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26.2.2026 - Lawrow im Interview mit france•tv berichtet, was in Alaska geschah | Quelle: UM AU generiert

Im zweiten Teil des Interviews von Sergey Lawrow durch france•tv legt Sergey Lawrow offen, dass es in Alaska zu einer Vereinbarung, die jedoch von NATO/EU blockiert wurde, gekommen wäre. Daraus stellt sich nur eine Frage: Wer dirigiert, NATO/EU aus dem Hintergrund, wenn nicht die USA?

Sergey Lawrow: „Präsident Putin hat in Alaska
den Vorschlägen der USA zugestimmt!“
– Teil 2
[…]

Frage: Wir haben die Position Russlands, die seit vier Jahren artikuliert wurde, vernommen: Wir verstehen, dass diese sich von der Haltung Frankreichs, Polens, Deutschlands und anderer europäischer Nationen, welche die Ansicht vertreten, dass die „Intervention“ oder „Invasion“ der Ukraine einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstelle, unterscheidet. Seit über vier Jahren schon tobt der Krieg. Am 24. Februar dieses Jahres erklärten Sie, dass noch nicht alle Ziele erreicht worden wären. Wir würden gerne Ihre Ziele verstehen.

Am Dienstag beispielsweise haben Sie eine der schlimmsten Aggressionen begangen, indem Sie einen massiven Drohnenangriff auf Städte unternahmen und dabei gezielt Schulen und Krankenhäuser ins Visier nahmen. Hunderte Zivilisten kamen dabei ums Leben. Sind Ihre Ziele Zivilisten und wie weit sind Sie bereit zu gehen, um einen Sieg über die Ukraine zu erringen?

Sergej Lawrow: Sie merkten an, dass sich unsere „Position“ von jener Frankreichs, Deutschlands und Polens unterscheide. Ich habe keine „Position“ dargelegt, sondern Fakten benannt – Fakten, die unsere westlichen Kollegen hartnäckig bestreiten. Besagte Fakten lassen sich nicht mehr leugnen, denn sie spiegeln im Ergebnis die Handlungen unserer französischen, deutschen, polnischen und anderer Nachbarn wider.

Sie weigern sich weiter kategorisch zuzugeben, dass sie vor zwölf Jahren noch eine Einigung garantiert hatten, welche inzwischen ignoriert wird und auf die man spuckt. Ihre diplomatischen Bemühungen werden mit Füßen getreten – während sie dazu schweigen und einen solchen Affront hinnehmen müssen. Noch im Februar 2015 befürworteten und billigten dasselbe Deutschland und dasselbe Frankreich im UN-Sicherheitsrat das, was sie als ihre Garantien für die Minsker Vereinbarungen hinstellten, nur um später zuzugeben, dass sie nicht die Absicht gehabt hätten, diese Garantien erfüllen zu lassen.

Ich spreche also nicht von einer Position Russlands, die sich von der des Westens unterscheidet, sondern von Tatsachen, über die sich Frankreich, Deutschland und viele Ihrer Partner in NATO und EU inzwischen schämen, um diese zuzugeben. Kein vernünftiger Politiker in Europa kann diesen Treuebruch, der diesen Handlungen zugrunde liegt, in Abrede stellen.

Was die von uns angestrebten Ziele betrifft, so wurden diese von Präsident Wladimir Putin artikuliert und von uns mehrfach bestätigt. Die Ziele werden durch die Ursachen dieser Krise bestimmt. Zunächst wurde uns auf politischer Ebene versichert, dass die Ukraine nicht in die  NATO aufgenommen und das Bündnis nicht erweitert werden würde. Als diese Zusicherungen und Vereinbarungen – die im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa [OSCE] getroffen worden waren – dann gebrochen wurden, sagte man uns, dass es sich um politische und nicht um rechtliche Verpflichtungen gehandelt hätte. Mit anderen Worten: Man hat uns belogen, während diese politischen Erklärungen auf höchster OSZE-Ebene unterzeichnet wurden.

