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Bild: UNSER MITTELEUROPA & EU

Friedensverhandlungen mit den USA sind nicht ungefährlich, denn ausgerechnet während solcher Gespräche pflegen das US-Militär die Attacken durchzuführen. Diesmal schlug man aus Gründen der „Selbstverteidigung“ zu.

Eigentlich herrscht im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem kommt es erneut zu US-Angriffen. Das Militär spricht von „Selbstverteidigung zur Abwehr einer iranischen Bedrohung“. Gefährdet das nun ein mögliches Abkommen zum Kriegsende?

Mitten in den Friedensgesprächen: US-Angriffe auf Iran schüren neue Eskalationsangst

Ungeachtet der Bemühungen um ein dauerhaftes Kriegsende und einer geltenden Waffenruhe haben die USA nach eigenen Angaben Ziele im Iran angegriffen. Es seien iranische Raketenstellungen sowie Schiffe attackiert worden, die Minen legen wollten, erklärte das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom). In Katar traf unterdessen eine hochrangige iranische Delegation für neue Verhandlungen über ein Ende des Krieges ein.

„Selbstverteidigung“ tausende Kilometer von den USA entfernt 

Bei den Angriffen im Süden des Irans habe es sich um „Selbstverteidigungsmaßnahmen“ gehandelt, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins. Mit ihnen hätten US-Soldaten „vor Bedrohungen durch die iranischen Truppen geschützt“ werden sollen. Zu den Zielen der Angriffe zählten den Angaben zufolge „Raketenabschussrampen sowie iranische Schiffe, die versuchten, Minen zu legen“.

Genaue Angaben zu den Orten und den Umfang der Angriffe machte das Zentralkommando nicht. Es erklärte aber ausdrücklich, die US-Streitkräfte würden sich angesichts der seit Anfang April geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg derzeit „zurückhalten“. Unklar blieb zunächst, welche Auswirkungen die Angriffe auf die Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben werden. Nach zunächst optimistischen Aussagen hatte US-Präsident Donald Trump zuvor bereits die Hoffnung auf eine rasche Vereinbarung wieder gedämpft.

Trump will keine „übereilten“ Vereinbarungen

Trump hatte am Samstag zunächst erklärt, eine Vereinbarung mit dem Iran sei „weitgehend ausgehandelt“, müsse aber noch endgültig fertiggestellt werden. Am Sonntag sagte der US-Präsident dann, er habe seine Vertreter angewiesen, keine „übereilte“ Vereinbarung zu schließen. Am Montag stellte Trump klar, er werde entweder „ein großartiges und bedeutungsvolles“ Abkommen mit dem Iran schließen „oder es wird überhaupt kein Abkommen geben“. Gut möglich, dass er noch auf die Anweisung der Israel-Lobby warten muss. Schließlich hat Netanjahu die USA in den Iran-Krieg hineingezogen.

Auch aus Teheran hieß es am Montag, eine Unterzeichnung stehe noch nicht kurz bevor. Eine hochrangige Delegation des Landes traf in Katars Hauptstadt Doha ein. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen erfuhr, soll sie über ein Abkommen mit den USA sowie konkret über die Freigabe eingefrorener Gelder verhandeln.

Trump möchte Irans angereichertes Uran haben

Nachdem der Versuch der USA, das angereicherte Uran des Iran in einer Kommandoaktion – offiziell, um einen amerikanischen Piloten zu retten – zu beschlagnahmen, bekanntlich im Desaster endete, versucht man, dieses Ziel jetzt mit militärischem Druck zu erreichen. Trump äußerte am Montag die Erwartung, dass der Iran sein angereichertes Uran an die USA übergibt – oder es im Iran unter Aufsicht internationaler Beobachter vernichtet.

Weiterer Knackpunkt der Verhandlungen ist der künftige Status der Straße von Hormus. Teheran hatte die Meerenge kurz nach Kriegsbeginn Ende Februar de facto geschlossen. In der Folge waren weltweit die Energiepreise in die Höhe geschossen. Die USA hatten als Reaktion ihrerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

„Darf“ der Iran wieder Öl verkaufen?

