Die Aktie als Finanzierungsinstrument soll die Quadratur des Kreises bewerkstelligen: Einerseits soll die Aktie dem Unternehmen eine günstige Finanzierung, gleichzeitig aber dem Anleger eine hohe Rendite verschaffen!
Wie soll das gehen?
Von FRANZ FERDINAND | Genaugenommen ist die Aktie aus der Sicht des Kleinanlegers nichts anderes als ein legalisiertes Pyramidenspiel, also ein Betrug! Für das Unternehmen bedeutet eine Aktie ein nicht rückzahlbarer, zinsloser Kredit. Dividendenausschüttungen sind ja nicht zwingend vorgesehen. Den „Gewinn“ soll sich der Anleger dann von einem anderen Anleger holen, der noch dümmer als er selbst ist und dem er dann die Aktie teurer verkaufen soll!
Zumindest gilt diese Sichtweise für Kleinanleger, die auf die Unternehmensführung keinen Einfluss haben und auch sonst aus dem Aktienbesitz keinerlei Vorteile ziehen können.
Damit dieser Schwindel funktionieren kann, muss über die Medien über die Aussichten und zukünftige Unternehmensgewinne ein gewaltiger Rummel veranstaltet werden, um so den zukünftigen, erhofften „Wert“ der Aktie in die Höhe zu schrauben.
Tatsächlich sind weltweit alle großen Unternehmen als Aktiengesellschaften organisiert, auch in ehemals sozialistischen Ländern. Der Grund ist einfach der, dass größere Unternehmen ihre notwendigen Investitionen in Ausrüstung und Forschung und Entwicklung nicht ausschließlich aus dem Cash Flow finanzieren können und sich über Kapitalerhöhungen finanzieren müssen. Den globalisierten Wettkampf um Absatzmärkte gewinnt Derjenige, der mehr Anlagekapital mobilisieren kann. Die Investitionen rechtfertigen sich dann durch die Gewinnerwartung und weniger durch die tatsächlichen Gewinne. Diese Logik führt dann oft zu aberwitzigen Unternehmensbewertungen, wie aktuell bei der „Künstlichen Intelligenz“!
Der „Unternehmenswert“ ergibt sich dann aus dem momentanen Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der emittierten Aktien. Der Aktienkurs wird durch den Handel nur eines kleinen Teils der verfügbaren Aktien auf der Börse ermittelt. Schon daraus erkennt man, dass der Unternehmenswert fiktiv ist. Ebenso ist die summarische Börsenkapitalisierung eines Marktes fiktiv. Würden nämlich alle Aktien eines Unternehmens gleichzeitig verkauft werden, so würde der Aktienpreis und somit der Unternehmenswert gegen null gehen.
Da Kleinanleger, die selbst mit Aktien spekulieren, schnell kalte Füße bekommen, fließt das Anlagekapital in der Regel über große Fonds (z.B. BlackRock mit 12,5 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen) in die Börse. Derartige Fonds haben natürlich über ihre schiere Größe über die Aktionärsversammlung und dem Aufsichtsrat Einfluss auf die Geschäftspolitik der börsennotierenden Unternehmen.
Wie entstehen die Börsengewinne wirklich?
Die Maßstäbe für Börsengewinne sind die Börsenindizes, wie zum Beispiel der Dow Jones, der sich aus dem Wert der 30 wichtigsten Aktien zusammensetzt. Mit dieser Zusammensetzung beginnt bereits der Schwindel, da ja diese Zusammensetzung über Jahre und Jahrzehnte nicht konstant ist und auch nicht konstant sein kann. Wird eine Aktie durch eine Andere in diesem Index ersetzt, so errechnet sich der Index jetzt so, als ob diese Aktie schon immer im Index enthalten gewesen wäre. Tatsächlich müsste ein Anleger, der den Index nachbilden wollte, die Aktie die aus dem Index verschwindet, erst verkaufen und die neue Aktie kaufen. Schon aus diesem Grund ist der Erfolg derartige Indexfonds immer schlechter als der Index selbst. Ein langfristiger Indexvergleich ist somit ein reiner Apfel-Birnen-Vergleich!
Dadurch erscheint die Kursentwicklung beispielsweise des Dow Jones auf dem ersten Blick beträchtlich:
In den letzten dreißig Jahren verzehnfachte sich dieser Index von etwa 5000 auf derzeit 50000 Punkte. Der Deutsche Aktienindex DAX stieg im gleichen Zeitraum ebenfalls um etwa das Zehnfache (von 2500 auf etwa 25000 Punkte). Berechnet man daraus eine Verzinsung, so ergibt sich diese zu etwa 8 Prozent. Vergleicht man diese beiden Indizes mit der Entwicklung des Goldpreises, so stieg dieser in den letzten dreißig Jahren sogar um den Faktor 15 (von 300 auf ca. 4500 Dollar)! Dies entspräche einer Verzinsung von fast 9,5 Prozent!
