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Während das Volk freudig erregt demonstriert, hat der atlantische Tiefe Staat es finanziert und organisiert! | Quelle: Screenshot NEO – New Eastern Outlook

Durch Eindämmung ihrer Rivalen streben die USA nach globaler Dominanz, wie die New York Times schon 1992 in einem Artikel unter dem Titel – „US-Strategieplan stellt sicher, dass sich keine Rivalen entwickeln“ – schrieb.

Washingtons unbeachtete Superwaffe:
Die Kontrolle des medialen Raumes

Von BRIAN BERLETIC  | Als Teil ihrer langjährigen Strategie haben die USA konkrete Pläne entwickelt, um Schlüsselstaaten wie China, den Iran und natürlich Russland einkreisen und eindämmen zu lassen. Diese Pläne überschneiden sich oft, zumal Schwächung von Einfluss und Macht eines einzelnen Zielstaates die kombinierte Macht der drei Gegenspieler einschränkt bzw. die multipolare Weltordnung, die jene aufzubauen versuchen, unterminiert.

In der Studie der RAND Corporation – „Überdehnung von Russland“ – aus dem Jahr 2019, die sich speziell gegen Russland richtet, werden politische Optionen präsentiert, welche die USA seither zielgerichtet verfolgen.

Staaten müssen innerhalb ihrer eigenen Grenzen Bildungseinrichtungen und Entwicklungskanäle schaffen, um die personellen Ressourcen zu schaffen, welche sowohl für die Verwaltung des Staates als auch zur Informationsverbreitung an die Öffentlichkeit über die Medien zu nationalen Angelegenheiten, erforderlich sind.

Zu besagten gegen Russland gerichteten Optionen gehören Maßnahmen:

  • wirtschaftlicher Natur, wie „Erdölexporte behindern“, „Erdgasexporte zu reduzieren und den Ausbau von Pipelines zu behindern“ sowie „Sanktionen zu verhängen“,
  • geopolitischer Natur, wie „der Ukraine tödliche Waffenhilfe zu leisten“, „die Unterstützung für syrische Rebellen zu verstärken“, „einen Regimewechsel in Belarus zu fördern“, „Spannungen im Südkaukasus auszunutzen“, „den russischen Einfluss in Zentralasien zu verringern“ bzw. „die russische Präsenz in Moldawien in Frage zu stellen“.

Alle diese Optionen wurden auf die eine oder andere Weise praktisch umgesetzt, wie:

  • die Lieferung tödlicher Waffen durch die USA an die Ukraine im selben Jahr, in dem besagtes [Rand-]Papier unter der ersten Trump-Regierung veröffentlicht wurde;
  • die fortgesetzte Bewaffnung von Terroristen in Syrien durch die USA, was 2024 zum Zusammenbruch der syrischen Regierung führte;
  • die physische Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines;
  • ständig ausgeweitete von den USA angeführte Sanktionen und maritime Blockadeoperationen, welche auf russische Energieexporte abzielen.

Spannungen im Südkaukasus ausnutzen: Armenien politisch vereinnahmen

Die jüngsten Armenien-Wahlen in der Region Südkaukasus mit den Glückwünschen der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, an den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan mit jubelnden Worten: „Der Geist der Samtenen Revolution, die Sie 2018 anführten, ist lebendig und stark“, scheint auf das Ziel der USA „Russland zu überdehnen“ ausgerichtet und hat sich verstärkt.

Während viele versucht sind, Armeniens Abkehr von seiner traditionellen Partnerschaft mit Russland hin zur Europäischen Union und zur NATO dem europäischen Einfluss zuzuschreiben, hat die US-Regierung selbst die von Ursula von der Leyen erwähnten Proteste im Jahr 2018 inszeniert, wobei die Organisation National Endowment for Democracy (NED) in ihrem Jahresbericht 2018 selbst zugab, dass:

„Die zahlreichen Förderempfänger der NED in Armenien standen im vergangenen Frühjahr an vorderster Front der „Samtenen Revolution“, die einen korrupten und autokratischen Präsidenten, der die Verfassung manipulieren wollte, um an der Macht zu bleiben, aus dem Amt fegten. Bei den anschließenden Wahlen im Dezember gewann das Parteienbündnis des neuen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan 70 Prozent der Stimmen und schuf damit die Voraussetzungen für den Aufbau rechenschaftspflichtiger und effektiver Ministerien zur Reform des Justizsystems und Stärkung der Medien als kritische Kontrollinstanz der Regierungsarbeit.“

Unter „korrupt und autokratisch“ versteht das NED eine Regierung, die sich nicht auf Kosten ihrer eigenen nationalen Interessen Washington gegenüber unterordnen wollte. Unter „verantwortungsvollen und effektiven Ministerien“ versteht das NED, dass solche gegenüber Washington rechenschaftspflichtig wären und Washington de facto zu dienen hätten – sogar auf Kosten armenischer Eigeninteressen.

