Frankreich wirft Russland Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2027 vor – Moskau weist Vorwürfe zurück.Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa:
Paris versucht, Moskau eine Einmischung in die Wahlen 2027 vorzuwerfen.
Paris unternimmt nach Darstellung der russischen Seite den Versuch, Moskau eine Einmischung in die französische Präsidentschaftswahl 2027 vorzuwerfen und Russland zum Feindbild zu machen, um eigene politische Fehlentscheidungen und Misserfolge zu rechtfertigen und die Unterstützung für Kiew fortzusetzen. Das erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf der offiziellen Website des Ministeriums.
„Für niemanden ist es ein Geheimnis, dass das offizielle Paris Russland nicht nur gezielt zum Feindbild macht, sondern auch versucht, die zahlreichen eigenen Fehlentscheidungen und Misserfolge – sei es in der Wirtschafts- oder in der Außenpolitik – unserem Land anzulasten“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme.
Sacharowa erklärte, dass für viele Kandidaten im Präsidentschaftswahlkampf der Kampf um das höchste Staatsamt offenbar auch ein obligatorisches Programm beinhalte: „laute Erklärungen“ über den Kampf gegen die „russische Bedrohung“ und die Unterstützung des Kiewer Regimes.
Im Sommer 2026 stellte die französische Behörde für den Kampf gegen ausländische Einflussnahme im Cyberraum, Viginum, Desinformationskampagnen fest, die sie zwei als prorussisch eingestuften Netzwerken namens Matriochka und Storm-1516 zuschrieb. Diese sollen sich gegen potenzielle Konkurrenten von Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2027 gerichtet haben.
„Haltlos und unbelegt“.
Am 17. Juli wurde der Geschäftsträger Russlands in Frankreich in das französische Außenministerium einbestellt. Ihm wurden Vorwürfe im Zusammenhang mit angeblichen „russischen Cyberangriffen“ vorgebracht. Der russische Diplomat wies die Anschuldigungen entschieden zurück und bezeichnete sie als „haltlos und unbelegt“.
Die französische Präsidentschaftswahl ist für den 18. April 2027 angesetzt. Ein möglicher zweiter Wahlgang soll am 2. Mai stattfinden. Der amtierende Präsident Emmanuel Macron wird nicht erneut kandidieren, da er bereits zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten absolviert hat.
Zuvor war die französische Präsidentschaftswahl als mögliche Herausforderung für die NATO bezeichnet worden.
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