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Bild: ABEDIN TAHERKENAREH

Beinahe erstaunlicher Weise ist es eben gerade die New York Times (NYT) die nunmehr einräumt, dass es im Iran keinerlei „Volksaufstände“ gibt oder jüngst gegeben hatte. Vielmehr seien die Proteste im Iran Ende 2025/Anfang 2026 eben kein spontaner Volksaufstand, sondern vielmehr Teil einer gezielten Strategie ausländischer Akteure.

Westliche Medien Lügen gestraft

Die Demonstrationen, die Ende Dezember 2025 zunächst in Teheran ausgebrochen waren, hatten friedlich begonnen und waren maßgeblich von den Bazaaris – den Händlern und Ladenbesitzern des Großen Basars – getragen worden. Auslöser dafür war der massive Wertverlust des iranischen Rials, der die Beschaffung und den Verkauf von Waren stark erschwert oder teilweise unmöglich gemacht hatte. Bald jedoch hatten sich weitere Gruppen angeschlossen, darunter Studenten, sodass sich die Proteste mehr oder weniger landesweit ausweitet hatten, allerdings weiterhin weitgehend friedlich, wie auch tkp berichtet hatte.

Westliche Medien hatten die Bewegung jedoch wenig überraschend bereits früh als bedeutenden Aufstand tituliert. The Guardian sprach von „the largest nationwide uprising in years“. Das Wall Street Journal nannte die Ereignisse in mehreren Artikeln ein „popular uprising“ (Volksaufstand). Die New York Times bezeichnete sie als „the country’s largest uprising in decades“.

Auch im deutschsprachigen Raum bedienten sich große Medien freilich ähnlich dramatischer Begriffe. Die NZZ beispielsweise titelte „Volksaufstand im Reich der Finsternis“ und berichtete vom „Aufstand aus dem Basar“. Der Deutschlandfunk sprach wiederholt von einem „Aufstand“, bereits dem vierten innerhalb von acht Jahren, und benutzte Begriffe wie „Aufständische“. Der Spiegel bezeichnete die Ereignisse gar als „historischen Aufstand“ und spekulierte, ob dies der „letzte Akt der Islamischen Republik“ sein könnte. Auch Die Presse verwendete den Begriff „Aufstand“ deutlich und unmissverständlich.

Ausländische Akteure „bewusst“ unerwähnt

Unberücksichtigt blieb in dieser Berichterstattung jedoch, dass sich laut Mossad Angaben wie auch Aussagen des Ex-CIA Direktors Pompeo, ausländische Akteure unter die Demonstranten gemischt hatten.

Ebenso unerwähnt blieb, dass laut verschiedenen israelischen Medienberichten ein „bestimmter Staat“, die Demonstranten bewaffnet haben soll. Tatsächlich jedoch wurden die anfänglich friedlichen Proteste in gewalttätige Unruhen verwandelt, bei denen Polizeistationen, Moscheen und andere Einrichtungen angegriffen oder zerstört worden waren und sogar Ambulanzen niederbrannten. Auch die Tatsache, dass der Angriff auf die iranische Währung, der die Proteste überhaupt erst auslöste, laut US-Finanzminister Scott Bessent von außen vorangetrieben wurde, verschwiegen die genannten Medien tunlichst.

Der Berichterstattung der NYT, sowie „dazugehöriger“ internationaler Medienberichte ergibt sich nun folgendes Bild.

Der detaillierte Plan

Der Mossad hatte einen Plan zur Auslösung eines inneren Aufstands vorgelegt. Noch vor Beginn des größeren Konflikts soll Mossad-Chef David Barnea Premierminister Benjamin Netanyahu einen Plan präsentiert haben, der darauf abgezielt hatte, im Iran gezielt Unruhen zu entfachen. All dies offenbar in der Hoffnung, Massenproteste könnten die iranische Regierung schwächen oder sogar zum Einsturz bringen. Dieser Vorschlag war Mitte Januar 2026 auch hochrangigen US-Regierungsvertretern vorgestellt worden.

Die Strategie hatte jedoch nicht zum erwarteten Aufstand geführt. Der Plan hatte laut den Berichten eben nicht wie erwartet funktioniert. Entgegen der Annahme, dass oppositionelle Kräfte im Iran zu Beginn des Krieges massenhaft aufstehen würden, war ein flächendeckender Aufstand ausgeblieben.
Die iranischen Behörden konnten die Kontrolle behalten. Die Erwartungen waren jedoch eng mit den ersten Kriegsphasen verknüpft gewesen. Die Idee war es gewesen, dass nach anfänglichen Luftschlägen und gezielten Angriffen auf die iranische Führung breite Teile der Bevölkerung in Proteste oder Aufstände übergehen würden. Laut den Berichten war jedoch die Frustration bei US-amerikanischen und israelischen Entscheidungsträgern gewachsen, da diese Ereigniskette nicht eingetreten war.

Dass nun jedoch ausgerechnet die New York Times, ein Blatt, das traditionell iran-kritisch berichtet und israelische Positionen stützt, einräumt, dass es sich nicht um einen spontanen Volksaufstand gehandelt habe, entlarvt die große westliche Medienlandschaft als das, was sie im Kern ist, ein Propaganda-Instrument, das politische Narrative produziert, reproduziert und verbreitet.




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Von ELA

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