web analytics
4.7.2026 – Der Särge von Ayatollah Sayyed Ali Khameini und Familienmitgliedern, aufgebahrt in der Imam-Khomenei Musalla (Gebetshalle) Teheran vor Trauernden | Quelle: Press TV Iran

Neben Teheran werden Trauerkundgebungen für Ayatollah Ali Khamenei bis zum 9. Juli andauern und mit über 20 Millionen Teilnehmern auch in Nadschaf, Ghom und Kerbala stattfinden. Zeitgleich jedoch feierten die dafür Schuldigen aus der USA das runde Jubiläum ihres Staatswesens.

Das “Stalingrad des Westens”: Der 4. Juli 2026 und die Straßen von Hormus und Bab al-Mandab

Von REDAKTION | Den Angriff, welche die USA im Vorfeld zum 4. Juli 2026 gegen den Iran anführte, wird in die Annalen atlantischer Geschichtsschreibung als das “Stalingrad der Westens” eingehen:

Das Datum zum 250 Jahre-Jubiläum der USA symbolisiert die strategische Niederlage der USA und auch ihrer Protektorate!

Ali Khamenei (86), der den Iran über fast 37 lenkte, kam am 28. Februar 2026 zum Auftakt des Angriffskrieges der Vereinigten Staaten und Israels in seiner Residenz in Teheran zu Tode. Zu diesem Zeitpunkt waren die diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und Iran noch voll im Gange. Doch perfide Kriegslisten scheinen schon seit jeher zum festen Repertoire des sogenannten Wertewestens zu zählen.

Parallel dazu kamen mehrere Familienmitglieder des iranischen Staatsführers sowie mehr als ein Dutzend weiterer höchster Regierungsvertreter des Irans durch gezielte Mordanschläge der Angreifer-Koalition noch zusätzlich ums Leben. Die USA und Israel hatten fest damit gerechnet, dass nach Auslöschung so vieler iranischer Regierungsspitzen die staatliche Administration des ganzen Landes einfach zusammenbrechen müsste: Doch sie irrten sich!

Anstelle des erwarteten Blitzkrieges folgte ein unerwarteter Krieg über 40 Tage, der zur großen Überraschung der Aggressoren sich über vernichtende und weiträumige Gegenschläge der iranischen Streitkräfte auf Stützpunkte und Marineeinheiten der Angreifer-Koalition konzentrierte. Das hatten die Vertreter der Angreifer-Koalition so nicht erwartet.

Dazu zündete der Iran noch seine „wirtschaftliche Atombombe“, indem er der westlichen Finanz- & Weltwirtschaft ein Fünftel der globalen Energieversorgung entzog und zugleich die militärische Kontrolle über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus herstellte. Diese Option war vielen Experten weltweit schon seit Jahren bekannt, doch …

… die Entscheidungsträger der atlantischen Kriegspartei hatten genau diesen Punkt wohl intellektuell nicht ganz verstanden!

Die strategischen Ölreserven der USA reichten zwar für frühe bzw. übliche Spekulationsgeschäfte durch westliche Monopolisten, doch sie reichten nicht aus, um länger als zwei Monate den Angriffs-Krieg gegen den Iran durchzuhalten. Das zwang die atlantische Angreifer-Koalition dazu, schon am 7. April 2026 ihre sogenannte Drecksarbeit einseitig und vollumfänglich wieder einstellen zu lassen. Soweit entfernt der Blitzsieg blieb – so schnell hatten sich die Angreifer ihre strategische Niederlage eingehandelt.

Warum sich für überforderte Staatsführer im Westen Politereignisse sehr oft nur um „360 Grad“ drehen

Für politische Entscheidungsträger, die Kerninhalte nicht ausreichend sinnerfassend verstehen, kann sich Geschichte sehr schnell um nur 360 Grad drehen: Denn schon im Jahr 1942 war der deutschen Heeresgruppe A auf dem Weg zu den notwendigen Ölquellen im Kaukasus ähnlich „unerwartet“ ein Betriebsunfall namens „Stalingrad“ in die Quere gekommen, was den Unterlegenen damals schon den großen deutschen Rückzugswettlauf aus dem Kaukasus hin zum kritischen Brückenkopf Kertsch beschied.

Um derartige Niederlagen geschickt zu überspielen, hat man rechtzeitig– so wie damals auch heute – Medien-Monopole geschaffen: Diese haben für unbequeme Fälle Märchenstunden zu erfinden, um die unangenehmen Realitäten so weit wie möglich zu verdrehen!

Der Tod von Ali Khamenei wurde am 1. März offiziell bekannt gegeben. Seine Ermordung löste im Iran und unter Verbündeten breite Verurteilung und große Empörung aus, was Millionen von Anhängern in der gesamten Region und darüber hinaus auch weltweit nur noch enger zusammenrücken ließ. Schon sehr bald, am 8. März, wählte der Oberste Rat des Iran Mojtaba Khamenei, den zweiten Sohn des verstorbenen Führers, zum neuen Obersten Staatsführer, der zwar auch verletzt worden war, doch am Leben blieb.

Gemäß islamischer Tradition wäre Ayatollah Ali Khamenei umgehend beizusetzen gewesen, doch dem standen die sofort einsetzenden vernichtenden militärischen Schläge des Irans gegen USA und Israel entgegen. Aus Sicherheitsgründen schien es wenig ratsam, das Begräbnis sofort anzusetzen.

Mittlerweile jedoch war gemäß der zwischen Vereinigten Staaten und dem Iran ausgehandelten Absichtserklärung [MoU] ein 60-tägiger Waffenstillstand in Kraft getreten. Obwohl man Abmachungen mit dem Wertewesten grundsätzlich nicht trauen kann, scheint die Lage in der Region zurzeit relativ stabil. Sicherheitshalber hat der Iran der Angreifer-Koalition im Westen jedoch noch eine ausdrückliche Warnung vor etwaigen Terror-Anschlägen während der Staatsakte zuspielen lassen.

 

Bemerkenswert bleibt, dass die Organisatoren im Iran den 4. Juli 2026 und damit den 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeitserklärung …

… nicht ohne Grund zum Starttermin ihrer Haupt-Trauer-Feierlichkeiten erhoben!

Zudem finden die gesamten Trauerakte während des Muharrem statt: Das ist der heilige Trauermonat der Schiiten, der dem Gedenken an Hussein ibn Ali, dem Prophetenenkel als bedeutende Geschichtspersönlichkeit gewidmet ist, was die symbolische Bedeutung der Beisetzung von Ali Khamenei zu diesem Termin nur noch weiter unterstreicht. Die endgültige Grablegung wird am 9. Juli 2026 im Geburtsort Maschhad von Ayatollah Sayyed Ali Khamenei, im Imam-Reza-Schrein, erfolgen.

Die Trauerfeierlichkeiten dürften hinsichtlich Dauer und Teilnehmerzahl weltweit beispiellos sein: Dazu wurden hochrangige Regierungsdelegationen aus über 100 Ländern, die kamen, wie aus Asien, Europa, Afrika und Lateinamerika in den Iran eingeladen: Dazu zählten Präsidenten, Ministerpräsidenten, Parlamentspräsidenten, Außenminister, hochrangige Regierungsvertreter, politische Führer sowie Vertreter religiöser und internationaler Organisationen, was die sehr weite internationale Anteilnahme der großen Weltmehrheit am Staatsbegräbnis im Iran deutlich macht.

Für die Russische Föderation traf eine Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew ein – darunter der Energieminister, Sergej Tsivilev, der stellvertretende Außenminister, Georgi Borisenko sowie noch Vertreter religiöser Vereinigungen und weitere Amtsträger.

Dmitri Medwedew (re) erweist in der Großen Masalla-Gebetshalle im Namen der Russischen Föderation Ali Khamenei die letzte Ehre | Quelle: presstv.ir

Zukunftsweisende Diplomatie von Iran und Russland am Rande der Trauerkundgebungen

Die tragischen Ereignisse im Iran erlaubten dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und Dmitri Medwedew am Rande der Trauerfeierlichkeiten politische Gespräche zu führen.

Dmitri Medwedew (li) und Massud Peseschkian besprechen die nächsten Schritte | Foto: Oleg Molchanov / Pool / TASS

Beide Regierungsvertreter besprachen konkrete nächste institutionelle, sprich neue grundsätzliche Schritte, um die scheinbar immerwährenden völkerrechtswidrigen einseitigen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen, welche die atlantische Angreifer-Gemeinschaft seit Errichtung ihres Kolonialsystems notorisch gegen die Weltmehrheit als Wirtschaftskriege in Anschlag bringt, endgültig einen Riegel vorzuschieben.