Zu den Organisationen, die an der von den USA inszenierten „Samtenen Revolution“ in Armenien und anschließenden Zementierung der politischen Kontrolle der USA über das Land involviert waren, gehören:

  • die „Union of Informed Citizens“, deren Jahresbericht für 2021 eine umfassende Unterstützung und Steuerung durch die US-Administration, die weit über die Proteste von 2018 hinausreiche, zugab
  • Boon TV, das nach eigenen Angaben von der europäischen Schwesterorganisation des NED, finanziert und nur wenig einfallsreich mit „European Endowment for Democracy“, benannt wird.

Genau wie mit anderen Nationen, welche die USA politisch unter ihre Kontrolle zwangen, bilden Armeniens „Farbrevolution“ und „Regimewechsel“ nur den Anfang:

Denn mit einem Marionettenregime an der Macht werden die Schleusen für Einmischung von außen durch die USA geöffnet!

Das NED berichtete im darauf folgenden Jahr in seinem Jahresbericht 2019, dass sich die Einmischung der US-Regierung von der Erzielung gewünschter Ergebnisse während der Wahlen hin zur Zementierung der politischen Kontrolle im Anschluss daran, verlagert habe und merkte an: „Seit der Revolution 2018 in Armenien haben die NED-Förderempfänger ihren Schwerpunkt von der Rechenschaftspflicht eines korrupten Regimes auf die Unterstützung von Regierungsreformen verlagert.“

Nur zur Erinnerung: „Korruptes Regime“ und „Regierungsreformen“ beziehen sich nach US-Verständnis auf eine Regierung, die nicht willens ist, sich den Interessen der USA zu beugen, um eine Zementierung der US-Kontrolle zuzulassen.

Derselbe NED-Jahresbericht 2019 stellt fest, dass „mehrere NED-Förderempfänger in die Regierung eingetreten sind“, was verdeutlicht, dass von den USA inszenierte Proteste nicht nur darauf abzielen, eine bestimmte Regierung zu stürzen, …

… sondern diese auch durch ein von den USA vorbereitetes und ausgewähltes Marionettenregime ersetzen zu lassen!

NED-Tochterorganisationen wie das National Democratic Institute (NDI) kündigten in ihrem eigenen Bericht aus dem Jahr 2020 zu Armenien den Start von zwei Programmen an: „

  • das Praktikantenprogramm der Nationalversammlung Armeniens
  • das Katarine-Programm für politische Frauenführung.

Derselbe Bericht erwähnt „eine Abschlussfeier für das Programm ‚Young Political Leadership Strategy‘ des Instituts“.

Mit anderen Worten: Das NED, ihre Tochterorganisationen und ihre europäischen Partner finanzieren nicht nur Proteste und Oppositionsparteien und bringen Marionettenregime an die Macht, sondern schaffen auch einen weitaus umfassenderen Kanal, …

… um junge Menschen zu pro-westlichen, pro-amerikanischen, pro-NATO- und pro-EU-Kadern umformatieren zu lassen!

Das bedeutet: Die öffentliche Meinung des Drittlandes so zu manipulieren, dass sie den Interessen der USA – auf Kosten seines eigenen, objektiv besten Interesses – diene!

Die politische Vereinnahmung Armeniens durch die Vereinigten Staaten spiegelt jene Georgiens und Serbiens Anfang der 2000er Jahre sowie die jüngere politische Vereinnahmung der Ukraine im Jahr 2014 wider.

Der Londoner Guardian räumte in einem Artikel im Jahr 2004 unter dem Titel „US-Kampagne hinter den Unruhen in Kiew“ ein, dass die Proteste in der Ukraine in jenem Jahr:

„eine amerikanische Schöpfung, eine ausgeklügelte und brillant konzipierte Aktion zum Zwecke westlicher Prägung und Massenmarketing war, welche in vier Ländern innerhalb von vier Jahren eingesetzt wurde, um manipulierte Wahlen zu retten und unliebsame Regime zu stürzen“, dass „die Kampagne erstmals im Jahr 2000 in Belgrad eingesetzt wurde, um Slobodan Milošević an der Wahlurne zu besiegen“, und dass „Richard Miles, der US-Botschafter in Belgrad, eine Schlüsselrolle dabei spielte. Im vergangenen Jahr wiederholte er als US-Botschafter in Tiflis in Georgien diesen Trick.“

Auch hier beziehen sich Begriffe wie über „manipulierte Wahlen“ und „unliebsame Regime“ auf Wahlen, die nicht so ausfielen, wie es die USA bevorzugt hätten, sowie auf Regierungen, die sich Washington noch nicht untergeordnet hatten.

