisierungstruppen“ in solches Gebiet zu entsenden. Das würden Besatzungstruppen sein, die eine Bedrohung für die Russische Föderation darstellen würden. Wir haben uns dazu bereits mehrfach geäußert. Was wäre das für eine „Regelung“, die ein Nazi-Regime bewahrte, das …

  • die russische Sprache in allen Bereichen verboten hat!
  •  Geschichte für alle Gebiete verboten hat!

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass sich jene Geschichte auf die Ukrainische SSR [Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik] bezieht und sich damit gegen alles Russische in Feindschaft setzt?

Wolodymyr Selenskyj bezeichnete bereits im September 2021 diejenigen, die sich gegen den Staatsstreich von 2014 auf der Krim und im Donbass auflehnten, als „Kreaturen“ und nicht Menschen. Jetzt wurde er zur Krim befragt. Er gab westlichen Journalisten ein Interview und sagte einmal mehr, dass er die Krimbewohner nicht als Menschen betrachte. Einen solchen Menschen will man an der Spitze eines Staates halten, der auf Betreiben des Westens diesen in ein Neo-Nazi-Gebilde verwandelt hat. Dass die Hauptsponsoren dazu Deutschland und die baltischen Staaten sind, zeigt, dass sich der Nazismus in den europäischen Hirnen und Plänen fest verwurzelt hat.

Frankreich verrät natürlich die Grundsätze von General Charles de Gaulle und nimmt im Grunde dieselbe nachgiebige Haltung ein, welche die Vichy-Regierung während des Zweiten Weltkriegs eingenommen hatte. Das ist ein äußerst ernstes Problem. Es geht nicht so einfach, wie man jetzt meint, um nur an der Kontaktlinie Halt zu machen und alles würde gut sein: Das wäre nicht der Fall!

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Sergey Lawrow: Wie die EU auf diplomatischer Bühne sich zum Polit-Zwerg machte“

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