web analytics
Bild: UNSER MITTELEUROPA & AI

Eine neue Statistik aus Großbritannien gibt Anlass, sich ernste Sorgen zu machen. Zumindest um die Westliche Welt. Zum allerersten Mal in der überblickbaren Geschichte der Menschheit, und das sind mindestens viertausend Jahre, leben weniger als die Hälfte der britischen Erwachsenen in einer Ehe – und in Deutschland, Frankreich, Österreich Niederlanden, Belgien usw. dürfte es nicht viel anders sein. Die Ehe ist jedoch eine der wichtigsten und ältesten Institutionen der Menschheit. Und nun, mehr als vier Jahrtausende später, scheint es, dass die Ehe kurz vor dem Aussterben steht.

Von NIKI VOGT | Die Ehe ist mehr als eine seltsame Angewohnheit, die sich irgendwie überlebt hat und nicht mehr gebraucht wird. Das Ende der Institution Ehe wäre eine Katastrophe. Eine Gesellschaft ohne diese grundlegende Zelle des Menschseins verliert ein unersetzliches Element. So, wie die Zeugung eines Menschenkindes die Eizelle der Mutter und die Samenzelle des Vaters braucht und die Geborgenheit in der Mutter und den Schutz des Vaters, ist die Ehe die Verschmelzung zweier Menschen die nur zusammen für den Fortbestand der Menschheit sorgen.

Diese lebenslange Mann-und-Frau-Verbindung durch Dick und Dünn, die Nachkommenschaft im Schutze der Familie in mehreren Generationenverträgen heranzieht, ausbildet, stützt, fördert und fordert, bildet die Säule jeder Zivilisation. Und das seit uralter Zeit, bevor die Zivilisation überhaupt einen Namen hatte: Alles fußt auf der Ehe von Mann und Frau. Diese grundlegende Erfüllung und Verpflichtung des gemeinsamen Lebens ermöglicht alle anderen Verpflichtungen, es ist die Urzelle des Lebens, die allen anderen gesellschaftlichen Verträgen zugrunde liegt.

Alle Länder dieser Erde stellen die Familie an erste Stelle und verankern deren Schutz in den Verfassungen

Darum wird diese Ehe auch in allen Verfassungen und Gesetzen der Welt auch unter besonderen Schutz gestellt. Die Ehe ist das Rückgrat einer Gesellschaft, denn jeder Mann und jede Frau pflanzt den Baum ihrer Ehe innerhalb der größeren Gemeinschaft, kümmert sich um die Kinder, die folgende Generation, die sowohl die alten Eltern stützt, als auch die Kinder aufzieht, die dann selbst wiederum ihre Aufgabe mit ihren jeweiligen Ehepartnern annehmen. Die Geschwister der Eheleute sind ebenfalls ein verlässliches Sicherheitsnetz, wenn es einmal schwierig wird.
Die Ehe mit all ihren Facetten ist seit Urzeiten die Grundstruktur, die Gesellschaft aufrechtzuerhalten und stetig am Leben erhält und erneuert, indem das Ehepaar Kinder in stabilen, liebevollen Häusern aufwachsen lässt. Und dazu ist eben das eingegangenen Verpflichtungsgelübde zwischen Mann und Frau die Grundlage. Eine „Gesellschaft“, die das vergisst, wird immer weniger Kinder bekommen (was mittlerweile unübersehbar geworden ist), denn das erfordert Mühe, Arbeit, Geduld, große Liebe, Opfer zu bringen, Nächte an Krankenbetten zu verbringen, die Bedürfnisse der Familie zu erfüllen. Aber auch das größte und Schönste zu erleben: Das neue Leben zu spüren, das nicht beschreibbare Gefühl, ein kleines Menschlein zu erschaffen, das soviel Liebe und Freude bringt.
Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil sind meistens unglücklicher
Das Fehlen eines Urvertrauens in die Sicherheit der elterlichen Liebe und Ehe, Geschwister, Familie, Verwandtschaft, Großeltern, ist für ein Kind ein andauerndes Trauma. Das kann es nicht ausdrücken, weil es ja das Leben in einer intakten Ehe und Verwandtschaft nicht kennt und es nicht beurteilen kann. Aber es wird eine lebenslange, tiefe Unsicherheit mit sich tragen. Wenn es nur eine Elternteil hat, wächst es mit dem Gefühl auf, eine Last zu sein. Die alleinerziehende Mutter oder der alleinerziehende Vater ist überlastet, insbesondere, wenn er oder sie dann auch noch für alles sorgen und das Geld hereinbringen muss. Das Kind oder die Kinder fühlen sich schuldig. Sie bekommen möglicherweise auch mit, wie bitter ihr „Elter“ wegen dieser Situation ist und wie sehr enttäuscht von dem Ehepartner, der seine Versprechen nicht gehalten hat und sich einfach davon gemacht hat.
Ist der/die Alleinerziehende noch in einem Familienverbund mit den Großeltern oder Onkeln und Tanten, kann die „Patchworkfamilie“ das noch weitgehend auffangen. Aber das ist meistens nicht der Fall. Die meisten Großeltern sind selbst noch im Beruf engagiert und können sich nicht so sehr engagieren. Sie kümmern sich vielleicht gern am Wochenende oder ab späten Nachmittag dann, wenn sie gebraucht werden. Die heutigen, westlichen Gesellschaften sind nicht gerade stabiler geworden, seit Kinder außerhalb einer echten Ehe zu bekommen und aufzuziehen immer mehr zur Normalität wird. Im Kind ist die Veranlagung, Papa UND Mama zu haben, einfach genetisch angelegt. Das Mädchen sieht sich in der Mutter wieder, versteht aber auch instinktiv, wie der Vater als Mann funktioniert und lernt ganz unbewusst aus dem Umgang der Eltern miteinander, welche Facetten das „Mann sein“ hat und „Frau sein“ bedeutet. Und auch der kleine Junge erlebt den Vater als seine Zukunft und versteht aber auch die Mutter – wobei er ganz „subkutan“ ein Frauenbild mitbekommt, womit er in sein Erwachsenenleben startet

