Während man sich anderswo der Klima-Hysterie hingibt und sich zu wundern scheint, dass „grünerfundene“ CO2-Steuern samt irrwitzigen weiteren „Grünmaßnahmen“ nicht zu „wirken“ scheinen, geht Tschechien mit seiner neuen nationalkonservativen Regierung einen ganz anderen Weg.
Klima-Hysterie nicht auf Babiš-Agenda
Auch in Prag hatte die erste Hitzewelle des Jahres im Juni 2026 für Temperaturen um die 40 Grad Celsius gesorgt, dennoch geht man in der Drei-Parteien-Koalition von Premier Andrej Babiš anders an die „Sache mit dem Klimawandel“ heran, offenbar mit dem, im Rest Europas offenbar verlustig gegangenen Hausverstand.
Die Gruppierung der Autofahrer-Partei, die mit am Kabinettstisch sitzt, verwehrt sich beispielsweise gänzlich dem Narrativ es menschengemachten Klimawandels und hat in der Regierung auch das Umweltressort inne.
Der Parteichef der „Autofahrer“, Außenminister Petr Macinka etwa, erklärte unmittelbar nach seiner Ernennung die „Klimakatastrophe für beendet“. Arbeitsgruppen, die sich mit der EU-seits gepushten Klimapolitik befassten, ließ er einfach auflösen. Resourcen werden nun offenbar sinnvoll im Sinne der Bevölkerung gebündelt. Erscheint hausverständig sinnvoll, nachdem die EU ganze sechs Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verursacht, sich jedoch in Sachen Klima zum Weltenretter auserkoren zu haben scheint.
NGO-Umweltschützer unter der Lupe
Für Umweltprojekte, die in der Vergangenheit von NGO´s verwirklicht wurden, sind die Gelder aus den Mitteln des Umweltministeriums gekürzt worden.
Filip Turek, Ehrenpräsident der Autofahrer-Partei und Regierungsbeauftragter für den European Green Deal, hat „naturgemäß“ ein hinterfragendes Verhältnis zu Umwelt-NGO´s wie auch der grünen Fraktion im tschechischen Parlament.
Als zwei Abgeordnete der Grünen eine Aussprache zu den Folgen der viel zu hohen Temperaturen verlangten, hat dies der anwesende Vorsitzende der Autofahrer-Partei, Außenminister Macinka, auf den Punkt gebracht, „tja, im Sommer ist es heiß, im Winter ist es kalt und in der Nacht ist es dunkel,“ lautete sein knapper wie treffender Kommentar.
Des Weiteren hat sich die neue Regierung in Tschechien auch dem gänzlichen Ausstieg aus der Braunkohle-Förderung entgegengestellt.
Kampf gegen „grünen Irrsinn“
Auch Premier Babiš hat sich dem „Kampf gegen den grünen Irrsinn“ verschrieben, was heutzutage in Europa wohl als Alleinstellungsmerkmal gelten muss.
Allerdings hat sich die gegenwärtige tschechische Regierung nach eigener Aussage nicht nur unter dem Einfluss der Autofahrer-Partei dem „Kampf gegen den grünen Irrsinn“ verschrieben. Premier Babiš von der national gesinnten ANO-Bewegung lässt auch keine Gelegenheit aus, um gegen die Klimaziele der Europäischen Union zu Felde zu ziehen und sie als einen großen Fehler zu bezeichnen.
Er tut dies meistens mit den Worten, er wolle anstelle der Pläne zur Klimaneutralität den „gesunden Menschenverstand“ in den Mittelpunkt stellen.
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