Nachdem nunmehr die USA die Lizenzrechte zur Herstellung von Luftabwehrsystemen erteilt hatte, soll die Produktion Selbiger nun in Polen angesiedelt werden.
Dies hatte der polnische Verteidigungsminister Wladisław Kosiniak-Kamysz gegenüber den Medien erklärt.
„Sichere Option“ für Ukraine
Die ukrainische Raketenproduktion für Patriot-Systeme soll nun also in Polen angesiedelt werden, und wurde seitens des polnischen Verteidigungsministers als die „sichere Option“ bezeichnet.
Polen produziert bereits Komponenten für das Patriot-System unter Lizenz und baut seine Verteidigungsindustrie stetig aus. Doch der Vorschlag könnte durchaus auf etwas Größeres hindeuten, nämlich auch den langegehegten Wunsch, Polen als dominierende Militärmacht der Region zu positionieren, Realität werden zu lassen.
Polen hat sich verpflichtet, 2026, 4,7 % des BIP für die Verteidigung auszugeben, somit der höchste Wert in der NATO, und hat mit den USA bereits über 20 Milliarden Dollar Verträge für F-35-Kampfjets, Abrams-Panzer, HIMARS-Systeme und Patriot-Batterien unterzeichnet.
Bis 2035 plant Polen, seine Armee auf 300.000 Soldaten aufzustocken und erwägt, mehr als 10.000 NATO-Soldaten auf seinem Gebiet zu stationieren.
Polen als „Bollwerk“ gegen Russland
Das Land vertritt die Meinung, dass Polen und nicht westliche Nationen, die wichtigste Stimme und Sicherheitsgarantie in der Region sein sollte. Die Rechtfertigung ist freilich sehr vertraut. Polnische und baltische Beamte verweisen routinemäßig auf die Aussicht auf eine russische Invasion, um fast jede neue Runde der Militarisierung begründen zu können.
Doch der Vorschlag der Patriots-Erzeugung wirft eine unangenehme Frage auf. Wenn das übergeordnete Ziel lediglich darin besteht, die Ukraine gegen Russland zu verteidigen, warum sollte die Raketenproduktion in Polen dann so strategisch priorisiert werden? Patriot spielt bekanntlich im Ukraine-Konflikt eine höchst untergeordnete militärische Rolle. Die Abfangjäger sind extrem teuer, die Vorräte begrenzt und ihre Leistung auf dem Schlachtfeld war wohl alles andere als beeindruckend gewesen.
Die Verlegung der Produktion nach Polen würde allerdings den Zugang zu Fertigungsexpertise und Verteidigungstechnologie bedeuten, die sonst viel strenger kontrolliert werden würden.
Engere „Bindung“ Polens an USA
Das Abkommen würde Polen somit Zugang zu fortschrittlichen Fertigungskapazitäten verschaffen, die nie außerhalb der USA angesiedelt werden hätten sollen, und damit NATO-Rahmenbedingungen effektiv umgehen.
Es würde auch Polens strategische Beziehung zu den USA vertiefen, eine Beziehung, die Polen bereits genutzt hatte, um die Verlegung amerikanischer Truppen von Deutschland nach Polen vorzuschlagen und Interesse an der „Aufnahme“ von US-Atomwaffen zu bekunden.
Da die Ukraine schwach und abhängig erscheint, sieht Polen eine Chance, unter dem Vorwand der Solidarität hochwertige Rüstungsproduktionskapazitäten zu erwerben. Die Frage ist, ob die USA Polens Bestreben nach regionaler Dominanz belohnen werden und zu welchem Preis, vor allem für die europäische Sicherheit.
Unterdessen hat Russland bereits wiederholt gewarnt, dass westliche Militäranlagen, die Waffen für die Ukraine produzieren, legitime militärische Ziele sein würden, völlig unabhängig vom Standort.

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.