Es ist bekannt und belegt, dass Kinder verheirateter Eltern ein viel stärkeres Sicherheitsgefühl haben als Kinder unverheirateter Eltern, was es ihnen ermöglicht, sich zu starken, selbstbewussten und fähigen Erwachsenen zu entwickeln. Harry Benson, Forschungsleiter der „Marriage Foundation“, gibt zu bedenken: “Die Ehe ist vielleicht kein Allheilmittel, aber sie erhöht die Chancen zugunsten stabiler Familien.”

Oft eine Hypothek für das ganze Leben eine Kindes

Eine Gesellschaft, die den Wert einer Ehe nicht mehr zu schätzen weiß, zieht Kinder heran, die sich nicht mehr sicher fühlen. Die immer mit dem nagenden, unterbewussten Gefühl kämpfen, dass sie nicht gut genug sind oder waren, um den verschwundenen Vater oder die Mutter zu behalten. Sie neigen oft zu Eifersucht, sobald der sie erziehende Elternteil einen neuen Partner findet, weil sie fürchten, die Liebe des einzigen Elternteils an den neuen Partner zu verlieren. Alleinerziehende Eltern kennen das. Die Verlassensängste können dramatisch werden. Dazu kommt, das Alleinerziehende oft in mehr oder weniger großer Armut leben. Viele Kinder mit nur einem Elternteil haben aber auch eine untergründige Wut auf den Elternteil, die sie verlassen hat. Das kann später, im Erwachsenenalter wiederum dazu führen, dass sie kein Vertrauen in eine Liebesbeziehung bilden können und das Drama ihrer eigenen Kindheit entweder zu Kinderlosigkeit führt oder sich für das eigene Kind wiederholt.

Wir sind keine Tiere, die jedes Jahr mit einem neuen Partner eine neue Generation aufziehen und davonziehen lassen

Wir Menschen haben uns so entwickelt, dass wir eine ungewöhnlich lange Zeit im Leben der „Aufzucht der Jungen“ widmen. Die meisten Tiere ziehen innerhalb eine Jahres ihre Nachkommen auf und entlassen sie dann einfach in die Welt. Und im nächsten Jahr kommt die nächste Generation. Es gibt natürlich auch andere Modelle. Elefanten bleiben fast immer ein Leben lang in ihrer Herde im Familienbund unter der weisen Führung der Matriarchin. Selbst die großen Menschenaffen haben schon sehr ähnliche Strukturen zur menschlichen Gesellschaft, allerdings in kleinerem Rahmen mit weniger Sippenmitgliedern. Je intelligenter und sozialer die Art, umso mehr prä-zivilisatorische Strukturen finden wir.

Wir Menschen haben seit vielen Jahrtausenden eine sehr stabile Struktur der menschlichen Gesellschaft entwickelt, die auf diese Weise eine Zivilisation, Staaten, Kultur, Sicherheit, Pflichten und Rechte gebildet hat. Die Ehe ist darin der Grundpfeiler, die Keimzelle der Gesellschaft. Wenn wir zulassen, dass die uralte Institution der Ehe zusammenbricht, bewegen wir uns in einen tierähnlichen Zustand, in dem wir keine sakrosankten Werte, keine Verantwortung, keine Pflichten, keine wahre Liebe, keine Selbstdisziplin, kein Mitgefühl für die eigenen Kinder, den Partner, die Eltern und Geschwister (wenn es sie denn überhaupt noch gibt) mehr kennen, geschweige denn leben.