Das zweite Problem, mit dem wir und unsere Landsleute – Russen und Russischsprachige in der Ukraine – konfrontiert sehen, war die umfassende Aushöhlung ihrer Rechte, wozu sich sogenannte Leuchttürme an Freiheit und Demokratie wie z.B. Frankreich und andere EU-Mitglieder in völliges Schweigen hüllten. Können Sie sich ein Land vorstellen, das eine Sprache, geschweige denn eine offizielle UN-Sprache, in jedem erdenklichen Bereich verbieten lässt? In der Ukraine kann die Verwendung des Russischen zu verwaltungsrechtlichen oder sogar strafrechtlichen Sanktionen führen. Wir haben erst kürzlich über den Iran gesprochen, wo Hebräisch nicht verboten ist. In Israel ist keine Sprache – weder Arabisch noch irgendeine andere – verboten:

Doch die Ukraine steht allein da, wenn es um Durchsetzung solcher [Verbots-]Praktiken geht!

Nun verspricht der Westen der Ukraine „Sicherheitsgarantien“. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich zu diesem Thema mit grosser Inbrunst geäußert und behauptet, dass diese „Garantien“ – einschließlich Entsendung von „Stabilisierungstruppen“ aus nicht näher bezeichneten internationalen Strukturen – Teil der Lösung seien. In Wirklichkeit würde dies eine regelrechte Besetzung bedeuten!

Selbst wenn wir von den konkreten Formen dieser Sicherheitsgarantien abgingen und fragen wollten, für wen diese gedacht wären – für ein Nazi-Regime? Denn, weder Frankreich noch Deutschland noch sonst jemand im Westen sagt zur Ukraine heute: „Wir helfen Euch. Führt die russische Sprache wieder ein, wie es in Eurer Verfassung verankert ist und hört auf damit, die ukrainisch-orthodoxe Kirche verfolgen zu lassen!“

Hat das jemand gesagt? Doch das ist kein Verhandlungsgegenstand: Es ist integrale Selbstverständlichkeit im Dialog mit jedem normalen Land. Ich hoffe, Frankreich ist ein normales Land. Wenn Sie also behaupten, Sie wollten die Sicherheit von Wolodymyr Selenskyj und seiner Junta garantieren, dann fusste das nicht auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit: Es wäre etwas ganz anderes!

Sie haben noch das Thema ziviler Opfer angesprochen und ich vermute, das interessiert Sie am meisten. Sie haben eine Reihe von Einrichtungen aufgezählt, die laut Ihren Quellen angegriffen worden wären – das heisst zivile Einrichtungen, was zu zivilen Opfern geführt hätte. Wir haben wiederholt, wie auch durch Worte von Präsident Wladimir Putin und der Führung des russischen Verteidigungsministeriums, erklärt, dass wir niemals Angriffe auf rein zivile Ziele durchführen lassen. Jedes ausgewählte Ziel unterstützt auf die eine oder andere Weise die operativen Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte an der Front:

Die ukrainischen Streitkräfte allerdings scheuen sich niemals davor, ausschließlich zivile Einrichtungen angreifen zu lassen!

Unser Vertreter, der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums für Verbrechen des Kiewer Regimes, Rodion Miroshnik, hält sich derzeit in Genf auf. Er hat konkrete Beweise mitgebracht – umfangreiche Unterlagen – welche die Verbrechen des Kiewer Regimes und dessen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht detailliert nachweisen.

Was die Vorwürfe gegen uns angeht, so haben wir nie konkrete Beweise zu Gesicht bekommen – nur TV-Berichte oder Beiträge in den sozialen Medien gesehen. Erinnern Sie sich daran, wie gleich zu Beginn dieser Krise versucht wurde, uns auf Grundlage solchen Bildmaterials beschuldigen zu lassen, was sich später, wie Journalisten aufdeckten, als ein zehn Jahre altes Foto aus dem Irak herausstellte?

