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Was will Trump?

Von FRITZ ERIK HOEVELS | Seit sich Trump mit der Entführung Maduros und der Ermordung mehrerer Dutzend seiner Leibwächter in die Fußstapfen der Entführer Noriegas, also seiner Amtsvorgänger, gestellt hat, ist die Pressehetze gegen ihn, zuvor die unermüdlichste und gemeinste, die es je gegeben hat (außer der historischen Hetze gegen die frisch gegründete Sowjetunion!), deutlich moderater geworden. Und nach seinem durch nichts gerechtfertigten Angriff auf den Iran reisten sogar die servilsten Geschöpfe seines Militärblocks zu ihm an, um ihm die Stiefel zu lecken und zu seinem ungeheuerlichen Übergriff zu schweigen.

(Darüber mußte die gleichgeschaltete Presse ihrer Heimatländer zwar ein bißchen meckern und Alibis bei anderen EU-Satrapen suchen – ein Spanier soll weniger servil gewesen sein –, um das höchste Gut nicht zu gefährden, nämlich den Glauben an ihre sogenannte Unabhängigkeit, ohne den die Wahlen richtig interessant würden, blieb aber bei der Benennung des ungeheuerlichen Sachverhalts schwammig und schleimig, so sehr gerade bei diesem ihre sonst so locker sitzenden harschen, bislang maschinengewehrhaft prasselnden Schmähworte gegen Trump endlich einmal am Platz gewesen wären.)

So widerwärtig das Mullah-Regime ist, dem die europäischen Regierungen jahrzehntelang fairständnisvoll auch bei dessen größten Schändlichkeiten geradezu „in den Arsch krochen“ – von Steinigungen, Vergewaltigungen weiblicher Gefangener, Säureattentaten auf Unverschleierte bis hin zu ernst gemeinten und auch folgenreichen Mordaufrufen gegen bekannte EU-Bürger (man vergesse nicht Khomeinis erfolgreiche Anrempelung Rudi Carrells, die ihm den Weg zum prompten Mordaufruf gegen Rushdie eröffnete), um nur weniges zu nennen –, so wenig ist der von ihm regierte Iran ein Grenznachbar der USA, den deren Feinde mit Kriegsgerät vollgepumpt hätten, so daß ein Präventivschlag in der Tat Fairständnis verdienen könnte, ganz im Gegenteil. Auch hat die von Khomeini angeführte persische Revolution weder ausländische Strippen­zieher noch Euros benötigt, sehr im Gegensatz etwa zum ­Maidan-Putsch oder zum Staatsstreich gegen Mossadegh.

Den „Friedenspräsidenten, als welcher Trump tatsächlich angefangen und seine erste Amtszeit mustergültig verbracht hat, hat er also drastisch über Bord geworfen und sich in die lange Serie seiner Vorgänger eingereiht. Daß er sich dabei nicht hinter Heuchelei und allerhand Rauchvorhängen versteckt, wohl aber die widerlichsten Imperatorensprüche gegen seine vorgesehenen Opfer losläßt, statt z.B. mit einer erpressten UNO oder Gemeinschaftskunde-Unterrichtsphrasen zu wedeln, verhindert zwar den Ekel vor ihm, macht ihn aber nicht besser. „Dafür haben wir ihn nicht gewählt!“, sagen mit Recht jetzt nicht ganz wenige Wortführer der MAGA-Bewegung, und dafür haben wir ihn auch nicht unterstützt, sagen wir hiermit. Aber was unterscheidet Trump dann noch von seinen Vorgängern, wozu das von ihnen nimmermüde entfachte blockweite Getöse gegen ihn, und vor allem: was will er eigentlich?

Unsere bisherige Vermutung – vor dem Überfall auf Venezuela und der Blockade Kubas – war, daß es ihm darum ging, den Vorwurf mangelnden Imperialismus´ loszuwerden, der ihn seinen rechten Wählerrand kosten könnte, und auf anderes als das notorisch wankelmütige Volk kann sich Trump nicht stützen – er braucht über 50 % Wähler, in Wahrheit sogar mehr, um die Wahlfälschungen ausgleichen zu können, die er zumindest in jenen Bundesstaaten seines Landes nicht ganz verhindern kann, die sich fest in der Hand seiner Todfeinde befinden. Diese schuf er sich von Anfang an, indem er deren Kapitalexport in Billiglohnländer durch Schutzzölle verdarb und die Lohndrückereinschleusung aus dem hoffnungslos überbevölkerten und verarmten Lateinamerika zu unterbinden suchte, letzteres mit vorläufig nur mäßigem Erfolg. Damit ist klar, daß er die Verelendung seines eigenen Volkes verhindern will, und das erklärt vollauf die Todfeindschaft des von Soros, Gates, Rockefeller usw. geführten, so gut wie ausschließlich US-Bürgern gehörenden bzw. als deren „Stiftung“ regierten Mega-Kapitals gegen ihn; alles andere ist Gewäsch. Aber was hat er mit den anderen Völkern vor? Etwas anderes als die besagte SRG-Bande oder doch dasselbe?

