Russland hält eine weitere militärische Eskalation des Krieges gegen die Ukraine nach Darstellung des Kremls gegenwärtig nicht für notwendig. Zur Begründung verweist Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf angebliche Geländegewinne der russischen Streitkräfte. Zugleich kündigt Moskau mögliche harte Reaktionen auf ukrainische Angriffe gegen Ziele in Russland an.
Peskow: Russland brauche keine Eskalation
Peskow gegenüber Bloomberg:
„Wenn Sie von einer militärischen Eskalation sprechen, brauchen wir sie einfach nicht, weil wir ohnehin vorankommen.“
Nach russischer Darstellung setzen die eigenen Streitkräfte ihre Offensive fort. Generalstabschef Waleri Gerassimow soll erklärt haben, die russischen Verbände rückten an allen Frontabschnitten mit hohem Tempo vor. Unabhängig überprüfen lassen sich solche militärischen Angaben in einem laufenden Krieg häufig nur eingeschränkt. Beide Kriegsparteien nutzen Meldungen über Geländegewinne, Verluste und die Lage an der Front zugleich für ihre strategische Kommunikation.
Ausreichende Vorgangsweise mit Drohung von „harten Antworten“.
Peskows Aussage bedeutet daher nicht, dass Russland seine militärischen Operationen einstellen oder die Intensität seiner Angriffe grundsätzlich reduzieren will. Vielmehr stellt der Kreml die Fortsetzung des gegenwärtigen Vorgehens als ausreichend dar, um seine Ziele zu erreichen.
Gleichzeitig wirft der Kreml der Ukraine vor, russische Handels- und Wirtschaftseinrichtungen anzugreifen. Derartige Operationen würden Russland zu entsprechenden Gegenmaßnahmen zwingen, erklärte Peskow. Auf Angriffe gegen die wirtschaftliche Infrastruktur werde Moskau mit einer „harten Antwort“ reagieren.
Damit verbindet der Kreml zwei Botschaften: Einerseits behauptet er, keine zusätzliche Eskalation anzustreben. Andererseits hält er sich ausdrücklich die Möglichkeit umfangreicher Vergeltungsschläge offen. Was Moskau konkret unter einer „harten Antwort“ versteht, ließ Peskow offen.
Von einer Entspannung kann deshalb keine Rede sein. Solange die Kämpfe andauern und beide Seiten Ziele im Hinterland angreifen, bleibt das Risiko einer weiteren Verschärfung hoch. Entscheidend werden nicht die öffentlichen Formulierungen des Kremls sein, sondern die tatsächliche Entwicklung an der Front, der Umfang russischer Raketenangriffe und die Frage, ob diplomatische Initiativen zu belastbaren Verhandlungen führen.
Die Erklärung „Wir kommen voran“ ist somit weniger ein Friedenssignal als eine politische und militärische Botschaft: Moskau sieht sich nach eigener Darstellung nicht unter Zugzwang – droht aber gleichzeitig mit einer Ausweitung seiner Reaktionen. Für beide Seiten und Europa wäre es wohl das Beste, wenn dieser Krieg endlich beendet werden würde.

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Langweilig…………………….Was hat PUTIN wirklich vor ? Die BLITZKRIEG-ZEIT und deren METHODEN scheinen längst vorbei zu sein ?
Muss ich mich dabei wieder an das sehr alte SPRICHWORT erinnern: „Es wird nirgends so viel gelogen wie bei der JAGD und beim KRIEG ?“