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Die Oreshnik erreicht über 12.000 km/h und hat 6 x [unabhängig manövrierfähige] MIRV-Gefechtsköpfe mit je 6 x Submunitionen | Quelle. MoD

In einem Interview mit RIA Novosti erklärte der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes (SVR), Sergey Naryshkin, warum Bestrebungen russophober Kreise EU-Europas ihr Ziel bisher verfehlt hätten.

Sergey Naryshkin: „Die Auflösung des Völkerrechtes bedeutet
das Ende und den Zusammenbruch der liberalen Weltordnung!“

26.01.2026 – Wladimir Sychev (li) von RIA Novosti im Gespräch mit Sergey Naryshkin (re) | Quelle: Screenshot Video RIA Novosti

Von REDAKTION | Vor dem Hintergrund der Ablöse der sogenannten regelbasierten Weltordnung atlantischen Musters durch eine umso aggressivere Außenpolitik der Vereinigten Staaten, bedarf es einer Politik des strategischen Gleichgewichts, um die Politik der „immerwährenden Kriege“, die sich insbesondere nach dem Fall des Eisernen Vorhanges immer stärker manifestierten, künftig effizienter einzudämmen.

Der Direktor des russischen Auslandsnachrichtendienstes, Sergey Naryshkin geht in seinem Interview durch RIA Novosti auch auf die Wirkung der neuen russischen Waffensysteme auf die militär-politischen Kreise des Westens ein. Es handelt sich dabei um neue russische Waffen-Systeme, wie insbesondere vor allem um:

💥 „Burevestnik“ – ein nukleargetriebener Marschflugkörper unlimitierter Reichweite,

💥 „Poseidon“ – ein nukleargetriebener Unterwassertorpedo mit Nuklearsprengkopf,

💥 „Sarmat“ – Interkontinental-Rakete der 5. Generation mit 10-fach Sprengköpfen,

💥 „Oreshnik“, eine Hyperschallrakete für 12.000 km/h, mit sechs hyperschallfähigen unabhängig zielbaren Gleitflugköpern (MIRV) & je sechs Submunitionssätzen zusätzlich.

Das System-Oreshnik hat inzwischen zwei Waffengänge gegen Ziele in der Ukraine erledigt. Die Oreshnik-Rakete könnte nur während ihrer Anfangsphase abgefangen werden. Sobald sich seine Sprengköpfe dem Ziel nähern, bewegen sie sich mit extremer Geschwindigkeit, was ein Abfangen in der Endphase unmöglich macht.

Der massenhafte Einsatz der neuen russischen Rakete Oreshnik ist „in seiner Wirkung mit dem Einsatz von Atomwaffen vergleichbar“, erklärte Präsident Wladimir Putin anlässlich einer Rede unmittelbar nach dem ersten Kampfeinsatz der Oreshnik Ende November 2024 in der Ukraine. Der Präsident führte aus, dass die neue Waffe, über die nur Russland verfüge, darauf ausgelegt sei, gut geschützte, tief liegende Ziele mit Gefechtsköpfen zu treffen, die erhitzt auf 4.000 Grad Celsius in Kombination mit der extrem hohen Fluggeschwindigkeit an der Einschlags- & Explosionsstelle alles in Elementarteilchen bzw. „im Grunde genommen zu Staub“ zerlege.

Vom Startplatz in Kapustin Jar aus benötigte die Oreshnik-Rakete die nachstehend aufgeführten Zeiten, um beispielsweise die folgenden Zielpunkte zu erreichen:

  • Die US-Raketenabwehrbasis Redzikowo in Polen: 11 Minuten
  • Die Ramstein US-Air Base in Deutschland: 15 Minuten
  • Das NATO-Hauptquartier in Belgien: 17 Minuten

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt der Westen über keinerlei Luftabwehrsysteme, welche die diversen Hyperschall-Hightech-Systeme Russlands abwehren könnten!

Das Interview von Sergey Naryshkin geführt von
Waldimir Sychev mit Fragen zur heutigen Krise

Bild: Das Interview mit Sergey Naryshkin führte Wladimir Sychev für RIA Novosti | Quelle: Screenshot Video RIA Novosti

Wladimir Sychev: Sergej Yevgenyevich, zunächst vielen Dank, dass Sie sich trotz Ihres vollen Terminkalenders die Zeit zur Beantwortung unserer Fragen nahmen.

 Das abgelaufene Jahr hat der Welt große Unruhen beschert. Auch der Beginn des Jahres 2026 war von einer Reihe sehr beunruhigender Krisen in verschiedenen Regionen der Welt geprägt. Natürlich mangelt es nicht an Kommentaren zu den Geschehnissen. Viele Experten sprechen davon, wonach sich das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Völkerrecht in Auflösung befände. In Folge hat der neue sogenannte Weltfriedensrat [Board of Peace von Präsident Donald Trump] große Aufmerksamkeit erregt. Wie lässt sich Ihrer Meinung nach das Geschehen bewerten und was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an der gegenwärtigen Situation?

Der Direktor des russischen Auslandsnachrichtendienstes, Sergey Naryshkin beim Interview durch RIA Novosti | Quelle: Screenshot Video RIA Novosti

Sergey Naryschkin: Ich würde sagen, dass die Grundlagen des Völkerrechts in den letzten rund drei Jahrzehnten sehr heftigen Angriffen ausgesetzt wurden, vor allem seitens der Regime des totalitär-liberalen Westens. Man erinnere sich nur:

  • An das Jahr 1999 mit der Aggression des NATO Bündnisses gegen Jugoslawien!
  • An das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts mit Invasionen in Irak und Libyen!
  • An das Jahr 2014, als die internationalen Gemeinschaft des Westens eines der Grundprinzipien der Charta der Vereinten Nationen de facto mit Füßen trat:

Das Recht der Völker auf Selbstbestimmung!

Das heißt, das Recht der Menschen ihren Weg in die Zukunft selbst frei bestimmen zu können. Ich meine damit die Missachtung und das Unverständnis von Vertretern des Westens gegenüber dem Willen des Volkes auf der Krim. Die Krim hat durch das demokratischste Instrument überhaupt, durch das Referendum, bei dem sich die Bewohner der Krim und Sewastopols klar und deutlich zu ihrer Heimat Russland bekannten, ihren Willen zum Ausdruck gebracht. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen.

  • Inzwischen ist das Jahr 2026 angebrochen. Am 3. Januar 2026 wurde der rechtmäßig gewählte Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, gewaltsam aus seinem Amt entfernt. Dies ist ein grober Verstoß gegen das Völkerrecht, was jedoch einen Teil der politischen Klasse Washingtons aufgrund der erfolgreichen Operation nur in Euphorie versetzte.

Es stellt sich die Frage, wie das weitergehen soll bzw. welche Konsequenzen sich aus diesen Entwicklungen ableiten? Meine Prognose dazu lautet:

Es bedeutet das Ende und den Zusammenbruch der liberalen Weltordnung!

… genauer gesagt, der totalitär-liberalen Weltordnung. Es ist bezeichnend, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – eines Landes, das diese Weltordnung über viele Jahrzehnte geprägt hat, den letzten Nagel in den Sarg der inzwischen verhassten regelbasierten Ordnung schlägt. Die grundlegende Frage lautet jetzt:

Was wird dem nachfolgen?

Die Vertreter des Westens möchten natürlich das Recht des Stärkeren durchgesetzt wissen, um [dem Rest der Welt] ihren Willen aufzwingen zu können. Ohne Zweifel droht dies die Lage zu verschärfen, gepaart mit Chaos bis hin zu neuen und groß angelegten militärischen Konflikten.

Russland sowie unsere Partner und Verbündeten in den Staatengruppen BRICS, SCO und CSTO schlagen hingegen eine Weltordnung vor, die auf den Prinzipien …

 … der Souveränität und Gleichheit aller Staaten sowie auf der Grundlage gleicher und unteilbarer Sicherheit für alle basiert!

Wladimir Sychev: Ich möchte auf ein Ereignis vor zwei Wochen zurückkommen, das nicht unerwähnt bleiben soll: Es wurde berichtet, wonach die umstrittene „Koalition der Willigen“ eine Erklärung mit der Absicht unterzeichnet hätte, um im Fall eines Friedensabkommens Truppen europäischer Länder in der Ukraine zu stationieren. Das sieht jedoch wie ein offener Versuch aus, alle Bemühungen um eine friedliche Einigung zu torpedieren, denn Russland hat wiederholt erklärt, dass es die Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine kategorisch ablehne. Was steckt Ihrer Meinung nach hinter diesem demonstrativen Ansinnen jener Länder Europas?

Sergey Naryshkin: Sie haben völlig Recht, wenn Sie sagen, dass die „Koalition der Willigen” mit allen Mitteln versucht, den Friedensprozess zu torpedieren. Die Länder Europas, vor allem aus dieser berüchtigten „Koalition der Willigen”, versuchen Bedingungen in das System künftiger Friedensvereinbarungen einzubauen, die für Russland völlig inakzeptabel wären. Dabei handelt es sich um Bedingungen, die nicht nur die Ursachen der Ukraine-Krise nicht beseitigen, sondern die internationale Lage erheblich verschärfen und die Voraussetzungen für ein Anwachsen des Konfliktpotenzials bis hin zu einem umfassenden, groß angelegten militärischen Konflikt schaffen würden.

Die Vereitelung einer Friedensvereinbarung ist nicht das einzige Ziel, das sich die euro-atlantischen Eliten stellten. Die Staats- und Regierungschefs einer ganzen Reihe europäischer Länder versuchen gemeinsam und einzeln, die Vereinigten Staaten und seinen Präsidenten davon zu überzeugen, dass die USA wieder in die Hauptrolle einstiegen und sie zum Hauptsponsor des Regimes in Kiew machte. Sie versuchen die USA davon zu überzeugen, wonach Russland an einem Frieden vermeintlich nicht interessiert wäre.

Allerdings sehen wir, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika über genügend politisches Gespür verfügt, um diesen Provokationen sogenannter Verbündeter nicht nachzugeben!

Wladimir Sychev:  Sergej Yevgenyevich, noch eine Beobachtung in einer Reihe anderer Entwicklungen und Erscheinungen aus dem Jahr 2025: Im Westen sind die Forderungen nach einer strategischen Niederlage Russlands auf dem Schlachtfeld verstummt. Das scheint logisch, denn die russische Armee rückt derzeit nach allen Richtungen stetig vor. Was aber, wenn der Westen nunmehr darauf setzt, Russland maximalen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, unter anderem, um unseren Verteidigungs- und Industriekomplex einzudämmen und soziale Spannungen zu provozieren? Liegt dieser Annahme ein wahrer Kern zugrunde?

 Sergey Naryshkin: Es stimmt, besagte Beschwörungen, um Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, sind zwar in der Öffentlichkeit verstummt:

Aber nur in der Öffentlichkeit!

Nach Informationen, die dem russischem Auslandsgeheimdienst [SVR] vorliegen, verfolgen extrem-russlandfeindliche politische und militärische Kreise europäischer Länder weiterhin die Umsetzung ihres strategischen Plans gegen unser Land zur Fortsetzung des Krieges bzw. wie sie es nennen:

  • bis zum letzten ukrainischen Soldaten!
  • unter Fortsetzung des Wirtschaftskrieges durch Sanktionen und politischen Druck!
  • durch Informations- und Cyberoperationen und andere feindliche Handlungen!

Eine andere Frage ist jedoch, dass all diese Bemühungen nicht zu den vom Westen gewünschten Ergebnissen führten. Die russische Armee rückt praktisch an der gesamten Frontlinie konsequent vor. Der militärisch-industrielle Komplex Russlands entwickelt sich rasant und die Wirtschaft zeigt sich stabil. Vor allem unterstützt die russische Gesellschaft die Politik des Oberbefehlshabers und die Aktionen der russischen Armee.

Wladimir Sychev:  Sergej Yevgenyevich, ich habe die folgende Frage: Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin hat Ende letzten Jahres bekannt gegeben, dass in unserem Land die Tests von Waffen-Systemen wie von „Burevestnik“ und „Poseidon“ erfolgreich abgeschlossen worden wären. Wie fielen dazu die Reaktionen sowohl unserer Gegner im Westen als auch unserer strategischen Partner aus? Hat jüngst der Kampfeinsatz unseres strategischen Waffen-Komplexes „Oreshnik“ gegen Ziele im Westen der Ukraine Eindruck gemacht und westliche Heißsporne zur Ernüchterung bringen können?

 Sergey Naryshkin: Die Erklärung des Präsidenten der Russischen Föderation über den erfolgreichen Abschluss der Tests der Waffensysteme „Burevestnik“ und „Poseidon“ hat natürlich sowohl bei unseren Gegnern als auch unseren Partnern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die meisten Politiker, Militärs und Experten im Westen hatten nicht damit gerechnet, dass Russland in so relativ kurzer Zeit derart ausgereifte Waffensysteme realisieren könne.

Als vor einigen Tagen eine militärische Einrichtung im Westen der Ukraine vom System „Oreshnik“ getroffen wurde, waren sowohl militärische als auch politische Kreisen im Westen fassungslos. Westliche Experten und Militärspezialisten mussten eingestehen, dass sie weder über die technischen noch militärischen Mittel verfügen, um Oreshnik Waffen-Systeme abfangen zu können. Das diente natürlich zur Warnung und Mahnung an den Westen:

  •  keine militärischen Formationen und Truppen der NATO-Mitgliedstaaten in die Kampfhandlungen auf dem Territorium der Ukraine zu involvieren!
  • nach Beendigung des Konflikts keine Militärkontingente auf dem von der Ukraine kontrollierten Territorium stationieren zu lassen!

Wladimir Sychev: Sergej Yevgenyevich, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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Von Redaktion

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