Aufgefallen war jedem Menschen, der sich mit Recht vor einer US-imperialistischen Pangäa fürchtet, daß Trump die Vernichtung der rest-russischen Souveränität, in deren Windschatten China erstarken und sich bis heute als somit vorletzter souveräner Staat außerhalb der USA halten konnte (wenn wir das wiederum in dessen Windschatten existenz­fähige Nordkorea, das umzingelte Kuba und den gerade zur Eroberung anstehenden Iran ausnehmen), aufzuhalten suchte und gegen den kreischend-zappelnden Widerstand der SRG-hörigen EU bisher auch konnte. Aber durch Eroberung und Vernichtung des noch souveränen Irans schneidet er besonders China von dessen letzten größeren Öllieferanten und Rußland von einem seiner raren militärischen Verbündeten und Drohnen­lieferanten ab. Ein Vasallenstatus dieser beiden letzten aus eigener Kraft lebensfähigen und nicht von Marionetten der SRG-Bande ­regierten ­Staaten wird also auch von ihm angestrebt – wo bleibt dann Trumps programmatischer Unterschied zu seinen Todfeinden, die mittels ihres globalen Kapitalmonopols auch alle nennenswerten Medien des riesigen Westblocks regieren und dadurch bislang alle Wahlergebnisse und damit Gesetze und Gewaltäußerungen der Staaten bestimmen konnten?

Von der Verelendungsbremse im eigenen Land sowie, extrem wertvoll, einem ernsthaften Einsatz für die Meinungsfreiheit und gegen die gröbsten Exzesse der notorischen Lügenmedien, z.B. BBC, abgesehen, nicht gerade viel. Bemerkenswert ist aber, daß Trumps neue imperialistische Aktivität und nicht nur Phraseologie – Grönland, das so dringend erobert werden müssen soll, ist ja mittels Thule und mancher anderen Militäraktivitäten längst ebenso fest in US-Hand wie Island seit den letzten Monaten des 2. Weltkriegs; dieses Säbelrasseln kann also nur der Loyalisierung der Dummköpfe und Ignoranten innerhalb Trumps rechtem Wählerrand dienen – seine Wählerbasis im Volk gerade wieder gefährdet, denn was er am rechten Rand gewinnen oder festigen mag, verliert er dadurch am weitaus größeren linken. (Wo der wohl herkommt?! Nun, wen die Lügenpresse nicht erfolgreich zum Idioten machen konnte, weiß: Arbeiter verelenden nicht gerne, und was ihnen durch ihre Gegenwehr an Lohn über das Existenzminimum hinaus gezahlt werden muß, fehlt den Herren Soros & Co. für ihren Eigenbedarf und ihre Kriegskasse, weswegen Arbeiter im Gegensatz zu Beamten und Propagandisten stets das genuin linke und daher auch Trumps entscheidendes Wählerreservoir abgeben.)

Warum also riskiert Trump durch seine imperialistischen Aggressionen, den besten und auf jeden Fall recht großen Teil seiner Wählerschaft zu vergrätzen?

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Ketzerbriefe 256 – Flaschenpost für unangepaßte Gedanken, 79 S., € 5.-,
ISSN 0930-0503 / ISBN 978-3-89484-319-9
Im Abonnement (6 Hefte) € 37,50 inkl. Versandkosten

Inhalt

  • Was will Trump?
    von Fritz Erik Hoevels
  • Die Mörder von Quentin Deranque und ihre Hintermänner
    Justice pour Quentin Deranque!
    von Max Roth
  • „Dialektischer Materialismus“ – toter Hund oder Höchstform des wissenschaftlichen Denkens?
    von Fritz Erik Hoevels

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Von Redaktion

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