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Tucker Carlson (li) fragt Kim Dotcom (re), warum der Westen kollektiv gegen Osten marschiert? | Fotos Screenshots TCN, Grafik UM & AI

Kim Dotcom hat nach seinem Schlaganfall im Jahr 2024 dem Tucker Carlson Network (TCN) seinen ersten öffentlichen Auftritt gegeben. Er verrät Tucker Carlson, warum sich die Europäer aus finanziellen Gründen gezwungen sehen, mit den USA durch dick und dünn zu gehen.

Das Interview von Kim Dotcom durch Tucker Carlson  im Transkript auf Deutsch – Teil 2

 Tucker: Sind amerikanische Medien Teil der Bemühungen, um die Öffentlichkeit zu indoktrinieren?

Kim Dotcom: Natürlich!

Wer auch immer die Medien kontrolliert, kontrolliert die Öffentlichkeit!

Daher wird heute jeglicher Zugang zu den Medien kontrolliert!

Tucker: In den USA gibt es einen Aufschwung unabhängiger Medien. Einige von ihnen verfügen über hohe Zugriffe und erreichen viele Menschen sowie lassen sie Gespräche wie dieses zu. Wird man gegen diese Entwicklung angehen bzw. wie lange könnte das Ihrer Meinung noch dauern?

Kim Dotcom: Es ist gut, dass es unabhängige Medien gibt. Sie betreiben ein solches Netzwerk. Es ist also sehr gut, dass es Sie gibt! Doch früher oder später wird es ein hartes Durchgreifen gegen alle, die noch nicht unter der Kontrolle stehen, geben!

Tucker: Was könnten die Menschen tun, um sich gegen ein solch hartes Durchgreifen zur Wehr zu setzen?

Kim Dotcom: Nicht viel: Denn, die Macht der Regierung ist sehr groß, dagegen kann man nicht viel unternehmen!

Tucker: Sie klingen nicht besonders hoffnungsvoll oder irre ich mich?

Kim Dotcom: Doch das ist die Realität – was kann ich machen? Es entspricht nur den Tatsachen!

Tucker: Welches ist derzeit das freieste Land? Wo besitzt man mit den größten Spielraum, um das zu sagen zu können, was man sich denkt?

Kim Dotcom: Ich finde, die Schweiz ist diesbezüglich sehr gut. Denn dort gibt es die direkte und keine repräsentative Demokratie – das Volk entscheidet also selbst: Das ist die Macht des Volkes. Das möchte ich durch diese Wahl mit der Freedom Party nach Neuseeland bringen, um auch hier die direkte Demokratie einzuführen!

Tucker: Glauben Sie, dass sich direkte Demokratie in anderen Ländern wird verbreiten lassen?

Kim Dotcom: Ich glaube, das diese den einzigen Weg darstellt. Denn Politiker sind keine anständigen Menschen. Sie suchen nach Möglichkeiten, nur um an viel Geld zu kommen:

 Deshalb stellt die direkte Demokratie die Antwort dazu dar!

Tucker: Glauben Sie, dass der Krieg im Iran Amerikas Stellung in der Welt verändern wird? Wie wird die Welt in zehn Jahren aussehen?

Kim Dotcom: Die USA kämpfen darum, die Nummer eins zu bleiben – um das unipolare System, welches die USA jahrzehntelang anführten, erhalten zu können – dafür kämpfen sie:

Doch die USA haben zu hohe Schulden und werden untergehen!

Es gibt nichts, was dies noch verhindern könnte. Ich denke also, dass wir aus diesem Grund in den nächsten Jahren noch viele negative Entwicklungen in der Welt erleben werden.

Tucker: Was für negative Entwicklungen?

Kim Dotcom: Der Westen ist in hohem Maße davon abhängig, dass die USA nicht untergeht:

  • der Krieg gegen die Ukraine wird verloren gehen!
  • der Krieg gegen den Iran wird verloren gehen!
  • die USA werden wegen ihrer Schulden in einer großen Depression versinken!

Ich meien, finanziell steuert die Welt auf Turbulenzen zu!