Laut der US-Nachrichtenwebsite „Axios“ soll mit der derzeit diskutierten Vereinbarung die seit April geltende Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA um 60 Tage verlängert werden. In dieser Zeit solle die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt geöffnet werden, und der Iran solle sein Sanktionen unterliegendes Öl nach Belieben verkaufen können.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars sagte Washington in den Verhandlungen bereits zu, einen Teil der im Ausland eingefrorenen iranischen Gelder freizugeben, Sanktionen gegen Teheran vorläufig aufzuheben und die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine zu beenden.

US-Präsident Trump drängte am Montag zudem mehrere Länder der muslimischen Welt, im Zuge einer möglichen Friedensvereinbarung mit dem Iran den sogenannten Abraham-Abkommen über eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel beizutreten. In einem langen Beitrag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social listete Trump die Länder auf, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Iran-Kriegs gesprochen habe. Er nannte Ägypten, Jordanien, Katar Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei.

Für diese Länder sollte es „verpflichtend“ sein, gleichzeitig mit einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs die Abraham-Abkommen zu unterzeichnen, schrieb der US-Präsident. Er hatte während seiner ersten Amtszeit mit den Abraham-Abkommen eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan vermittelt.

Kein Friede wegen dee Lage im Libanon 

Allerdings scheint eine Normalisierung der Beziehungen arabischer Länder zu Israel im Moment unwahrscheinlich – unter anderem wegen des aktuellen Geschehens im Libanon. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte am Montagabend eine nochmalige Verstärkung der Militäroffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon an. Diese wiederum griff nach eigenen Angaben mehrere Militäreinrichtungen im Norden Israels an.

Die Eskalation dieses Konfliktes könnte auch Auswirkungen auf die Verhandlungen zum Iran-Krieg haben: Teheran hat angekündigt, einem Friedensschluss nur zuzustimmen, wenn dieser auch für den Libanon gilt.




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Von Redaktion

14 Kommentare zu „Schon wieder: USA greifen Iran trotz Waffenruhe an – Frieden plötzlich in Gefahr“
  1. Wie erbärmlich ehe ihr diese Seiten mit den unterschiedlichsten Theman mal wieder aktualisiert !!!
    Oder wollt ihr das die Leute das nicht mehr lesen ???

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    1. Lieber Thüringer im grünen Wald, UME ist kein großes Unternehmen, bei dem jede Menge Personal beschäftigt ist. Die wenigen Leute, die Deinen Bullshit prüfen, müssen auch mal Pause machen, schlafen, oder einfach mal frei haben. Du aber hast nichts besseres zu tun, als hier zu nörgeln, erwartest aber, dass andere für dich parat stehen. Erbärmlich.

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  2. „Die USA“ werden von dem von der AfD und anderen Rechten hoch geschätzten Nationalisten und America-great-Macher Donald Trump angeführt. Auch euer abgewählter Held Orban ist ein großer Trump-Fan. Nationalismus ist die Mutter aller Kriege.

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    1. Was hat diese krieg mit nationalismus zu tun? Die amis waren immer kriegstreiber, ihre ganze geschichte ist darauf gebaut.

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      1. MAGA ist Nationalismus pur und der Krieg hat ganz viel mit MAGA zu tun, in dem Fall mit billiger Energie. Der Schuss ist nach hinten losgegangen. Das ist sehr gut, selbst wenn es auch uns selbst trifft und die Mullahs gewinnen. Der Trumpel und sein Imperialismus müssen scheitern.

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      2. Gäbe es keine Nationalstaaten, gäbe es auch keine Kriege zwischen solchen. Die Grenzen auf dem Planeten sind willkürlich gezogen und unnatürlich. Je mehr Mobilität es gibt, desto offensichtlicher wird das.

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    2. @ Paul Schmitz 17. 05. 2026 um 22:31 Uhr

      “ Obama ein Nationalist ist, im Gegenteil, er ist ein Multilateralist. Und er hat, anders als die Republikaner Trump und die Bush’s keine grossen Kriege begonnen. Ja, es gab Operationen wie die gegen den Menschenschlächter Gaddafi und OS-Terroristen, aber die Kriege in Afghanistan und Irak erbte er von NaNationalisten.“