Meine Frage an Sie lautet: Falls Sie als Journalisten wirklich daran interessiert wären, das humanitäre Völkerrecht zu wahren, warum führen Sie dann keine journalistische Untersuchung durch? Viele Journalisten veranlassen solche Untersuchungen gerade deshalb, weil sie Regierungen misstrauen.

Ich reise jedes Jahr nach New York zu den Sitzungen der UN-Generalversammlung und gebe dort Pressekonferenzen. Ich fragte dort Journalisten, warum niemand solch einfache Frage stelle? Als Ihre Kollegen von BBC im April 2022 Aufnahmen aus einem Vorort von Kiew – von den Strassen aus der Wohnsiedlung Butscha – ausstrahlten, auf denen Leichen mit gefesselten Händen fein säuberlich aufgereiht lagen, hat man behauptet, dies seien Gräueltaten der russischen Streitkräfte gewesen. Wir wurden jeder erdenklichen Verfehlung beschuldigt, worauf neue Sanktionen verhängt wurden.

Seitdem sind vier Jahre vergangen. Doch wir konnten bisher noch immer keine Liste jener Personen erhalten, deren Leichen von der BBC gezeigt wurden. Ist das nicht eine berechtigte Frage seitens des Landes, dem diese „Gräueltaten“ vorgeworfen werden? Nichts wurde bewiesen!

Wir haben uns an den UN-Generalsekretär und den UN-Menschenrechtsrat gewandt. Deren Antworten fielen schüchtern ausweichend aus: Sie behaupten, sich damit nicht befassen zu können. Warum? Nachdem António Guterres und sein Team – welche das UN-Sekretariat im Auftrag des Westens praktisch privatisiert haben – damit nicht fertig werden, warum schreiten dann nicht Journalisten ein? Journalisten, die bei anderen Gelegenheiten einen solchen Eifer an den Tag legen, dass man sie nur noch mehr bewundern könnte!

Zu Butscha: Wenn Sie so wollen, stellt dies meine Herausforderung an Sie dar. Ihr Medienhaus ist ein angesehenes und bedeutendes Unternehmen. Wenn Sie fragen, warum Russland alle tötet – sollten Sie gegebenenfalls wenigstens einige Beweise vorlegen. Wir verbreiten Beweise in Bezug auf die Gräueltaten des ukrainischen Regimes – auch heute wieder auf der UN-Plattform in Genf:

Ich fordere die journalistische Gemeinschaft auf, auch etwas Ausgewogenheit und Verantwortungsbewusstsein zu zeigen!

Frage: Sie haben BBC als Beispiel genannt. Auch unser Sender berichtet über zivile Opfer und wir haben Gebäude gesehen und gefilmt, die von russischen Drohnen zerstört wurden.

Ich möchte zu einem anderen Thema kommen: Sie hatten Treffen mit ukrainischen Vertretern und mit Mitgliedern der Regierung von US-Präsident Trump. Wie kommen die Friedensverhandlungen voran? Sind Sie enttäuscht von Donald Trumps Verhalten und seiner Fähigkeit, diesen Krieg zu beenden?

Sergej Lawrow: Sie sagten, dass Ihr Sender, wie die BBC, zerstörte Gebäude zeige. Mein Beispiel war ein ganz anderes: Als das BBC-Team aus einem Vorort von Kiew berichtete und Aufnahmen von Leichen zeigte, war dort kein anderes Journalistenteam zugegen. Seit nunmehr vier Jahren versuchen wir, die Identitäten derjenigen zu ermitteln, deren Leichen auf diesen Aufnahmen zu sehen sind. Man würde erwarten, dass solche Fragen für jeden Journalisten von Interesse sein müssten. Ich möchte Sie ermutigen, zumindest diese Angelegenheit untersuchen zu lassen. Die Ereignisse in Butscha sind weithin bekannt geworden, doch der Westen bemüht sich sehr, sie vergessen zu machen und …

… Journalisten, die stets für ihre Akribie bekannt waren – sie schweigen jetzt!

Was die Verhandlungen angeht, so hat Präsident Wladimir Putin wiederholt erklärt, dass Russland eine Lösung der vom Westen verursachten Ukraine-Krise befürwortet. Der französische Präsident Emmanuel Macron, deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und britische Premierminister Keir Starmer haben öffentlich ihre Absicht erklärt, Russland eine „strategische Niederlage“ zu bereiten und mit „keinem Schritt zurück“ zu gehen.

Alle jüngsten NATO- und EU-Treffen haben die fortgesetzte Unterstützung für das ukrainische Regime bekräftigt, einschließlich künftiger Sicherheitsgarantien, sobald dieser Krieg, den der Westen mit Hilfe dieser Nazis gegen uns entfesselt hat, vorbei wäre.

Der Verhandlungsprozess wird vor allem durch die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump geprägt. Das Treffen fand im August 2025 in Alaska, wohin wir eingeladen waren, statt. Präsident Wladimir Putin nahm die Einladung an. Zur Vorbereitung dieses Treffens kam der US-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, im Namen von Präsident Trump mit einer Reihe von Vorschlägen nach Moskau. Präsident Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, dass diese Vorschläge sorgfältig geprüft würden. Sie enthielten Punkte, die kompromissorientiert waren.

Als wir schließlich in Alaska ankamen, teilte Präsident Putin Präsident Trump mit, dass Russland diese Vorschläge geprüft habe und es zu schätzen wisse, dass sie das Hauptthema thematisierten: Die eigentlichen Grundursachen des Konflikts mit der tatsächliche Lage vor Ort, nachdem die Menschen im Südosten der Ukraine Referenden abgehalten und ihren Wunsch nach Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation bekräftigt hatten:

Präsident Putin teilte Präsident Trump mit, dass Russland den US-Vorschlägen zustimme – es herrschte klares Einvernehmen!

Heute wird oft vom „Geist von Anchorage“ gesprochen, denn beide Präsidenten pflegten schon immer ein gutes Verhältnis zueinander. Es wird von gegenseitigem Respekt getragen, auch wenn sie in vielen Punkten nicht übereinstimmen. Sie verstehen, wie bedeutende Staatsvertreter und politische Persönlichkeiten miteinander zu sprechen haben: Im ehrlichen und offenen Dialog, ohne vor Problemen und Meinungsverschiedenheiten zurückzuschrecken. Darum ging es in jenem „guten Geist“. Doch hier geht es weniger um den „guten Geist“ als vielmehr um die klaren Vereinbarungen, die in Alaska erzielt wurden. Die Amerikaner wissen das:

Doch, nach Anchorage wurden alle weiteren Fortschritte in den Verhandlungen von der EU- und NATO-Führung blockiert!

Insbesondere Ursula von der Leyen und Mark Rutte arbeiteten hart daran, besagte Vereinbarungen zu untergraben und die US-Administration von der Abmachung, welche jene [selbst] vorgeschlagen hatte und von Russland unterstützt wird, wieder abzubringen. Die Verlängerung des Konflikts ist größtenteils jener subversiven Politik der Führung der Europäischen Union und der Nordatlantischen Allianz geschuldet.

Wie Sie wissen, fanden nach Alaska mehrere Verhandlungsrunden statt, die jüngste kurz bevor USA und Israel den Iran angriffen. Jetzt folgte eine Pause. Dennoch sind uns die Kontakte bekannt, die zwischen den Amerikanern und den Ukrainern stattfanden. Wir wurden darüber informiert. Wir können sehen, dass die amerikanische Seite alle Anstrengungen unternimmt, um Kiews Zustimmung zu den von den Präsidenten Russlands und der USA in Alaska erzielten Vereinbarungen sicherzustellen.

Wir glauben, dass dieser Ansatz der einzig richtige ist!

[…]

Fortsetzung mit Teil 3 folgt

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

***

Teil 1 des Interviews mit Sergey Lawrow durch france•tv: HIER




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Von Redaktion

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