Tucker: Wie könnte die Beilegung des Krieges in der Ukraine aussehen?

Kim Dotcom: Es sieht so aus, wie es derzeit auf dem Schlachtfeld aussieht:

Russland wird gegen die Ukraine gewinnen!

Ich glaube nicht, dass es zu einer [vertraglichen] Einigung kommen wird!

Tucker: Glauben Sie, dass NATO weiterhin Russland angreifen wird?

Kim Dotcom: Ich glaube, die Angriffe gegen Russland werden noch viele Jahre weitergehen. Ich sehe nicht, dass die USA und Europa aufgeben werden. Daher denke ich, dass sich Russland auf einen größeren Krieg vorzubereiten hat!

Tucker: Einen größeren Krieg direkt gegen die Vereinigten Staaten und Europa?

Kim Dotcom: Gegen Europa!

Tucker: Glauben Sie, dass sich dies zu einem direkten Konflikt zwischen NATO und Russland entwickeln könnte, bei dem Russland Europa bzw. Europa Russland angreifen würde?

Kim Dotcom: Ich denke schon!

Tucker: Wer gewinnt?

Kim Dotcom: Russland natürlich, denn Europa hat keine Armeen:

Die NATO gleicht einem zahnlosen Tiger!

Tucker: Warum sollten die westlichen Mächte – warum sollte NATO einen Krieg mit Russland anstreben – das habe ich nie verstanden?

Kim Dotcom: Die Alternative wäre: Die USA verlören, doch falls die USA verlieren würden, gingen sie alle mit unter. Der Westen ist zu stark in die USA investiert. Die gesamten Schulden liegen bei den Kreditgebern und Europa ist ein großer Gläubiger der Vereinigten Staaten. Wenn z.B. die US-Aktienmärkte einbrechen würden, gingen auch alle europäischen Unternehmen, die an der US-Börse notiert sind, mit unter. Man kann mit einem Verlust von möglicherweise Billionen rechnen. Das ist nichts, was der Westen zulassen wollte. Sie wollen verhindern, dass die USA untergehen!

Tucker: Ich glaube, dies nachvollziehen zu können. Auch ich möchte nicht, dass die USA untergingen. Doch ich denke, dass man derzeit den Niedergang der Vereinigten Staaten bzw. den gegenteiligen Effekt dazu beschleunigt. Falls man die USA ruinieren und das Imperium auf die demütigendste, schmerzhafteste und teuerste Weise in die Knie zwingen wollte, würde man das genauso tun.

Kim Dotcom: Doch die Verschuldung hat inzwischen ein unhaltbares Ausmaß erreicht. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit. Der Unterhalt der US-Regierung kostet 20 Milliarden pro Tag – das lässt sich nicht durchhalten.

Tucker: Das ist unmöglich und stimmt. Wie wird der Iran-Krieg enden – wie sieht das aus?

Kim Dotcom: Der Iran wird gewinnen, weil die USA weder über die Waffen noch ausreichende Truppen verfügen, um einmarschieren zu können. Man fragt sich, wohin all die Budgets ans Militär geflossen sind, denn die USA haben das größte Militärbudget [der Welt], können aber dennoch nicht handeln. So denke ich, dass der Iran gewinnen wird!

Tucker: Was passiert dann mit den Vereinigten Staaten – ziehen sich die USA aus dem Nahen Osten zurück? Wohin entwickelt sich die amerikanische Politik – in welche Richtung wird sie sich nach Ihrer Meinung streben?

Kim Dotcom: Ich glaube, der einzige Weg, Amerika zu retten, bestünde darin, dass die Menschen direkt abstimmen könnten, nicht nur (indirekt) über Politiker:

Der einzige Weg, um Amerika zu retten, stellte meiner Meinung nach eine direkte Demokratie dar!

Tucker: Glauben Sie, dass elektronische Wahlmaschinen tauglich sind und den Willen der Wähler abbilden können?

Kim Dotcom: Ich vertraue diesen Maschinen nicht, weil sie manipuliert werden können!

