In diesem Teil der Serie, „Der Geist in der Maschine“, zeigt Ryan Perkins auf, wie der atlantische Hegemon für seine Parade- & Werte-Puppe aus Europa, bei geändertem Bedarf auch verschiedene Puppenspieler, doch für den immer gleichen Bildungsauftrag, zum Einsatz bringen kann.
Ryan Perkins: Von Kalten Kriegern zu Campus-Revolutionären mit Zusammenbruch des ideologischen Bezugsrahmens – Teil 1c
1967 brach die von der CIA geförderte CCF [Congress for Cultural Freedom] zusammen, nachdem investigative Journalisten der „New York Times“ und des Magazins „Rampart“ die verdeckte Finanzierung des CCF durch die CIA aufgedeckt hatten. Dieser Skandal löste eine tiefgreifende Legitimitätskrise der beteiligten Intellektuellen für ihre Projekte aus. Das verdeckte, staatlich gelenkte Programm der ideologischen Manipulation wurde entlarvt und war nicht mehr länger haltbar. Dieser Skandal geschah zu einem kritischen Zeitpunkt, nachdem sich der Westen im In- und Ausland einer doppelten Bedrängnis gegenübersah.
In den 1970er Jahren setzte ein Zerfall des antikommunistischen intellektuellen Ökosystem und des Sozialismus der Marke-UdSSR ein und stellte nicht mehr die einzige Bedrohung gegenüber dem Westen dar:
Vielmehr fühlte sich das System [im Westen] von innen und außen angegriffen!
- Bürgerrechtsbewegungen stellten tiefgreifendere Forderung nach einem Systemwandel und verbanden ihren Kampf mit antikolonialistischen Bewegungen, die weltweit an Stärke zunahmen.
- Vietnamkrieg und Wirtschaftskrisen veranlassten eine neue Generation, nicht nur den Kommunismus, sondern auch den amerikanischen Liberalismus zu hinterfragen. Radikale Elemente an Hochschulen, die Marcuse und Fanon gelesen hatten, nahmen inzwischen nicht nur Stalin ins Visier, …
… sondern auch das Pentagon, sowie Wall Street und Vorstandsetagen der Konzerne!
Ironischerweise entstanden jene Entwicklungen aus dem Inneren jener Institutionen, welche dank Liberalismus während des Kalten Krieges aufgebaut und vielfach von diesem noch finanziert worden waren. Viele verdankten ihre akademischen Positionen an Universitäten dem Expansionsboom der 1950er- und 1960er-Jahre, …
… der einmal mehr nur vom nationalen Sicherheitsstaat finanziert worden war!
Zumal das verdeckte, staatlich geförderte Programm der ideologischen Manipulation inzwischen aufgedeckt, zersplittert und unhaltbar wurde, machte das einen neuen Ansatz erforderlich. Das Programm musste gestrafft, rationalisiert und legitimiert werden. Die Lösung zielte darauf ab, dieses künftig privatisieren und institutionalisieren zu lassen.
[Anmerkung der Redaktion: Der Kulturkrieg durch USA und transnationale Kreise wurde anfänglich durch das Psychological Strategy Board [PSB] koordiniert. Diese U.S.-Umerziehungsstelle wurde im April 1951 unter der Harry Truman Administration gegründet, um den verschiedenen Konditionierungs-Programmen unterschiedlicher Träger-Organisationen für psychologische Kriegsführung übergeordnete Ziele vorzugeben und einheitlich zusammenfassen zu lassen. Das PSB war abteilungsübergreifend organisiert und glich damit einer von den inzwischen berühmt berüchtigten sogenannten Inter-Agencies. Im Jahr 1953 wurde das PSB aufgelöst und in das Operations Coordination Board [OCB] übergeführt.
Das Operations Coordinating Board wurde am 19. Februar 1961 von Präsident Kennedy aufgrund umstrittener Machenschaften einmal mehr beendet. Doch John F. Kennedy selbst vermochte nur bis 1963 zu überleben. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Großteil der Arbeiten des OCB bereits von anderen Gremien fortgeführt, wie z.B. von der Planning Coordination Group (PCG) gemäß der Präsidialanweisung „Covert Operations NSC 5412/12“ aus dem Jahr 1955 oder auch von der sogenannten Special Group, welche dem National Security Council (NSC) zugeordnet war.
Unter der Reagan-Administration war die PCG – gemäß NSC-Dokument NSDD-159 – eine spezielle Gruppe zur Überprüfung und Koordination von geheimdienstlichen bzw. verdeckten Operationen (covert operations). Die Gruppe wurde unter anderem vertreten durch das Büro des Vizepräsidenten, sowie durch das Außen- und Verteidigungsministerium, die CIA und die Stabschefs des Militärs und geleitet vom stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater.
Das PSB/OCB samt seinen obskuren Nachfolgeorganisationen sollten in den folgenden Jahrzehnten ein verdecktes Konzept zum Einsatz bringen, um …
… das Alleinstellungsmerkmal des global wirksamen europäischen Philosophiemodells zum Einsturz zu bringen!
Denn dieses stand dem atlantischen Imperial- & Kolonial-Modell als echte Bedrohung diametral im Wege. Die europäische Weltanschauung und deren Philosophie-Modell fußte auf historischen Strömungen, die vom Humanismus über die Aufklärung bis zum Kommunismus und Sozialismus reichten und sich allesamt auf ein …
… säkularisiertes Christentum zurückführen lassen, jeweils geschichtsphilosophisch abgestützt auf Hegel und Marx!
Gegen die weltweit führende Stellung dieses Modells unter den vor allen führenden linken Philosophen Europas zu dieser Zeit wurde daduch angegangen, indem die psychologische Kriegsführung der USA von einem Frontalangriff auf besagtes Philosophiemodell generell Abstand nahm, doch sich hingegen Wertebegriffe desselben einzeln vornehmen ließ, um so vom gesamten Philosophie-Gebäude wesentlich unbemerkter von der Öffentlichkeit Baustein für Baustein herauslösen und das Gesamtbauwerk unter möglichst wenig Aufsehen, schlussendlich nur mit einer gewissen Verzögerung zusammenfallen zu lassen. Dazu passte der verzweifelte und gewagte Versuch westlicher Umerzieher und Kuratoren …
… Hegel durch den Werteumkehrer und Fundamentalkritiker der Extraklasse, Friedrich Nitzsche, ersetzen zu lassen!
Über die Jahrzehnte und mit großer strategischer Geduld ließ man so bisherige Konstanten des europäischen Wertefundaments systematisch Baustein für Baustein – möglichst unbemerkt von den Opfer-Bürgern – abtragen, um die im Westen bisher vorhandenen Begriffe an Leitwerten langer Tradition wie die:
-
- der Vernunft durch Triebleben ersetzen zu lassen!
- der Weltgeschichte durch das Ende der [Welt-]Geschichte ersetzen zu lassen!der Weltgeschichte durch das
- der Wahrheit durch Gefühle und Relativierung ersetzen zu lassen!
- des Subjekts durch Ich-Illusionen ersetzen zu lassen!
- des Glaubens an Fortschritt durch Dystopien & Weltuntergang ersetzen zu lassen!
- des Kapitals und der Arbeit durch Zivilisation und Natur ersetzen zu lassen!
- der intellektuellen Fähigkeiten durch Technologie-Hörigkeit ersetzen zu lassen!
- der Familienkultur durch Geschlechter-Misstrauen & Gender-Kampf ersetzen zu lassen!
- der Vernunftbegabung durch Unberechenbarkeit und Irrationalität ersetzen zu lassen!
- der Werte per se durch nackten Materialismus ersetzen zu lassen!
- des Gottesbegriffes durch Atheismus ersetzen zu lassen!
- der Sinnstiftung des Lebens durch Nihilismus ersetzen zu lassen!
Allerdings hat jene Entwicklung des Niederganges und der Werteumkehrungen nicht die gesamte Menschheit, doch nur die Bürger solcher Länder einer Weltminderheit erfasst, welche der Dauerbeschallung durch atlantische Echokammern und Propaganda im sogenannten Westen kontinuierlich ausgesetzt waren und werden.
Das unterschiedliche Wahlverhalten zwischen West- und Mitteldeutschland – im Sprech der Besatzungszone besser unter Ostdeutschland bekannt – ermöglicht es heute über Wahlergebnisse den Nachweis führen zu können, was für einen Unterschied es mit Bevölkerungen macht, nachdem diese vier Jahrzehnte …
… atlantischer Propaganda und Umerziehung aufgrund der Mauer im Kalten Krieg voll und ganz zu „versäumen“ hatten!
Ende der Anmerkung der Redaktion.]
Die Aufgabe [zur Weiterführung ideologischer Manipulation] wurde an große private Stiftungen übertragen, vor allem an die Ford Foundation und in Folge auch an die Open Society Foundations (OSF) von George Soros. Die Rolle der Ford Foundation bestand darin, radikale Energien revolutionärer politischer Bewegungen binden und ins etablierte gesetzlich zulässige politische System kanalisieren zu lassen. Radikale Dynamik sollte in reformistische Trägheit transformiert werden. Zu diesem Zweck vergab die Ford Foundation Fördermittel, welche radikale Kritik wie an westlicher Hegemonie, am Patriarchat oder Kapitalismus unterstützen ließen. Es sind diese intellektuellen Säulen, wie Identitätspolitik, Intersektionalität und Systemkritik, die nachfolgend als „Woke-Ideologie“ in die Kritik gerieten. Nachdem die Finanzierung der Ford Foundation eine neue revolutionäre Avantgarde hervorbringen konnte, wurde der George Soros’ Open Society Organisation die Aufgabe zugedacht, die Armee der Massen herbeischaffen zu lassen.
Gemeinsam vermochten beide Institutionen das Legitimitätsproblem der CIA zu lösen: Sie finanzierten dasselbe breite Spektrum an intellektueller, rechtlicher und zivilgesellschaftlicher Arbeit weiter, wie die Förderung individueller Rechte, liberal-demokratischer Werte und sozialer Theorien, welche persönliche Befreiung durch eine Transformation des Individuums anstelle von Klassenkampf und strukturellem Wandel vorantreiben lassen. Dieses Programm läuft inzwischen …
… unter dem offenen Banner der Philanthropie statt unter verdeckten Operationen nationaler Sicherheitsdienste!
Der Auftritt von Juri Bezmenow
Juri Bezmenow war kein Meisterspion, vielmehr nur ein untergeordneter KGB-Agent und Opportunist, der in den 1970er Jahren in den Westen überlief, doch dem seine (politischen) Lehren wertvoller als geheime Dokumente machten. Nachdem er sich in Kanada niedergelassen und bei CIA und verbündeten Geheimdienstnetzwerken angebiedert hatte, startet er eine neue Karriere als Dozent und Prophet des Untergangs. Seine Botschaft, vorgetragen mit dem eindringlichen Tonfall eines Mannes, der seinen Blick in den Abgrund geworfen hatte, war einfach und erschreckend zugleich: Die Sowjetunion hätte den Kalten Krieg nicht durch Raketen oder Spione gewonnen, sondern vielmehr durch einen langatmigen, systematischen Prozess „ideologischer Subversion“ – was er als „aktive Maßnahmen“ bezeichnete – und darauf abzielte, den Westen von innen heraus zersetzen zu lassen.
Ein Interview mit Juri Bezmenow:
Bezmenow stellte die Behauptung auf, dass der Großteil sowjetischer nachrichtendienstlicher Tätigkeit keine Spionage im herkömmlichen Sinne darstelle – wie das Entwenden von Geheimnissen oder Umdrehen von Agenten – sondern etwas weitaus Heimtückischeres: UdSSR-Aktivitäten hätten vielmehr nur zur Manipulation der öffentlichen Meinung, dem Framing von Realitäten, der schrittweisen Aushöhlung nationaler Identitäten durch Wissenschaft, Medien und kulturelle Institutionen, beigetragen. Bezmenow skizzierte vier Phasen einer derartigen Subversion:
- zuerst käme Demoralisierung durch Untergraben von Werten und des kollektiven Gedächtnisses – ein Prozess, der geschätzt fünfzehn bis zwanzig Jahre dauere;
- danach folge eine Destabilisierung, die über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren auf Wirtschaft, Außenbeziehungen und Verteidigungssysteme abziele;
- dem würde eine Krise für einen gewaltsamen Machtwechsel folgen;
- zuletzt gäbe es eine Normalisierung, in der das neue Regime unter dem Deckmantel der Wiederherstellung von Ordnung seine Kontrolle zementieren würde.
Es war eine gruselige Vision für die amerikanischen konservativen Rechten, welchen, beunruhigt durch die Umwälzungen in den 1960er und 1970er Jahren, eine derartige Entwicklung durchaus plausibel erschienen war.
Bezmenovs Behauptungen entsprangen jedoch reiner Fantasie. Doch seine Version war perfekt auf die Ängste seines Publikums abgestimmt. Konservative Kreise, die am meisten von der aufkommenden systemkritischen Linken – den Campus-Radikalen, den Antikriegsdemonstranten, den Feministinnen, den Kritikern des Imperiums – entsetzt waren, bot Bezmenow eine verführerische Diagnose an: Das Monster, das sie fürchteten, sei nicht aus dem amerikanischen Wohlstand und Widerspruch …
… selbst entstanden, sondern stellte eine vom Kreml inspirierte kommunistische Verschwörung dar!
Das entstandene Chaos sei kein Symptom innerer Widersprüche des [atlantischen-] Systems, sondern entstamme einer Verschwörung. Der Feind befände sich nicht im Inneren, sondern sei außerhalb zu finden.
Das Timing von Bezmenov war perfekt gewählt, denn seinen Warnungen passten exakt zum Zeitgeist des „Morning in America“-Programms des neu gewählten Präsidenten Ronald Reagan mit der sich ausbreitenden Paranoia des Establishments, wonach das System außer Kontrolle gerate sei. Seine akribisch konstruierte Fantasie untermauerte Behauptungen der inzwischen aufkeimenden neokonservativen Bewegung, die entschlossen war, den Spannungen des Kalten Krieges eskalierende Militärausgaben entgegensetzen zu lassen: Das sicherte Bezmenov die Unterstützung der paranoidesten Elemente des Sicherheitsapparates und verschaffte ihm ein Ticket erster Klasse auf dem Promi-Zug der US-Nachrichtendienste.
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Vertreter und Falke aufkommender Neocons:
Doch Bezmenovs bleibendes Vermächtnis war nicht strategischer, sondern mythologischer Natur: Unter populistischen rechten Ideologen verfestigte er die beständige Überzeugung, wonach der lange Marsch des Kulturmarxismus durch die Institutionen keine paranoide Fantasie, sondern eine dokumentierte Tatsache sei: Es wäre eine Verschwörung, …
… die sich bis nach Moskau, doch nicht auf die unbeabsichtigten Folgen eigener System-Widersprüche zurückführen lasse!
Die Ironie ergab sich natürlich daraus, dass die von Rechten so überaus gefürchtete ideologische Subversion nicht das Werk sowjetischer Agenten war, sondern das Produkt eines Projekts des eigenen US-[CIA & Interagency-]-Sicherheitsapparates, der genau jene kritischen Stimmen, die inzwischen die konservative Vorstellungswelt heimgesucht hatten, fördern und in den Vordergrund rücken ließ:
Bezmenov lieferte ihnen einen Geist zum Jagen, von dem sie seither nicht mehr loslassen konnten!
Conclusio: Der Geist in der Maschine und kommende Architektur
Der in diesem Aufsatz nachgezeichnete Bogen zeigt, dass die bittere Polarisierung der heutigen Kulturkriege – wie erbitterte Kämpfe um die Critical Race Theory, die Gender-Ideologie und zu den Grundlagen der Wahrheit selbst – nicht dem Höhepunkt einer vom Kreml inspirierten marxistischen Verschwörung entsprang. Vielmehr war sie Konsequenz eines vergessenen Krieges: Eine Folge der verdeckten U.S.-Kampagne während des Kalten Krieges, um den Kapitalismus vor dem Kommunismus zu retten und die westliche Linke nach eigenen Vorstellungen reformatieren zu lassen.
Obwohl die CIA die Critical-Race-Theorie, den Trans-Rechte-Aktivismus oder die anderen Auswüchse der modernen Linken nicht selbst erfunden hat, finanzierte und züchtete sie jedoch das künstliche, antikommunistische intellektuelle Ökosystem, aus dem diese Strömungen hervorgehen konnten.
Die vom Sicherheitsapparat tolerierten – ja sogar geförderten – systemkritischen Bewegungen erlaubten es, den Kapitalismus nur aus kultureller Perspektive zu kritisieren, jedoch niemals aus klassenpolitischem Kalkül. Sie setzten sich für eine radikale Transformation der Gesellschaft ein, nicht aufgrund von Klassenbewusstsein oder einer materiellen Analyse der Produktivkräfte, sondern aufgrund der radikalen – und letztlich subjektiven – Transformation des Individuums. Ohne die materielle Struktur des Kapitalismus in Frage zu stellen, verkam diese Vision zu symbolischen Gesten, ästhetischen Vorlieben, um subjektive Interpretationen der Realität zu verfechten. Kritik war erlaubt, doch nur solange sie gegen die vorherrschende Machtstruktur [im Westen] keinerlei Bedrohung darstellte.
Das Ergebnis war eine Generation von Professoren, Journalisten, Künstlern und Aktivisten, die von Gesellschaftskritik, Relativismus, Subjektivität und moralischer Dringlichkeit durchdrungen war – eine Klasse, deren radikale Glaubwürdigkeit nicht auf ihrer Klassenanalyse beruhte, sondern auf ihrer Beherrschung der Sprache über Identität und Repräsentanz.
Die stete Fragmentierung der Gruppenidentität und Abwärtsspirale an Subjektivität, welche diese Ideologie hervorgebracht hatte, …
… haben eine atomisierte Gesellschaft aus isolierten, entmächtigten Individuen hinterlassen!
Indem diese Ideologie ästhetische Gesten und subjektive Erfahrungen gegenüber Strukturkritik präferiert, ist diese Denkrichtung in einen politisch intensiven, doch strukturell harmlosen Nihilismus abgeglitten. Das moderne linke Denken ist zu einem ideologischem Plastilin verkommen:
Endlos umgestaltet, um der herrschenden Elite zu gefallen, doch unfähig, sich in eine echte Bedrohung zu verwandeln!
Was als Waffe des Kalten Krieges seinen Ausgang nahm, ist inzwischen zu einem Mechanismus der sozialen Kontrolle von Gesellschaften herabgesunken, welche von der ihnen versprochenen Demokratie desillusioniert, von ihren Herrschern sowie voneinander entfremdet worden sind und Technokraten, die ohne Legitimität schalten und walten, nur verachten.
Dies ist die Geschichte, wie die CIA die moderne Linke schuf. Doch das stellt nur die halbe Geschichte dar.
Der erste Teil dieser Serie verfolgte die Ursprünge der kulturellen Linken zurück bis in die Vorstandsetagen Washingtons und Seminarräume amerikanischer Stiftungen.
Im zweiten Teil wird noch dargestellt, wie dieselben Instrumente – die Sprache der Menschenrechte, die Maschinerie der Zivilgesellschaft, die legalistische Vereinnahmung abweichender Meinungen – im Ausland als Waffen im Dienste einer neuen Art von Imperialismus eingesetzt werden. Man wird zum Zeugen der Entstehung des NGO-Komplexes, der Institutionalisierung der „Demokratieförderung“ als Instrument für Regimewechsel und der zynischen Partnerschaft zwischen der National Endowment for Democracy [der Nationalen Stiftung für Demokratie] und der Soros’ Stiftungen, die Regierungen von Polen bis zur Ukraine zu Fall brachten. Wir werden nachzeichnen, wie die Ideologie der „offenen Gesellschaft“ zum bevorzugten Instrument einer transnationalen Kapitalistenklasse wurde, die Staaten entlang ethnischer und identitätsbezogener Grenzen spaltet, während sie sich selbst als Hüterin der Freiheit aufspielt.
Fortsetzung mit Teil 2 folgt
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- Teil 1a der Serie von Ryan Perkins, „Wie im Kalten Krieg noch Kulturkriege entstanden!“, findet man: HIER
- Teil 1b der Serie von Ryan Perkins, „Der Kongress für kulturelle Freiheit“, findet man: HIER
- Die Serie „The Ghost in the Machine – How the CIA created the modern Left and why the Right still thinks it’s a Marxist plot“ im Original auf English: HIER
Zum Autor: Ryan Perkins ist Senior Analyst und als Editor für den Global Economic Indicator tätig. Er lebt in Peking. Seine Analysen wurden in internationalen Medien wie dem „The Atlantic Magazine“ veröffentlicht und sowohl von Unternehmen wie auch Thinktanks in Anspruch genommen. Sein Substack-Blog erreichte Platz 49 in der Kategorie „Weltnachrichten und Politik“.
Das nachstehend abgebildete Taschenbuch ist die endgültige, überarbeitete und erweiterte Ausgabe:











