Sehr viele Menschen kennen die Unterschiede zwischen Juden, Zionisten, Arabern und Semiten nicht. Diese Begriffe werden oftmals miteinander verwechselt.
Dies zählt zu den größten Missverständnissen über Identität weltweit.
„Tragische Vermischungen“
Beinahe ebenso tragisch wie oftmals folgenschwer ist dabei vor allem die Vermischung von Judentum, Semitentum und Zionismus.
Ganz grundsätzlich einmal ist das Judentum nicht Zionismus. Ein weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, dass Israel sich als die einzige Vertretung des Judentums darstellt. Der Zionismus hat das Judentum vereinnahmt und genutzt, um den Staat Israel aufzubauen. Nach dieser Sichtweise wird die jüdische Religion von Zionisten beeinflusst oder kontrolliert. Die Ironie besteht darin, dass viele Zionisten Atheisten sind und ihren Glauben nicht als praktizierende Juden leben. Stattdessen sei das Jüdischsein zunehmend zu einer ethnischen Identität umgedeutet worden.
Antizionismus ist nicht Antisemitismus. Zionismus betrifft nicht das jüdische Volk als Ganzes, sondern ist eine politische Ideologie oder ein politisches System. Nach dieser Darstellung handelt es sich um eine politische Philosophie, die ihre Anhänger in Machtpositionen bringt. Am 10. November 1975 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Resolution 3379 mit den Worten: „Zionismus ist eine Form des Rassismus.“ Diese Resolution wurde 1991 wieder aufgehoben, nachdem der Zionismus nach Ansicht des Autors seinen Einfluss auf die Vereinten Nationen ausgebaut hatte.
Zionismus und Judentum im Widerspruch
Zionismus und Judentum stehen nach dieser Auffassung im Widerspruch zueinander. Der Zionismus schadet eher dem Judentum. Weltweit protestieren zahlreiche jüdische Menschen und jüdische Organisationen gegen den Zionismus. Die Dämonisierung gehe vom Zionismus aus. Nicht alle Juden sind Zionisten, und nicht alle Zionisten sind Juden.
Ein Antisemit war ursprünglich jemand, der semitische Völker hasste. Heute werde der Begriff verwendet, um Menschen zu bezeichnen, die von Zionisten als antisemitisch bezeichnet werden, obwohl diese behaupten, im Namen der semitischen Juden zu handeln. Gegen Israels Kriegsverbrechen zu sein, sei nicht antisemitisch, sondern vielmehr antizionistisch.
Deshalb gebe es keinen Anstieg des Antisemitismus. Es gebe vielmehr einen Anstieg der Zahl von Menschen, die über das Vorgehen Israels verärgert und schockiert seien. Die Unfähigkeit, beides voneinander zu trennen, sei ebenfalls höchst problematisch. Israel praktiziere nach dieser Sichtweise nicht das Judentum, sondern Rassismus und Terrorismus.
Man könne nicht gleichzeitig einen Völkermord im Gazastreifen begehen, den Libanon angreifen, den Iran, Syrien, den Jemen und den Irak bombardieren, gegen die Genfer und Wiener Konventionen, das Völkerrecht, die Menschenrechte und die staatliche Souveränität verstoßen und sich anschließend hinter dem Vorwurf des Antisemitismus verstecken. An den Verbrechen Israels gegen die Menschlichkeit sei nichts Jüdisches.
Die Welt die dazu schweigt
Hierbei sei also des „Gebot der Stunde“ aufzuhören, sich hinter falschen Antisemitismusvorwürfen zu verstecken. Man könne nicht fortlaufend Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen und erwarten, dass die Welt dazu schweigt.
Auch Libanesen und Palästinenser sind Semiten. Semitisch bezeichnet semitische Völker beziehungsweise Menschen, die eine semitische Sprachen sprechen. Die drei wichtigsten semitischen Sprachen sind Hebräisch, Arabisch und Aramäisch.
Juden, Muslime, Christen und Angehörige anderer Religionen leben weltweit vielerorts friedlich zusammen. Deshalb gehe es bei diesem Konflikt nicht um Religion. Zionisten förderten Islamfeindlichkeit, weil es leichter sei, die Welt gegen Muslime aufzubringen, als Sympathie für Israel zu erzeugen oder die Tötung muslimischer Kinder normalisiere zu wollen.
Der Hass auf Muslime werde Großteils von Zionisten finanziert und durch die Medien verbreitet. Wie konnte man also die Welt davon überzeugen, dass Zionismus gleichbedeutend mit Judentum sei?
Der Zionismus wird oftmals als rassistische, ausgrenzende koloniale Ideologie beschrieben, die aus Kolonialismus und Terrorismus hervorgegangen sei, vom Imperialismus unterstützt werde, sich auf angebliche Antisemitismusvorwürfe stütze und eng mit Völkermord sowie Siedlerkolonialismus verbunden sei.
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