      Soll ich Sie daran erinnern, dass es der US-Präsident Obama und der damalige US-Vize-Präsident Biden es waren, die den Ukrainekrieg aktiv 2014/2015 entzündet haben? Trump hat später ab 2017 auch in der Ukraine gezündelt, jedoch waren Obama und der damalige US-Vizepräsident Biden die ersten, die diesen Krieg entzündet haben (das sagen auch viele US-Professoren).
      Obama hat außerdem den Ausbruch des brutalen Syrienkrieges zu verantworten (Operation Timber Sycamore). Oder haben Sie in den letzten Jahren nicht mitbekommen, wie Jeffrey Sachs mehrmals sehr detailliert geschildert und erklärt hat, wie Obama den Syrienkrieg nicht nur aktiv entfacht hat, sondern auch aktiv dafür gesorgt hat, damit er noch sehr lange sehr blutig weitergehen konnten. Und einen sogenannten Abzug der US-Truppen aus dem Irak hat es unter Präsident Obama im Jahre 2011 übrigens auch nicht gegeben, sogar deutsche Medien hatten damals 2011 erstaunlicherweise noch wahrheitsgemäß darüber berichtet. Die US-Truppen der US-Streitkräfte wurden damals 2011 lediglich durch US-Söldner im Irak ersetzt. Die US-Basen existieren immer noch im Irak. Ansonsten verweise ich noch auf Obama’s Mega-Rekord was die Anzahl der ausländischen völkerrechtswidrigen Drohnenbombardierungen angeht. Da hat er den verhassten Amtsvorgänger US-Präsidenten G.W.Bush um ein vielfaches übertroffen. Und da Sie mir vorwerfen, ich hätte keine Ahnung, verweise ich noch auf mehrere NEw YOrk Times Artikel von 2016, wo die Autoren sich zutiefst enttäuscht zeigten über Obama’s zwei Amtszeiten, da Obama trotz des Friedensnobelpreises kein Friedenspräsident war, sondern ein wahrer Kriegspräsdident noch schlimmer als der AMtsvorgänger G.W. BUsh. Sie schreiben hier dass Obama die Kriege in Afghanistan und Irak erbte , jedoch verschweigen Sie, dass er nichts unternahm um diese Kriege zu stoppen! Im Gegenteil er sorgte dafür, dass diese Kriege am Kochen gehalten wurden. Sie haben wirklich absolut keine Ahnung, wenn selbst linke US-Medien von Obama extrem enttäuscht waren und Sie als linker „Experte“ sogar darüber mit Absicht schweigen! Ich kann Ihnen noch mindestens 10 bekannte linke US-Medien mit dazugehörigen Artikeln nennen, die im Jahre 2016 erschienen Artikeln ihre tiefe Enttäuschung über den „Kriegspräsidenten“ Obama äußerten, weil Obama eben doch einer der größten und radikalsten Kriegspräsidenten in der US-Geschichte war. Das sind NICHT die Worte von Trump(!), sondern die WOrte von vielen linken US-Medien!

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      1. Vasco, das hast Du Dir wohl abgespeichert um es mir bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu posten. Durch ständiges Wiederholen wird der Quatsch aber auch nicht richtiger. Obama hat den Ukrainekrieg NICHT entzündet, das war Putin und seine Separatisten im Donbas. Leider muss ich bei dem von Ihnen genannten Vorwurf bleiben.

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  3. Ich möchte dabei nur erwähnen, dass die eingesezten TARNKAPPEN-BOMBER (also Flugzeuge) nach 1945 aus Deutschland – wie anderes Militärmaterial auch,
    aus DEUTSCLAND mitgenommen wurde. Das damals entsprechende FLUGZEUG mit verschiedenen Typen hieß: Horten Ho 229, auch Horten H IX oder auch Gotha Go 229 ?
    Viele ehrliche US-MILITÄRS sagten nach dem Krieg, dass Deutschland diesbezüglich 10 bis 20 Jahe in der ENTWICKLUNG ihnen voraus war ?

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    1. Aber Deutschland hat den von ihm angezettelten WK2 verloren. Kriegsverlierer müssen bluten und Reparationen zahlen. Hätte Deutschland gewonnen, hätte es sich den europäischen Teil Russlands einverleibt, als Lebenraum für Deutsche im Osten. Das war das Haupt-Ziel von AH, nachzulesen in „Mein Kampf“. Demgegenüber ust Deutschland glimpflich davongekommen.

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