Der Iran zeigte nach dem 28.2.206 und schon davor, welche Sprache der kollektive Westen tatsächlich versteht. In Folge gilt, diesen iranischen Weg auch weltweit zügig umzusetzen: Wo immer die atlantische Kriegspartei in Zukunft wieder angreifen sollte, …

… hat die Weltmehrheit künftig mit ihrer Gegenaktion, so wirksam wie die des Iran, dann sofort bereit zu stehen!

Oberste Priorität kommt dabei dem Kampf gegen die vermeintlich immerwährenden, doch völkerrechtswidrigen einseitigen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen des Westens zu, die in erster Linie auf die Zivilbevölkerung – das sind vor allem Frauen und Kinder – abzielen.

Wie UNSER MITTELEUROPA im April 2026 berichtete, hat eine Studie von „The Lancet Global Health“ inzwischen den Beweis erbracht, dass seit 1970 die Sanktionen des Wertewestens 38 Millionen Todesopfer nach sich gezogen haben – siehe dazu das Link am Ende des Artikels.

Diesen Massenmord ohne Grenzen gilt es künftig Einhalt zu gebieten. Die führenden Vertreter der Täterorganisationen, die vor allem im Wertewesten zu finden sind, werden vor Gerichte zu stellen sein, um sie ihrer gerechten Strafe zu unterziehen.

Massud Peseschkian und Dimitri Medwedew bezogen sich auf den Vorschlag, der seinerzeit vom iranischen Justizminister, Amin Hossein Rahimi, kam und forderte …

… eine Plattform durch Länder, gegen die völkerrechtswidrige Sanktionen verhängt worden waren, gründen zu lassen!

Eine Länderplattform gegen Staaten wie vor allem USA & EU, die notorisch gegen das Völkerrecht verstoßen

Dimitri Medwedew erläuterte nach seinem Gespräch mit dem iranischen Präsidenten gegenüber Medien Details hinter besagtem Konzept um gegen Völkerrechtsbrecher im Wertewesten schlussendlich wirksam anzugehen:

Alle vom Westen gegen Russland verhängten einseitigen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen wären insgesamt rechtswidrig und daher nicht als Sanktionen anzusehen, zumal sie durch die Charta der Vereinten Nationen nicht abgedeckt würden. Demnach wären diese vermeintlichen Sanktionen nur als einseitig rechtswidrige wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen [Unilateral Coercive Measures – UCM] und als nichts anderes, einzustufen.

Medwedew erklärte, dass Moskau inzwischen bereit wäre, den vormaligen Vorschlag des derzeitigen iranischen Justizministers, Amin Hossein Rahimi, zur Schaffung einer internationalen Gemeinschaft von Ländern, über die derartige Zwangsmaßnahmen verhängt worden wären, aufzugreifen und einer solchen Plattform Gestalt zu geben:

Nach Medwedews Ansicht könnten Länder eine solche Plattform dazu nutzen, um gemeinsame Positionen zu entwickeln, um den völkerrechtswidrigen Untergriffen des Westens entgegenzuwirken und ggfs. …

 … Vergeltungsmaßnahmen in Form von Gegensanktionen, die dann rechtsgültig wären, verhängen zu lassen!

Dmitri Medwedew sagte:

„Ich denke, wir können die Idee aufgreifen, ein Abkommen oder zumindest eine Art Plattform gründen zu lassen, auf der sanktionierte Länder Standpunkte entwickeln, wie man [rechtswidrige] Zwangsmaßnahmen entgegenwirken und ggfs. sogar Gegensanktionen verhängen könnte. Dies gilt für Russland, Iran und inzwischen auch für China sowie weitere Länder, gegen welche die Vereinigten Staaten und die Europäische Union Sanktionen verhängt haben!“

Dmitri Medwedew machte in anderem Zusammenhang klar, dass der Iran die Straße von Hormus „lediglich“ anstelle von Atomwaffen einsetze. Er wies zudem darauf hin, dass der Iran im Falle eines weitergehenden Konflikts den Öltransport auch durch Straße von Bab al-Mandab noch zusätzlich blockieren lassen könnte: Dies würde das wirtschaftliche Druckmittel der Straße von Hormus noch ganz wesentlich weiter erhöhen – doch einmal mehr ganz ohne Atombomben abgehen!

***

UNSER MITTELEUROPA zur Lancet-Studie zu den exorbitanten Opferzahlen durch Sanktionen: HIER

Lancet-Studie zeigt: Sanktionspolitik ist Kriegspolitik mit exorbitanten Opferzahlen



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.


x

 

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert