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Die Ukraine verfügt nach Einschätzung des pensionierten US-Oberstleutnants Daniel Davis über keine wirksamen Druckmittel mehr, um Russland bei möglichen Friedensverhandlungen zu Zugeständnissen zu bewegen. Auch eine weitere Verschärfung der westlichen Sanktionen gegen Moskau werde an der schwierigen Verhandlungsposition Kiews nichts ändern, erklärte der ehemalige US-Offizier.

„Die bittere Realität ist, dass es keine Rolle spielt, wie viele Sanktionen gegen Russland verhängt werden, da die Ukraine im Verhandlungsprozess schlicht nichts mehr anzubieten hat“, schrieb Davis auf der Plattform X.

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Damit reagierte er auf Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der sich gegen eine vorzeitige Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen ausgesprochen hatte. Selenskyj befürchtet, dass Kiew und seine westlichen Partner dadurch wichtige Druckmittel verlieren könnten, noch bevor direkte Verhandlungen auf höchster politischer Ebene beginnen.

In einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehsender TSN erklärte Selenskyj, er wolle nicht in eine mögliche Begegnung zwischen den Staatschefs Russlands, der Vereinigten Staaten und der Ukraine gehen, wenn zuvor bereits sämtliche Sanktionen aufgehoben worden seien.

Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten sollte über eine Lockerung oder vollständige Aufhebung der Strafmaßnahmen erst nach einer Beendigung des Konflikts entschieden werden.

Davis widerspricht dieser Einschätzung jedoch entschieden. Seiner Ansicht nach hängt der Ausgang des Konflikts längst nicht mehr von der westlichen Sanktionspolitik ab. Der pensionierte Oberstleutnant geht vielmehr davon aus, dass Russland seine strategischen Ziele unabhängig vom wirtschaftlichen Druck des Westens erreichen werde.

Dies könne entweder durch eine diplomatische Einigung am Verhandlungstisch oder durch weitere militärische Entwicklungen auf dem Schlachtfeld geschehen, so Davis.

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Von UME

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