Tucker: Sie sagen, dass dies den Tatsachen entspreche und Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass elektronische Wahlmaschinen manipuliert werden können.

Kim Dotcom: Ja – das können sie!

Tucker: Warum gibt es sie dann in den USA immer noch?

Kim Dotcom: Weil man den richtigen Zeitpunkt, wie ich meine, abwartet, um sie dann einzusetzen!

Tucker: Das klingt ziemlich düster. Sehen Sie die Gefahr eines nuklearen Konflikts in der Ukraine?

Kim Dotcom: Der scheint wahrscheinlichdenn falls die USA untergingen, was bliebe dann noch übrig: 39 Billionen Schulden, die niemals zurückgezahlt werden könnten. Das würde auch den Rest der Welt mit in den Abgrund reißen.

Tucker: Was würde zum Einsatz von Atomwaffen führen – wer würde Ihrer Meinung nach Atomwaffen einsetzen?

Kim Dotcom: Ich denke, die USA würden zuerst gegen den Iran vorgehen und dann gegen den Rest der Welt, vor allem gegen Russland und China. Aber ich habe das kommen sehen. Das ist der Grund, warum ich in Neuseeland lebe, denn es liegt mitten im Nirgendwo!

Tucker: Es liegt tatsächlich mitten im Nirgendwo. Für wann haben Sie das kommen sehen?

Kim Dotcom: Ich weiß es nicht: Es könnte noch viele Jahre dauern – doch es kann auch schon morgen passieren!

Tucker: Aber Sie haben das schon seit Jahren kommen sehen, indem Sie davon ausgehen, dass es passieren werde?

Kim Dotcom: Das habe ich: Daher habe ich auch meine Familie hierher in Sicherheit gebracht – was auch immer Sicherheit zu bedeuten vermag!

Tucker: Sind Sie auch selbst [Ihres Lebens] sicher?

Kim Dotcom: Ich weiß es nicht. Ich denke, falls ich an die USA ausgeliefert werden sollte, dass ich im nuklearen Holocaust sterben könnte.

Tucker: Sind Sie sich sicher, dass dieser kommen würde?

Kim Dotcom: Ja!

Tucker: Halten Sie es für wahrscheinlich, dass Israel Atomwaffen einsetzen könnte?

Kim Dotcom: Es wäre möglich! Warum besitzt Israel überhaupt Atomwaffen? Weil sie die USA ausspioniert haben, um an die Technologie zu kommen und dann ihr eigenes Atomprogramm zu starten. Jeder auf der Welt weiß, dass sie Atomwaffen besitzen. Dennoch führen sie Krieg gegen den Irak und Iran. Sie versuchen, diese Länder zu hindern, an Atomwaffen zu gelangen: Doch das erste Land, das seine Atomwaffen aufgeben sollte, das wäre Israel!

Tucker: Ich glaube nicht, dass sie das tun werden.

Kim Dotcom: Natürlich nicht!

Tucker: Können Sie sich das Folgende erklären? Sie sagten zu Beginn, dass Sie angeklagt wurden, indem man versucht, Sie an die USA ausliefern zu lassen, weil Sie Julian Assange unterstützt hätten. Julian Assange hat bekanntlich geheime amerikanische Dokumente und Videos über WikiLeaks ins Internet stellen lassen. Aber die US-Regierung war sehr darauf aus ihn ausschalten zu lassen. Warum stellte Assange für die USA eine solche Bedrohung dar?

Kim Dotcom: Weil er Hinweise verriet und den Plänen des US-Deep-State im Weg stand. Also wurde alles, was ihm an Unterstützung zur Verfügung stand, mitangegriffen.

Tucker: Warum glauben Sie, hat Donald Trump – nachdem er 10 Jahre lang gesagt hatte, er würde keinen Krieg wegen eines Regimewechsels im Iran lostreten – im Februar 2026 doch noch solch einen Krieg gegen den Iran begonnen?

Kim Dotcom: Donald Trump ist ein großer Lügner. Alles, was er sagte, geschah nur, um Präsident zu werden. Ich würde keinem Wort von ihm Glauben schenken: Er ist der größte Lügner der Welt!

Tucker: Was glauben Sie, ist sein Ziel – was ist seine Agenda und warum tut er das?

Kim Dotcom: Ich glaube, er will mehr als nur der Präsident der Vereinigten Staaten sein, doch auch noch Geschichte schreiben. Ich halte einen Atomkrieg unter seiner Führung für sehr wahrscheinlich, wegen seines Narzissmus und seiner Charakterdefizite.

Tucker: Aber ein Atomkrieg würde alle auslöschen. Ich meine, danach gäbe es keine Geschichte mehr?

Kim Dotcom: Ja, aber er ist schon achtzig Jahre alt und so fände er einen Abgang!

Tucker: Glauben Sie, ein Atomkrieg wäre solch ein Abgang?

Kim Dotcom: Ja!

Tucker: Gibt es irgendetwas, was man tun könnte, um das zu verhindern?

Kim Dotcom: Nicht viel! Doch vielleicht eine US-Revolte:

Eine Revolution in den Vereinigten Staaten, damit kein Narr wie Trump Präsident werden kann!

Tucker: Glauben Sie, dass der „Deep State“ in der Frage des Einsatzes von Atomwaffen mit Trump einer Meinung sei?

Kim Dotcom: Sie müssen eines verstehen: Der „Deep State“ unterhält ein riesiges Budget, um Russland und China überwachen zu lassen. Wenn es keine Feinde wie Russland und China mehr gäbe, würde der US-„Deep State“ 40% seines Budgets einbüßen. Daher muss man Russland und China als ewige Feinde erhalten, um dieses Budget nicht zu verlieren!

Tucker: Doch ein Atomkrieg kann für niemanden von Interesse sein?

Kim Dotcom: Natürlich nicht!

Tucker: Sehen Sie für Europa, wo Sie herkommen und da sie offensichtlich Deutscher sind, noch eine Zukunft?

Kim Dotcom: Wenn sie Frieden mit Russland schließen, ja!

Wenn sie die Verbindungen zu den USA kappen, ja!

Falls die USA sie weiter als Vasallenstaaten hielten, hätte Europa keine Überlebenschance!

Tucker: Glauben Sie, dass Putins Position sicher ist?

Kim Dotcom: Putin versteht es in Russland extrem hohe Zustimmungswerte zu erzielen, weshalb ich denke, dass er eine ziemlich sichere Position innehält.

Tucker: Meine letzte Frage: Wie ist es Ihnen gelungen, Ihre Auslieferung in die USA zu verhindern, nachdem doch Neuseeland ein kleines Land ohne nennenswerte Streitkräfte ist und die Vereinigten Staaten Ihre Auslieferung verlangen? Wie haben Sie die Behörden in Auckland davon überzeugen können, Sie nicht in die Vereinigten Staaten ausliefern zu lassen?

Kim Dotcom: Es ging nicht darum, die Behörden zu überzeugen – es geht hier um ein Verfahren. Ich wehre mich gegen die Auslieferung, so gut ich kann. Daher fechten meine Anwälte das Verfahren an, um dieses zu gewinnen, denn das ist alles, was ich tun kann!

Tucker: Wir drücken Ihnen und der Welt die Daumen – Kim Dotcom, vielen Dank! Ich weiß, dass Sie nicht viele Interviews geben. Deshalb bin ich Ihnen dankbar, dass Sie zur Verfügung standen!

Kim Dotcom: Kein Problem, Tucker!

Tucker: Schön, Sie zu sehen – vielen Dank!

***

Teil 1 des Interviews von Kim Dotcom durch Tucker Carlson erschien: HIER

Das Interview mit Kim Dotcom durch Tucker Carlson als Video auf Englisch: HIER

UM über den „Dunklen Deal“, sprich US-Überschuldung die auch Dotcom ansprach: HIER

Der „dunkle Deal“: Wer ruiniert den deutschen Mittelstand und die soziale Marktwirtschaft?



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Von Redaktion

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