Julian Reichelt | In nur 48 Stunden hat sich einmal mehr gezeigt, wie tief die Kluft zwischen Volk und politischer Klasse inzwischen geworden ist. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat das deutsche Volk zum „Einheitsbraun“ erklärt – eine Entgleisung, die nicht nur von erschreckender Verachtung zeugt, sondern auch von einem Staatsverständnis, das die eigene Bevölkerung als Problem betrachtet.
Friedrich Merz, der sich gerne als konservative Alternative präsentiert, schweigt dazu beharrlich. Keine Rücktrittsforderung, keine klare Distanzierung. Stattdessen lässt er eine Ministerin im Amt, die mit solchen Worten jede Form von nationaler Identität diffamiert.
Gleichzeitig liefert die Tagesschau zum 77. Jahrestag des Grundgesetzes eine sprachliche Meisterleistung des Zeitgeists: Deutsche werden als „Nicht-Migranten“ bezeichnet. Wer hier geboren ist, dessen Familie seit Generationen hier lebt, hat plötzlich keinen normalen Namen mehr – er ist nur noch das Negativ zum eigentlichen Subjekt der Republik. Es ist die konsequente Fortsetzung einer Politik, die das Eigene zum Fremden erklärt.

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