Der aktuell in den Raum gestellte Abzug amerikanischer Truppen aus Europa mag vielleicht als eine momentane, verrückte Reaktion Donald Trumps im Rahmen seiner, in der Zwischenzeit sattsam bekannten mad-man-Strategie erscheinen, als Reaktion auf die aus seiner Sicht unkooperativen Europäer im aktuellen Iran-Krieg.
Tatsächlich könnte hinter dieser Entscheidung jedoch eine langfristige Strategie stecken!
Von FRANZ FERDINAND | Wie an dieser Stelle immer wieder thematisiert, geht es der USA in aller erster Linie um die Verteidigung des Petrodollar Systems, auf dem die Dollarhegemonie beruht, die es der USA erlaubt, jährlich etwa eine Billion frisch gedruckte (oder elektronisch erzeugte) Dollars in der Weltwirtschaft als günstige Kredite unterzubringen. Dieser Betrag entspricht im Wesentlichen dem jährlichen amerikanischen „Verteidigungshaushalt“ und ermöglicht den Unterhalt der 11 Flugzeugträger und etwa 800 Stützpunkte weltweit. Das Petrodollar System ist somit der Kern der US-amerikanischen globalen Vormachtstellung.
Um diese Vorherrschaft zu beenden, muss also das Petrodollar System und damit die Dollarhegemonie beseitigt werden.
Dies ist auch das erklärte Ziel der BRICS-Gruppe und wurde schon von anderen Akteuren in der Vergangenheit wie beispielsweise Saddam Hussein und Muarmar al-Gaddafi betrieben. Diese beiden bezahlten diesen Versuch mit ihrem Leben!
Bei den beiden Irak-Kriegen und den Krieg gegen Libyen ging es, genauso wie bei der Aktion gegen Venezuela und dem aktuellen Iran-Krieg nur um das Petrodollar System.
Bei den Irak-Kriegen und dem Krieg gegen Libyen waren die NATO-Verbündeten noch begeistert mit von der Partie! Im Falle des Iran-Krieges ist jedoch plötzlich alles anders:
Die EU hat sich in den Krieg gegen Russland verbissen, der ja ursprünglich auch von den USA provoziert wurde. Die EU muss jetzt die vollen Kriegskosten der Ukraine berappen, um den sofortigen Kollaps dieser Korruptions-Hochburg Ukraine zu vermeiden. Für einen Krieg gegen den Iran fehlen jetzt jedoch die Mittel. Obendrein stehen die Bedürfnisse der Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland in Konkurrenz zu den Bedürfnissen Israels und der USA im Krieg gegen den Iran. Man denke nur an den gewaltigen Raketenverbrauch in den letzten zwei Monaten. Es wird Jahre brauchen um diesen Verbrauch zu ersetzen!
Die beiden Kriege gegen Russland in der Ukraine und dem Iran überfordern die westlichen Eliten eindeutig. Es ist der klassische Fall der Überdehnung eingetreten. Beides zusammen ist nicht bewältigbar. Die USA hat ihren Schwerpunkt im Krieg gegen den Iran und die EU ihren Fokus auf den Krieg gegen Russland.
Somit trennen sich die Wege zwischen der EU und der europäischen NATO-Verbündeten auf der einen und der USA auf der anderen Seite.
Donald Trump hat dies offenbar schon seit Längerem verstanden. Obendrein sind die EU und die USA sowieso wirtschaftliche Konkurrenten. Für die USA macht daher eine Annäherung an Russland wesentlich mehr Sinn, als diesen ungewinnbaren Krieg gegen Russland weiter zu führen.
Denkt man an die Zeit nach dem Ukraine-Krieg, so ist Russland für jeden Akteur in einer multipolaren Welt mit seinen gigantischen Ressourcen der ideale Partner!
Für die EU würde eine Annäherung an Russland ebenfalls mehr Sinn machen, als sich in diesen unsinnigen Krieg weiter zu verbeißen, aber die europäischen Eliten sind momentan zu verbohrt und haben sich auch viel zu sehr verrannt, um jetzt das Steuer um 180 Grad herumzureißen!
Obendrein träumen diese Dummköpfe immer noch von einem Regime-Change in Moskau, den man durch den Stellvertreterkrieg gegen Russland erzwingen will.
Es ist daher nur logisch, dass sich die USA aus der NATO längerfristig zurückzieht!
Wladimir Putin scheint diesen Bruch offenbar auch verstanden zu haben. Wer weiß, was Putin und Trump bei ihrem neunzigminütigen Telefongespräch am 29.April so alles besprochen haben?
Wahrscheinlich hat man diese Entwicklung auch in der EU schon länger erkannt, ohne in der Öffentlichkeit darauf breit einzugehen. Jedenfalls würde das dann das immer rabiater werdende Verhalten der EU gegen Russland erklären. Man fantasiert den baldigen Krieg gegen Russland herbei, um die USA in der NATO bei der Stange zu halten und riskiert dabei, dass eines Tages wirklich ein Krieg mit Russland ausbricht!
Es wird auch verständlich, wieso Wladimir Putin auf die ständigen Eskalationen der EU zurückhaltend reagiert, obwohl die russische Seele längst kocht und manche russische Kommentatoren bereits einen atomaren Präventivschlag gegen den Westen fordern (siehe z.B. https://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/wladimir-solowjow-putin-propagandist-droht-westen-mit-nuklearem-pr%C3%A4ventivschlag/ar-AA1XzVmM).
Putin dürfte hingegen damit rechnen, dass er seinen Sieg über die EU in der Ukraine unter Umständen sogar auf dem Verhandlungsweg erreichen kann, wenn er nur geduldig wartet. Letztlich schadet der von Donald Trump angezettelte Iran-Krieg der EU am meisten und nutzt auf der anderen Seite Russland, was nebenbei bemerkt den Zwist zwischen den USA und der EU auch nicht gerade mindern wird! Obendrein ist Russland im Iran-Krieg bereits ein unverzichtbarer Vermittler, was seine Rolle auch im Ukraine-Krieg stärken könnte!
Jedenfalls fehlt Putin für sein Kriegsziel in der Ukraine nur noch das Städtedreieck Kostjantyniwka, Kramatorsk und Slowjansk. Insgesamt ist das ein Gebiet von etwa 1000 bis 1500 Quadratkilometer. Um Kostjantyniwka wird bereits seit Längerem gekämpft und gegen Kramatorsk und Slowjansk rücken die russischen Truppen langsam aber sicher vorwärts. Offenbar hat man auf der russischen Seite bei diesem Vorrücken keine Eile. Man setzt vielmehr auf ständige Bombardierungen durch Drohnen und Gleitbomben und will so die ukrainischen Truppen langsam zermürben. Diese drei Städte sind sowieso nur noch Trümmerhaufen und es kann gut sein, dass die Ukraine dieses Gebiet aufgeben muss, wenn die EU ohne Amerika und gebeutelt durch eine Wirtschaftskrise diesen Krieg nicht weiter stemmen kann.

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