Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen bei Gewaltvorfällen an Dresdner Schulen besitzt keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Zahlen werfen Fragen zur Sicherheit im Schulalltag auf.
DRESDEN – Neue Zahlen aus Sachsen sorgen für politische Brisanz: An Dresdner Oberschulen wurden im Jahr 2025 Dutzende schwerwiegende Vorfälle registriert, bei denen ein Großteil der Tatverdächtigen keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Das geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD hervor
Demzufolge registrierten die Behörden im Zeitraum von April bis Dezember 2025 insgesamt 40 relevante Vorfälle im Umfeld von Oberschulen in Dresden. Dabei wurde gegen 54 Personen ermittelt. Auffällig dabei ist, dass 34 der Tatverdächtigen keine deutschen Staatsbürger sind, was einem Anteil von rund 63 Prozent entspricht. Die Delikte reichen von Körperverletzung und Bedrohung bis hin zu Diebstahl und Sachbeschädigung. Zudem handelt es sich häufig um Wiederholungstäter: In mehr als der Hälfte der Fälle wurden Mehrfachtaten festgestellt.
Gewalt, Drohungen und Straftaten im Schulalltag
Ein Blick in die detaillierten Falllisten zeigt ein breites Spektrum an Vorfällen: körperliche Angriffe auf Mitschüler, Bedrohungen gegenüber Lehrkräften, Diebstähle und Sachbeschädigungen, aber auch Mobbing und Gewalt in Gruppen. Die Dokumentation umfasst zahlreiche Fälle aus verschiedenen Schulen im Stadtgebiet. Auch außerhalb strafrechtlicher Ermittlungen meldeten Schulen zusätzliche Vorfälle. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 55 sogenannte „besondere Vorkommnisse“ registriert, darunter Gewalt, Bedrohungen und andere sicherheitsrelevante Ereignisse.
Die Auswertung liefert auch Hinweise zum Aufenthaltsstatus der nichtdeutschen Tatverdächtigen. Von ihnen waren 26 Personen Schutz- oder Asylberechtigte beziehungsweise Kontingentflüchtlinge, sechs Personen waren geduldet und zwei Personen waren EU-Bürger. Somit entfällt ein erheblicher Anteil der Tatverdächtigen auf Personen mit Flucht- oder Schutzstatus.
Kritik aus der Politik
Angesichts der Zahlen sieht der AfD-Abgeordnete Hans-Jürgen Zickler dringenden Handlungsbedarf. „Wer wiederholt andere Schüler verprügelt oder sogar mit Waffen bedroht, muss von der Schule fliegen. Unsere Schulen dürfen keine Angsträume werden und der Schutz der Opfer vor Wiederholungstaten muss höchste Priorität haben“, sagt er. Zugleich erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Landesregierung: „Die Minderheitsregierung aus CDU und SPD hat bei dieser Aufgabe auf ganzer Linie versagt“, so die Kritik. Bezeichnend sei, dass Sachsen im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine speziellen Einrichtungen für Intensivtäter unter 14 Jahren bereithalte.
Zickler ist der Ansicht, dass sich die Problematik nicht auf Dresden beschränkt. Er verweist auf ähnliche Entwicklungen in anderen Städten: „Das Problem der steigenden Jugendkriminalität – vor allem durch Personen aus islamischen Staaten – ist nicht auf Dresden beschränkt. In Leipzig terrorisierte eine Kinderbande die halbe Stadt und in Stollberg mussten vier städtische Mitarbeiter mit Taschenkontrollen für Sicherheit an einer Schule sorgen.“ Vor dem Hintergrund dieser Zahlen fordert die AfD ein konsequenteres Vorgehen gegen Gewalt an Schulen.
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