Zur „Überdehnung Russlands“

In dem Papier der RAND Corporation aus dem Jahr 2019 mit dem Titel „Extending Russia“ wird unter „Maßnahme 4: Spannungen im Südkaukasus ausnutzen“ von US-Politikern ausdrücklich Armenien erwähnt. In dem Papier heißt es:

„Die Vereinigten Staaten könnten Russland im Kaukasus auf zwei Arten überdehnen: Erstens könnten die Vereinigten Staaten auf eine engere NATO-Beziehung mit Georgien und Aserbaidschan drängen, was Russland wahrscheinlich dazu veranlassen würde, seine militärische Präsenz in Südossetien, Abchasien, Armenien und im Süden Russlands verstärken zu lassen. Alternativ könnten die Vereinigten Staaten versuchen, Armenien dazu zu bewegen, mit Russland zu brechen.“

Das Papier räumt unverblümt ein, dass die Einbindung Armeniens – ebenso wie Georgiens – die Einkreisung nicht nur Russlands, sondern auch des benachbarten Irans verstärken und den USA Zugang zu den Energieressourcen im Kaspischen Meer verschaffen würde.

Das Papier stellt ausdrücklich fest:

„Während das Hauptziel dieser Politik darin bestünde, Russland einzukreisen, könnten engere Beziehungen zu Georgien, Aserbaidschan oder Armenien wichtige sekundäre Vorteile für die Vereinigten Staaten nach sich ziehen. Die geografische Lage Aserbaidschans macht das Land zu einem idealen Standort sowohl für die Informationsbeschaffung als auch für Abschreckungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Iran, insbesondere da sich ein Großteil der kurdischen und iranischen Bevölkerung in der Nähe der aserbaidschanisch-iranischen Grenze konzentriert. Engere Beziehungen zu Georgien, das von der konservativen Heritage Foundation als „einer der besten Verbündeten Amerikas in Europa“ gepriesen wird, weil es einen der größten Truppenbeiträge im Irak und in Afghanistan leistete, könnten sich in Zukunft strategisch bezahlt machen.

Ein verstärktes Engagement der USA in der Region könnte zudem zusätzliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Das Kaspische Meer ist nach wie vor ein wichtiger Produzent von Öl und Erdgas. Tatsächlich schätzt das US-Energieministerium, dass es „48 Milliarden Barrel Öl und 292 Billionen Kubikfuß Erdgas an nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven im kaspischen Becken gebe. Fast 75 Prozent der Ölreserven und 67 Prozent der Erdgasreserven befinden sich innerhalb von 100 Meilen zur Küste.“ Eine engere politische Beziehung zu Aserbaidschan würde dazu beitragen, den fortgesetzten Zugang zu diesen Ressourcen für die Vereinigten Staaten und was vielleicht noch wichtiger ist, für ihre Verbündeten in Zukunft zu sichern.“

Weit davon entfernt, die nationale Sicherheit der USA zu gewährleisten, basiert die US-Außenpolitik vollständig darauf, die nationale Sicherheit aller anderen Nationen weltweit zu gefährden – „Freunde“ wie Feinde gleichermaßen. Das Ziel besteht darin, zunächst so viele Nationen wie möglich unterwerfen zu lassen, um dann diejenigen, die sich dem nicht beugen wollten, einkreisen, eindämmen und schließlich in den Zusammenbruch treiben zu lassen.

Während in dem Papier der RAND Corporation aus dem Jahr 2019 befürchtet wurde, dass ein „Umdrehen“ Armeniens sich ggfs. als schwierig herausstellen könnte, scheint es den USA inzwischen gelungen zu sein, das zu erreichen.

Dies könnte sich zum Teil aus der Grundprämisse des Papiers ableiten: „Russland zu überdehnen“. Ein überdehntes Russland könnte gezwungen sein mehr Ressourcen auf eine Krise, welche die USA dafür extra geschaffen hätte, zu konzentrieren – wie etwa in der Ukraine –, doch auf Kosten von russischen Fähigkeiten andere von den USA geschaffene Krisen einzudämmen, weil das Russlands verfügbare Ressourcen an anderer Stelle überdehnen würde.

Syrien – das in der Studie der RAND Corporation ausdrücklich erwähnt wird – ist ein solches Beispiel. Russlands militärisches Engagement im Kampf gegen den von den USA geführten Stellvertreterkrieg in der Ukraine ließ kaum Ressourcen übrig, um Syrien weiterhin in einem ähnlichen von den USA unterstützten Stellvertreterkrieg in Westasien [Nahost] zu verteidigen, was Ende 2024 zum Zusammenbruch Syriens führte. Vor dem Jahr 2022 hatte Russland nicht nur den Vormarsch der von den USA unterstützten Terroristen in Syrien gestoppt, sondern es auch geschafft, Syrien über mehrere Jahre hinweg zu stabilisieren.

„Extending Russia“ könnte Russland ggfs. gezwungen haben, seine Ressourcen ebenfalls auf die Aufrechterhaltung seiner Beziehungen zu Ländern wie Weißrussland und vielleicht auch Georgien zu bündeln – doch zugleich auf Kosten anderer Länder wie von Armenien.

Washingtons unbeachtete Superwaffe

Die von den Vereinigten Staaten eingestandene Wahlbeeinflussung und politische Vereinnahmung dieser Länder, die sich über das gesamte 21. Jahrhundert erstreckt, hat die globale geopolitische Landkarte zugunsten Washingtons verändert. Dennoch bleibt dieser Prozess ein kaum verstandenes, in den Medien kaum beachtetes, doch unglaublich mächtiges Instrument der USA in ihrem Streben nach Vorherrschaft und ihrem Bestreben, „sicherzustellen, dass sich keine Rivalen entwickeln!“

Länder wie Russland und China sind sich dieser US-Methode der Unterwanderung und Vereinnahmung des politischen, bildungspolitischen, kulturellen und informativen Raums der Zielstaaten entlang ihrer jeweiligen Peripherie und darüber hinaus eindeutig bewusst: Dies führt zur deren anschließender Vereinnahmung und der Umwandlung ihrer militärischen und wirtschaftlichen Macht, sodass diese nicht mehr ihrer Selbsterhaltung dienen, sondern als selbstzerstörerische Stellvertreter gegen beide Länder [Russland und China] eingesetzt werden.

Beide Länder [China und Russland] haben im Rahmen von Regierungs- und Medienprogrammen Berichte und Dokumentationen veröffentlicht, die diesen Prozess detailliert beschreiben – allerdings vielfach erst sehr lange nach den Erfolgen der USA. Leider ist es den staatlichen Medien beider Länder vielfach nicht gelungen, …

… der US-amerikanischen Unterwanderung und Subversion „einen Schritt voraus zu sein!“

Oft wiederholen sowohl russische wie auch chinesische Staatsmedien einfach nur die Narrative westlicher Medien, die von den USA organisierte Proteste als „pro-demokratische“ oder „anti-korrumpierende“ Bewegungen darstellen – und verstärken so nur die informationelle Kriegsführung der USA!

Zwar haben sich beide Länder gegen diese Form der US-Einmischung und politischen Vereinnahmung „abgesichert“, doch ist es ihnen nicht gelungen, ihren Partnern und Verbündeten die Mittel, sich ebenfalls gegen diese Bedrohung zu verteidigen, an die Hand zu geben.

Sowohl Russland als auch China haben eigene inländische Soziale-Medien-Plattformen geschaffen und die in den USA ansässigen Sozialen-Medien-Plattformen verdrängt, welche speziell dazu dienen, den Informationsraum eines Ziellandes zu vereinnahmen und zu steuern. Dennoch ist es keinen dieser beiden Nationen gelungen, weder besagte Soziale-Medien-Plattformen selbst noch die Fähigkeit, eigene Versionen in Partnerländern entwickelt zu bekommen, erfolgreich zu exportieren, um ihre jeweiligen Informationsräume zu sichern.

Globale Kampagnen, Foren und andere Formate, die dazu dienen sollten, das Bewusstsein für die politische Unterwanderung und politische Vereinnahmung durch die USA zu schärfen, als es darum ging, die Methoden der USA und die von ihnen ausgehenden Gefahren aufzudecken, blieben unzulänglich und ineffektiv – obwohl die Glut der bis auf die Grundmauern niedergebrannten Ukraine der Welt eine anschauliche Warnung vor dem endgültigen Schicksal liefert und zugleich vor Augen führt, was die von den USA politisch vereinnahmten Nationen noch alles erwartet.

