Wir leben in Zeiten der Überkommunikation. Das kann das Wesen und die Merkmale eines typischen Leserbriefes leicht vergessen machen. Briefe an die Redaktion sollten Meinung und Kommentare der Leser zu UM-Artikeln zum Ausdruck bringen. Doch zugleich sollten die Verfasser darauf achten, sich prägnant zu fassen und am Thema des UM-Artikels nicht vorbeizugehen.
Von Redaktion: Hinweise & Etikette [H&E] für Verfasser von Leserbriefen [LB] an UNSER-MITTELEUROPA [UM]
Leserbriefe an UM sollten kurz gehalten sein und sich stets auf die Inhalte des UM-Artikels beziehen. Das heißt, Leserbriefschreiber sollten es unterlassen, völlig andere Themen nur zu behandeln! Der Schutz der Meinungsfreiheit scheint in den DACH-Ländern [Deutschland, Austria & Schweiz] theoretisch gegeben, wie:
- in der BRD durch das Grundgesetz gemäß Art. 5 Abs. 1 S. 1 GG);
- in Österreich durch StGG (Staatsgrundgesetz) gemäß Artikel 13,
- in der Schweiz durch die Bundesverfassung der Eidgenossenschaft gemäß Art. 16.
- Man soll jedoch nicht übersehen, dass „Meinungsfreiheit in DACH“ über zusätzliche Gesetze zunehmende Relativierung erfährt: Z.B. kann in der BRD „Meinungsfreiheit“ durch Verurteilungen wegen Beleidigung (§185 StGB) oder Volksverhetzung (§130 StGB) ausgehebelt oder als vermeintliche sogenannte „Hassrede“ unter Strafe gestellt werden – wie z.B. nach einer Verurteilung wegen Nötigung „durch Drohung mit empfindlichem Übel“ (§240 StGB).
- Um nicht in besagte Rechtsfallen zu tappen, sollte Kritik an Tätern und/oder Missständen in Leserbriefen möglichst spezifisch ohne gegen die geltenden Gesetze zu verstoßen sowie unter Verzicht auf unzulässige Verallgemeinerungen, vorgebracht werden. Das ermöglichte es, nicht in die juristischen Fänge immer widersprüchlicherer Gesetzeslagen von immer repressiveren Staatsapparaten zu geraten. Zudem kann es Verfasser von Leserbriefen davor schützen, sich nicht in breitgetreten althergebrachten Verallgemeinerungen aus der ideologischen Mottenkiste der Gegenseite zu verfangen und sich darüber juristisch ggfs. angreifbar zu machen.
- Dazu gilt: Gedankenloses wiederholen überstrapazierter Verallgemeinerungen, ob richtig oder falsch, doch kuratorenseits gerne mit juristischen Fallstricken versehen, würden außer juristischen Nachspielen kaum neue Erkenntnisse bringen.
- Daher sollten Leserbriefschreiber in repressiven Zeiten, wie diesen, versuchen ihre Beiträge auf sachlicher Basis zu verfassen und emotionale Tiraden, wie z.B. grenzwertige Beschimpfungen, möglichst ganz zu unterlassen.
Zusammenfassung: Die an UM eingereichten LB sollten themen- & sachbezogen und prägnant verfasst sein, möglichst wenig ideologisiertes Schwarz-Weiß-Denken enthalten und geltende Gesetze berücksichtigen.
UM ersucht Leserbriefschreiber besagte H&E für LB zu berücksichtigen und sich beim Abfassen von an UM gerichteten Leserbriefen zu ihrem eigenen Schutz an die oben genannten Vorgaben und Hinweise zu halten.
Die UM-Redaktion dankt allen ihren Lesern für ihr entgegengebrachtes Verständnis!
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Da ich die allgemeinen Grundsätze für die Kommentare „gutheiße“, bemängele ich das FEHLEN der „bundesdeutschen Themen“ ? Man gibt uns damit z.B. keine Möglichkeit, über die einjährige Regierungszeit – auch kritische Kommentare – zu schreiben ?
Darüberhinaus dauert es mir viel zu lange, ehe geschriebene Kommentare auch veröffentlicht werden ? Oft ist dieses Thema längst „überholt“, und nicht mehr aktuell ?
Moin Ehrhard
Moin Ehrhard
Der olle Nestroy hatte da mal vor langer Zeit was zu verkünden.
Gugg:
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Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.
Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können. Die Zensur ist etwas, was tief unter dem Henker steht, denn derselbe Aufklärungsstrahl, der vor sechzig Jahren dem Henker zur Ehrlichkeit verholfen, hat der Zensur in neuester Zeit das Brandmal der Verachtung aufgedrückt.
Der Zensor ist ein Mensch gewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch, ein fleischgewordener Strich über die Erzeugung des Geistes, ein Krokodil, das an den Ufern des Ideenstromes lauert und den darin schwimmenden Literaten die Köpf abbeißt.
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Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor
mfg
Die Freischaltung erfolgt meist binnen ein, zwei Stunden, deutlich flinker als bei einer Papierpostille bei der man mitunter einen ganzen Monat wartet.
Wenn dann ein Beitrag bzw. Thema schon überholt ist dan war es auch nicht wichtig.
Abgesehen davon brauchen auch fleißige Redakteure und Prüfleser ab und an mal eine Ruhepause.