Die Die Kontrolle der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) über den Hafen Berbera in Somaliland ist der Punkt, an dem sich Handelsinteressen und militärische Strategie klar überschneiden.
30-Jahresvertrag über 442 Mio. Dollar
Die Firma DP World, damals, unter der Leitung von Epsteins Brieffreund Sultan Ahmed bin Sulayem, hatte im Mai 2016 einen 30-Jahres-Vertrag zum Betrieb des Tiefwasserhafens Berbera, der 442 Millionen Dollar wert war, unterzeichnet.
Im Jahr 2017 genehmigte schließlich das Parlament von Somaliland die Errichtung einer emiratischen Militärbasis in Berbera, wodurch den VAE Zugang zur sowjetischen 4.140 Meter langen Start- und Landebahn sowie zu weiteren Luftanlagen gewährt wurde.
Berberas strategische Bedeutung
Dieses Tiefwassertor am Golf von Aden liegt für die VAE freilich strategisch nahe, nämlich nur 300 km entfernt, an der wichtigen Bab-el-Mandeb-Straße. Dies ermöglicht es den VAE, See- und Luftstreitkräfte über die Wasserstraße zu „führen“ und sowohl Jemens Ansar Allah- als auch saudische Interessen in der Region damit herauszufordern.
Die Militärbasis wird für eine mögliche gemeinsame Nutzung durch die VAE, Israel und die USA erweitert, Le Monde hatte dazu im Juli Satellitenbilder veröffentlicht. OSINT-Berichte auf X mutmaßen über den Bau neuer SAM-Stellungen, Radarstellungen, UAV- und Flugzeughangars sowie mehrerer unterirdischer Strukturen, Bunker wie auch Munitionslager.
Die kommerzielle Rolle Berberas wächst jedenfalls auch, da Unternehmen im Zuge der Krise der Straße von Hormus zunehmend in Richtung Rotes Meer „abwandern“.
Somaliland – Arena für eine neue geostrategische Schlacht?
Während seines jüngsten Besuchs in den USA hatte der somalische Führer Cabdiraxmaan Cirro, sein Land und den Hafen Berberas als strategisches Tor zum Roten Meer für die USA und als potenziellen Stützpunkt gegen die Huthis, angepriesen. Militärexperten warnen allerdings bereits, dass der anhaltende Nahostkonflikt auf Somaliland und die weitere afrikanische Region übergreifen werde.