Ich persönlich sehe in den Auswüchsen von „mit Pronomen gehen“ oder sich als Fuchs oder sonst einem Tier zu definieren eine Orientierungskrise. Da sieht man auf Youtube junge Menschen, die wegen acht Stunden Tagesarbeit in völliger Überforderung vor ihrer Handy-Kamera heulen. Andere glauben, wenn sie ihr Geschlecht ändern, könnte es ihnen irgendwie doch besser gehen (um es nachher oft bitter zu bereuen, wenn die Erkenntnis durchschlägt, dass nichts besser wurde und man sich in vielen Fällen lebenslang schwer geschädigt hat),

Solche Psychodramen und Orientierungslosigkeiten entstehen, wenn die wahren Werte, nämlich echter Sinn, Erfüllung, echte, vertrauenswürdige Liebe zu geben und zu erhalten, als altbacken, irgendwie so „rechtslastig“, überkommen und langweilig abgelehnt werden. Es wäre interessant, einmal herauszufinden, wie viele dieser verwirrt-frustrierten jungen Menschen aus einer intakten Familie kommen und wie viele nicht.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



 

 

Von Redaktion

6 Gedanken zu „Die Ehe zwischen Mann und Frau stirbt einen leisen Tod – und damit die menschliche Zivilisation“
  1. Gild wahrscheinlich nur für Deutsche?
    .
    Wer hat schon mal erlebt, wie eine Türkenhochzeit abläuft, wurden da nicht Autobahnen/Straßenviertel stillgelegt?
    .
    Oder die großen jüdischen Hochzeiten, die uns in amerikanischen Filmen gezeigt wurden?
    Konnte sich kaum ein Deutscher leisten?
    .
    Die letzte große Hochzeit fällt mir ein, war die von Finanzminister Christian Lindner (FDP)!
    Viele kamen mit ihrem Privatflieger, sowie auch der Merz.
    Man gönnt sich ja sonst nichts?
    .
    Große Show fürs malochende Volk?

    6
  2. Seit August 2019 ist Klingbeil mit Lena-Sophie Müller verheiratet, die die seit 2014 Geschäftsführerin der Initiative D21 ist.
    .
    Wäre ja mal interessant, wie hier das Monatseinkommen aussieht?
    Wer macht den Haushalt?
    Wer kümmert sich um den gemeinsamen Sohn?
    .
    Die haben sicherlich Arbeitsplätze geschaffen?
    Ihr eigenes Personal (Sklaven) im Haushalt?

    3
  3. Sie reden über die RENTENVERSICHERUNG und das immer ungleicher werdende Verhältnis der Menschen in sozialpflichtiger ARBEIT ! Wird dabei auch einmal daran gedacht, dass z.B. westliche Frauen nur noch ca. 1,4 Geburten in ihrem Leben haben ? Bei diesen Geburtenzahlen kann die Rentenversicherung niemals die notwendigen Arbeitskräfte beschaffen ? Eine weitere Verringerung der Geburtenzahlen entstehen durch Schwule und Lesben, die zwar leben, aber nichts für die notwendige zwingende SOLIDARITÄT in den Renten- und Krankenkassen beitragen ! Die hohen Geburtenzahlen bei den Ausländern wird keine HILFE sein, auch wenn es einige Politträumer denken ?
    In der HISTORIE der Rentenversicherung stimmte des Verhältnis nach dem Krieg noch, nun aber nicht mehr ! In den 60er Jahren betrug der monatliche Beitrag zur gesetzl. Rentenversicherung nur 12%, davon die Hälfte vom Arbeitgeber ! Davon konnten nach dem Krieg die Witwen- und Waisenrenten, sowie die Kriegsversehrten-Renten bezahlt werden.
    Jetzt kann die Rentenversicherung dies bei erhöhten Beitrag um die ca. 20% und Millionen Euro Zuschuß vom Staat dieses nur noch ganz knapp ereichen ?

    3
  4. Da haben es doch die Grünen und die Roten geschafft, die Familienzerstörung!
    .
    Was Familien wissen müssen
    Klingbeil drängt auf Abschaffung des Ehegattensplittings
    .
    Um das Ehegattensplitting entwickelt sich seit langer Zeit eine aufgeheizte Debatte.
    Die Welt schrieb sogar von der „größten Steuererhöhung der Geschichte“ und Mehrkosten von 20.000 Euro jährlich.
    https://www.focus.de/finanzen/steuer-schock-durch-klingbeil-das-droht-familien-wirklich_f65babee-b2ea-4bee-a8c2-c76b61333132.html

    2
  5. „Eine neue Statistik aus Großbritannien gibt Anlass, sich ernste Sorgen zu machen. Zumindest um die Westliche Welt. …“
    .
    Der Autor mit dem Artikel zur „Fruchtbarkeitskrise“ in Japan und S-Korea freut sich darüber, findet das gut, richtig, modern, so ordentlich marxistisch und wird damit hier verbreitet. Hhhhhhhmmmmmmmmm.

    1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert