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Bild: Reuters / Abdulla Albedwawi / Uae Presidential Court

Der ukrainische, nicht gewählte Präsident Selenskyj tourt augenblicklich durch die „kriegsgebeutelten“ Golf-Emirate. Eine „reine Betteltour wie gewohnt“ scheint dies allerdings nicht zu sein, er bietet vor Ort seine Drohnen-Expertise an und offenbar soll es auf „Tauschhandel“ hinauslaufen.

Gegenleistungen inbegriffen

Selenskyj bietet nunmehr den Golfstaaten ukrainische Drohnen-Expertise an, fraglos verhandelt er dabei auch über Gegenleistungen für den Krieg in seinem Land.

Die Ukraine plant also künftig im Bereich Sicherheit und Verteidigung auch mit den Vereinigten Arabischen Emirate und Katar zusammenzuarbeiten. Dies hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 28. März bekannt gegeben. Diese erste Ankündigung war nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Emirate, Mohammed bin Sajed al-Nahjan erfolgt. „Unsere Teams werden die Details ausarbeiten“, schrieb Selenskyj dazu auf Telegram. Am 27.März hatte Kiew bei einem Besuch Selenskyjs in Saudi-Arabien bereits ein ähnliches mit dem Golf-Königreich geschlossen.

Im Anschluss daran war Selenskyj nach Katar gereist. Am Nachmittag des 28. März hatte der ukrainische Präsident dort eine ähnliche Einigung getroffen. „Die Vereinbarung beinhaltet eine Zusammenarbeit in technologischen Bereichen, gemeinsame Investitionen und den Austausch von Fachwissen bei der Abwehr von Raketen und unbemannten Luftsystemen“, hatte dazu das katarische Verteidigungsministerium erklärt.

„Günstige EU gesponsorte“ Drohnenabwehr als Verhandlungsmasse

Hintergrund der diesbezüglichen „Selenskyj-Offensive“ am Golf ist freilich die seit Ende Februar andauernde militärische Intervention der USA und Israels gegen den Iran. Seit Beginn des US-israelischen Angriffs greift Teheran auch, mit den USA verbündete Golfstaaten, mit Drohnen und Raketen an.

Die Ukraine verfügt, nicht zuletzt dank finanzkräftiger Hilfe seitens der EU, nach fünf Jahren Krieg gegen Russland über umfangreiche Erfahrung in der Abwehr von Drohnen und Raketen. Russland setzt gegen die Ukraine unter anderem Schahed-Drohnen iranischer Bauart ein, die Moskau inzwischen unter der Bezeichnung Geran-2 selbst produziert.

Kiew nutzt zur, allerdings mäßig erfolgreichen Abwehr dieser Drohnen, vor allem elektronische Störgeräte und mobile Abwehrwaffen–Systeme, die allerdings auch erheblich günstiger sind als die konventionellen Abfangraketen, auf die Golfstaaten bislang gesetzt hatten. US-amerikanische Patriot-Abfangraketen kosten mehrere Millionen Dollar pro Stück, während die Drohnen, die sie abschießen sollen, für wenige zehntausend Dollar in Serie gefertigt werden.

„Es besteht bereits ein klares Verständnis darüber, wie das System zum Schutz des Luftraums und kritischer Infrastrukturen in den Emiraten durch die Integration ukrainischer Erfahrungen gestärkt werden kann“, erklärte dazu Selenskyj. Kiew habe ein umfassendes Schutzsystem entwickelt, das einen hohen Prozentsatz feindlicher Drohnen und Raketen abfange.

Langfristige Zusammenarbeit seitens Ukraine geplant

Selenskyj betonte, die Ukraine sei nicht nur auf Hilfe angewiesen, sondern auch bereit, jene Partner zu unterstützen, die Kiew unterstützen würden. Ukrainische Einsatzkräfte sind nach Angaben Selenskyjs bereits seit mehreren Wochen in den Emiraten stationiert, um die dortige Luftverteidigung zu stärken. Wobei sich hier freilich die Frage aufdrängt, inwieweit das mit dem Mangel an ukrainischen Soldaten an deren „eigener“ Front vereinbar ist, dort scheint man offenbar immer mehr auf „westliche Söldner“ zu setzen.

Konkret schlug Selenskyj nun eine langfristige Zusammenarbeit vor, die auch die gemeinsame Produktion von Schutzsystemen und die Modernisierung der Verteidigung kritischer Infrastruktur umfassen könne. Die genauen Vereinbarungen werden laut dem ukrainischen Präsidialamt allerdings derzeit noch finalisiert.

Dem Kyiv Independent zu Folge sprachen beide Seiten beim Treffen mit dem emiratischen Präsidenten auch über die iranische Blockade der Straße von Hormus, die den Ölpreis weltweit in die Höhe getrieben hat. Die Auswirkungen sind auch in der Ukraine spürbar, Treibstoff- und Düngemittelpreise sind gestiegen, was Unternehmen und Landwirte belastet.

Selenskyj nutzt die Krise

Die Reise Selenskyjs in die Golfregion folgt zweifelsfrei einem klaren strategischen Kalkül. Seit Wochen schlägt Kiew vor, seine kostengünstigen Drohnenabwehrsysteme gegen Abfangraketen zu tauschen, die die Ukraine ihrerseits zur Abwehr russischer ballistischer Raketen und Marschflugkörper dringend benötigt.

Die diplomatische Offensive fällt nicht zufällig in eine Phase wachsender „Zurückhaltung“ bei der westlichen Militärhilfe für die Ukraine. Laut Washington Post erwägt das Pentagon, ursprünglich für die Ukraine bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten, da der Iran-Konflikt die amerikanischen Munitionsbestände „unerwartet“ massiv belastet.

Überdies blockierte Ungarn zuletzt EU-Hilfen für Kiew mit deren Veto. Die neuen Partnerschaften am Golf sollen Selenskyj nun offenbar auch als Absicherung gegen schwindende westliche Unterstützung dienen.




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Von ELA

2 Gedanken zu „Selenskyj auf „PR-Tour“ am Golf – „zu erbetteln gibt’s da wohl Nichts““
  1. moin
    eine „ode“ an den pimmelpianisten:
    Der Blender
    .
    Der Blender ist ein Wesen, der meint, er wär` ein Licht.
    Die Menschheit zu belehren, hält er für seine Pflicht.
    .
    Wenn wir dies Licht nicht hätten,dann säh’s hier düster aus.
    Das Leben wäre sinnlos – ein absoluter Graus!
    .
    Er glaubt, er sei ein Denker hält sich für gelehrt.
    Im Grunde aber leider -erzählt er ein’ vom Pferd.
    .
    Denn meistens, wenn’s verzwickt wird, funkt es nur kurz und zischt;
    der helle Schein des Blenders ist schlagartig Geschicht’.
    *
    © Norbert van Tiggelen 1964–2022

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