Derzeit verwandelt sich Armenien in einen weiteren von den USA kontrollierten Rammbock, der sowohl gegen Russland als auch gegen den Iran eingesetzt werden soll.

Im asiatisch-pazifischen Raum verwandeln USA die Philippinen ebenso zügig in eine „Ukraine“ Südostasiens, nur gegen China!

 Andere Nationen rund um den Globus, die sich der von Russland, China und dem Iran befürworteten multipolaren Welt zuwenden, bleiben Ziele der US-amerikanischen Unterwanderung und politischen Vereinnahmung, wobei Heerscharen von NED-finanzierten Organisationen eifrig daran arbeiten, still und leise nicht nur Oppositionsparteien aufzubauen, um auf den Straßen protestieren und Wahlen stören zu lassen. Dazu gesellt sich die mediale Vereinnahmung ihrer jeweiligen Informationsräume durch die USA – wodurch die Öffentlichkeit in die Irre geführt wird, um vermeintlich davon auszugehen, US-Interessen könnten irgendwie „ihren eigenen“ Interessen entsprechen.

Sowohl Russland als auch China stellen ihren Partnerländern die militärischen Mittel zur Verteidigung ihrer traditionellen nationalen Sicherheitsbereiche – in der Luft, am Land und zur See – zur Verfügung. Eine konzertierte Anstrengung, um die Gefahr, welche die USA für die nicht-traditionellen nationalen Bereiche der Sicherheit wie auch den politischen und den Informationsraum darstellt, aufzudecken, wie auch ein Paket von Technologien und Methoden zur Abwehr dieser Gefahr bereitzustellen, könnte diesen Ländern die Fähigkeit verleihen, Washingtons Aggression in diesem Jahrhundert zu vereiteln – ähnlich der militärischen Unterstützung, welche Ländern wie Vietnam im letzten Jahrhundert zur Selbstverteidigung gewährt worden ist.

Die Nationen müssen innerhalb ihrer eigenen Grenzen Bildungs- und Ausbildungskanäle schaffen, um die erforderlichen Humanressourcen aufzustellen, die sowohl für die Verwaltung des Staates als auch für die Information der Öffentlichkeit über nationale Angelegenheiten durch die Medien benötigt werden. Junge Menschen ins Ausland, in den Westen, zu schicken, um dort „Journalismus“ oder „Politikwissenschaft“ zu studieren, würde lediglich ihre Indoktrination durch den Westen und …

… ihren voraussichtlich lebenslangen Dienst für den Westen, nach der Rückkehr in ihre Heimat bedeuten!

Die für diesen Prozess unverzichtbare Infrastruktur, wie beispielsweise Soziale-Medien-Plattformen, muss innerhalb der Landesgrenzen ebenso kontrolliert werden wie physische Straßen, Grenzen, Küsten und der Luftraum. Würde man im 21. Jahrhundert zulassen, dass in den USA ansässige Soziale-Medien-Plattformen den Informationsraum eines anderen Landes dominierten [Anmerkung der Redaktion: So wie in den DACH Ländern], so wäre das gleichbedeutend, wie wenn man US-Truppen erlauben würde, die Straßen, Grenzen, Küsten und den Luftraum eines anderen Landes zu verminen. Falls Letzteres undenkbar erscheint [Anmerkung der Redaktion: Nicht in der BRD – siehe Nord Stream Sprengung], warum ist dann Ersteres immer noch die Norm?

Solange die Nationen weltweit diese Gefahr für ihren politischen und informativen Raum nicht ebenso klar erkennen wie militärische Bedrohungen ihrer physischen Grenzen und die erforderlichen Schritte zu deren Sicherung unternehmen, werden die USA diesen Vorteil weiterhin ausnutzen und oft ganze Nationen stürzen und unter ihre Kontrolle bringen, ohne einen einzigen US-Soldaten einsetzen oder einen einzigen Schuss abfeuern zu müssen – und dies alles, bevor sie diese unter ihre Kontrolle gebrachten Nationen in regionale Stellvertreterkriege sowie globale Kampagnen politischen und wirtschaftlichen Drucks gegen Washingtons Feinde einbinden – alles zum Vorteil Washingtons und auf Kosten aller anderen.

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Zum Autor: Brian Berletic ist ehemaliger U.S. Marine, der heute in Bangkok ansässig als geopolitischer Analyst, Autor und Betreiber seines New Atlas Channels tätig ist.

Der Artikel von Brian Berletic auf Englisch bei New Eastern Outlook (NEO): HIER



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Von Redaktion

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