Die Erhöhung der Börsenkurse beruht letztendlich darauf, dass mehr Geld in den Markt hinein, als herausfließt. Die Gründe dafür liegen hauptsächlich in der Inflation, die auch die Börsenumsätze laufend steigen lässt. Die Inflation wird wieder durch das Gelddrucken der Notenbanken und der Schöpfung von Giralgeld durch die Geschäftsbanken durch Kreditvergabe angetrieben. Wie wir alle wissen, wird die Realinflation durch den sogenannten Verbraucherpreisindex (VPI) nicht wirklich richtig dargestellt. Der VPI erhöhte sich in Deutschland in den letzten 30 Jahren bloß um 70 Prozent (etwa 1,8 Prozent pro Jahr!) Wer zufällig einen alten Kassenzettel entdeckt (siehe z.B.: https://weltwoche.de/daily/kassenzettel-von-2002-geht-viral-ein-einkauf-in-deutschland-kostete-damals-933-euro-unvorstellbar/) weiß, dass dieser VPI einfach lächerlich ist!
Hinzu kommt, dass die Börsenumsätze durch gehebelte Spekulationen angetrieben werden. Das berühmteste Beispiel hierfür sind die Yen-carry-trades: Dabei wurden in der Vergangenheit mit fast nullprozentigen Yen-Kredite Wertpapier (Aktien und Anleihen) anderswo gekauft. Allerdings brachen derartige Geschäfte vor Kurzem zusammen, da sich die langfristigen Zinsen in Japan durch die hohe Inflation in diesem Land schlagartig auf ca. 4 Prozent erhöhten!
Die aktuelle Lage an der amerikanischen Börse!
Jeder Beobachter der Aktienmärkte weiß, dass die aktuelle globalpolitische Lage wie ein Damoklesschwert über den Börsen schwebt. Speziell die Stärke der amerikanischen Börse hängt vom Supermachtstatus der USA ab. Der amerikanische Aktienmarkt macht etwa zwei Drittel der weltweiten Marktkapitalisierung der globalen Aktienmärkte aus, während die amerikanische Wirtschaft nur je nach Art der Berechnung zwischen 15 und 25 Prozent der Weltwirtschaft umfasst. Dies hängt auch unmittelbar mit der Dollarhegemonie zusammen. Die weltweiten Anleger, die nicht wissen wohin sie ihre Dollars stecken sollen, investieren in den amerikanischen Aktienmarkt. Verliert die USA diesen Supermachtstatus und die Dollarhegemonie, so steht der Wall Street ein episches Kursgemetzel bevor. Bei den aktuellen Konflikten um die Ukraine und vor allem jetzt um den Iran versucht die USA gemeinsam mit der EU eben diese Dominanz zu verteidigen, anderenfalls sich unzählige Billionen an Börsenkapitalisierung buchstäblich in Luft auflösen!
Der für die Weltwirtschaft ruinöse Kriegsverlauf gegen den Iran könnte also Panikverkäufe an der Wallstreet auslösen. Zwar gilt die alte Kostolany-Regel vom „Kaufen wenn die Kanonen donnern“, doch ist der Börsenaltmeister davon ausgegangen, dass der Krieg einen Kurssturz auslöst, den der Langfristinvestor nutzen sollte!
Die derzeitige Situation ist jedoch genau umgekehrt: die Kanonen donnern und die Börsen befinden sich auf Rekordkurs und niemand kennt den Ausgang dieses Konfliktes. Es herrscht also maximale Unsicherheit, was im Normalfall Gift für die Börsen ist.
Hinzu kommen die allgemein explodierenden Staatsschulden, die zwangsläufig höhere Marktzinsen nach sich ziehen. Hohe Zinsen sind auch wieder Gift für den Aktienmarkt.
Gold stützt den Aktienmarkt
Trotz dieser Gemengelage steigen die Börsenkurse derzeit von Rekord zu Rekord! Die Erklärung ist sehr einfach: Die großen Kapitalsammelbecken wie beispielsweise BlackRock wissen, dass es jetzt um das Ganze geht. Wenn es jetzt nicht gelingt, die Illusion von den endlos steigenden Aktienmärkten am Leben zu halten, droht ein Kurssturz, der selbst jenen vor nahezu 100 Jahren im Jahre 1929 in den Schatten stellen könnte. Die Kurse der Blue Chips müssen jetzt gegen den Trend unbedingt geschönt werden. Die dazu notwendigen Mittel erhalten sie aus der Liquidierung ihrer Goldbestände. Der Goldkurs verdoppelte sich im vergangenen Jahr von etwa 2700 auf bis zu 5500 Dollar. Die Gründe für diesen Anstieg sind genau in jenen Befürchtungen zu suchen, die die Aktienmärkte nun unter Druck setzten. Mit diesen Gewinnen wird offenbar versucht, die Aktienmärkte zu stabilisieren. Entsprechend ist der Goldkurs von 5500 Dollar in der Zwischenzeit auf 4500 Dollar zurückgegangen. Wie lange dieser Goldpuffer noch ausreicht, wird man sehen!

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