web analytics

Nicht die Politik, nicht Merz – endlich wurde der wahre Schuldige für die schlechteste Wirtschaftslage der Nachkriegsgeschichte gefunden:

Das Niedrigwasser des Rheins

Diese Mär wird eifrig von den Medien befeuert. Es ist eine allzu bequeme Erklärung. Am Montag, dem 3. August, sagte Thilo Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zu BILD etwas Bemerkenswertes. Das Niedrigwasser in deutschen Flüssen könne das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Punkte drücken. Das hatten wir schon einmal 2018. Damals hatten Kollegen ausgerechnet, dass etwa 0,4 Prozent des Wirtschaftswachstums betroffen waren.

Echte Lieferengpässe

Das ist eine Größenordnung, in der wir uns im Moment überhaupt befinden, wenn es gut läuft. Ein längerer Ausfall der Schiffbarkeit auf dem Rhein könne das ganz klitzekleine Pflänzchen Wachstum komplett ersticken. Für die Wirtschaft bedeute das echte Lieferengpässe. Die Schiffe können schon seit einiger Zeit nur noch mit geringerer Beladung den Rhein runterfahren. Aktuell sehe es so aus, dass beispielsweise in Köln gar keine Schifffahrt mehr stattfinde. Wichtige Waren für die Chemie, die Stahlindustrie und für Raffinerien kämen nicht mehr an ihrem Bestimmungsort an. Klingt dramatisch. Klingt aktuell. Klingt nach einer greifbaren Erklärung.

Die historischen Tiefstände

Solche extremen Niedrigwasser gab es schon lange vor dem Wort Klimawandel. 1920 und 1921 war der Rhein monatelang extrem niedrig. 1947 erreichte der Durchfluss am Pegel Kaub den niedrigsten je gemessenen Wert. Im Hungerjahr 1947 und auch 1948 konnte man an manchen Stellen Rhein und Elbe fast zu Fuß durchwaten. Die Schifffahrt war stark eingeschränkt. Das ist kein neues Phänomen.

Die tieferen Ursachen

Doch die Gründe liegen tiefer. Energieintensive Betriebe produzieren schon seit Jahren weniger. Die Energiekosten sind zu hoch. Viele potenzielle Kunden nagen selbst am Hungertuch. Die Nachfrage ist schwach. Deshalb braucht es weniger Transport. Das Niedrigwasser trifft eine schon geschwächte Industrie. Es ist real und kostet Geld, aber es ist nicht die Ursache.

Das Niedrigwasser wird passend gemacht

Das IW weiß genau, was man in Berlin gerne hört. Eine externe Erklärung. Am besten eine naturgegebene, etwas, das man dem Klima oder der Dürre zuschreiben kann. Nicht der eigenen Energiepolitik. Nicht der Bürokratie. Nicht den Standortkosten der letzten Jahre. Das Hauptstadtbüro des Instituts sitzt in der Georgenstraße. Knapp zwei Kilometer vom Kanzleramt entfernt. Praktisch nah am Ohr der Macht.

Ein willkommenes Ablenkungsmanöver

Ein willkommenes Sündenböckchen. Unschuldig. Greifbar. Und genau deshalb so nützlich. Nur gut, dass gute Ratschläge für Berlin nicht auf dem Rhein transportiert werden. Sonst wäre das Niedrigwasser schon viel früher aufgefallen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unserem Medien-Kooperationspartner Journalistenwatch

UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.

 



x

 

 

Von FREIGEIST

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert