Wir erleben gerade den größten Realitätsverlust unserer Zeit.
70 % der Deutschen sind überfordert, müde und orientierungslos – und niemand erklärt dir, warum.
Gerald Hüther schon.
In diesem Gespräch spricht er brutal klar darüber, wie Politik, Medien, Schule und Selbstoptimierung uns Schritt für Schritt zu Objekten machen.
- Warum wir unsere Würde freiwillig abgeben.
- Warum so viele Menschen innerlich aufgegeben haben.
- Und warum unsere Kinder keine echte Zukunft haben, wenn wir jetzt nicht aufwachen.
Dieses Gespräch ist nichts für Menschen, die weiter schlafen wollen.
Gerald Hüther gehört zu den weisesten Stimmen Deutschlands. Über 75 Bücher – Worte sind seine schärfste Waffe.
Und hier setzt er sie ein wie selten zuvor. Im nachfolgenden Video Interview gibt Gerald Hüther interessante Perspektiven zur Psychologie und den Schwachstellen der Menschen
Warum so viele Menschen sich selbst nicht mehr mögen
- Was bräuchte es denn, damit die Menschen, die im System gefangen sind, wach werden?
„Die Menschen müssten wieder mit sich selbst in Berührung kommen. Die leben das Leben eines Funktionsträgers.
Sie müssten wieder mit sich selbst in Berührung kommen. Sie spielen eine Objektrolle. Sie haben sich damit abgefunden, dass sie Objekte der Anweisungen, Vorstellungen und Bewertungen von irgendwelchen Obrigkeiten sind, wie Kultusminister oder Schulleiter,“ meint Herr Hüther.
„Wenn man sie dann fragt, für wen arbeitest du eigentlich? Dann sagen sie, nicht für die Schüler, sondern tatsächlich für die Behörden, die sie bezahlen. Oft ist es dann so, dass ein solcher Lehrer plötzlich begreift, dass er in diesem Job seine ganze Würde verliert, weil er sich wie ein Objekt behandeln lässt. Falls er sich selbst noch so sehr mag, dass er nicht mehr zuschauen kann, wie er da vergammelt, dann wehrt er sich.“
- Wie könnte man diesen Lehrern helfen?
„Mann müsste ihnen helfen, dieses Gefühl wiederzufinden, was sie mal hatten, als sie sich noch nicht verraten hatten.“
- Warum gibt es so viele Menschen, die so herumlaufen und alles mitmachen?
„Es gibt offenbar ganz viele Menschen, die sich selbst nicht hinreichend mögen. Wenn sie sich selber mögen, würden sie merken, dass was mit ihnen gemacht wird, was ihnen nicht guttut.“
- Wie kann es dazu kommen, dass es so viele Menschen gibt, die sich selbst nicht mehr mögen?
„Das kann eigentlich nur dadurch zustande kommen, dass man die einem eigentlich angeborene Liebe zu sich selbst, die jedes Kind mit auf die Welt bringt, verliert. Indem man sie unterdrückt. Sie denken, ich muss da jetzt durch und unterdrücken ihre innere Stimme. (…) Das würde bedeuten, dass wir in einem Land sind, wo so viele Menschen leben, die Dinge tun, wo ihnen ihr Gewissen oder ihre innere Stimme, ihr authentisches Selbst sagt, du das ist nicht in Ordnung. Und die Menschen machen es trotzdem. Da kommen lauter unglückliche Leute raus, die mit sich selber nicht zufrieden sind.“
Menschen, die mit sich selbst nicht glücklich sind, machen auch andere unglücklich
„Wenn jemand nicht mit sich selbst zufrieden ist, macht er auch andere unzufrieden. Wenn er verwickelt ist, verwickelt auch andere.
Wenn der sozusagen auf Konflikt und Krieg gebürstet ist, dann führt er den Krieg in die Welt.“

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