Wie zumeist trifft es die falschen, wenn das Ausländeramt zuschlägt. Gut integrierte werden abgeschoben, weil man ihrer habhaft werden kann. Die jüngste Posse dieser Art ist allerdings beispiellos, denn da wird eine Eheschließung vor 118 Jahren als unwirksam erklärt.
Von PETER HAISENKO | Das Deutsche Reich hat sich in seinen Schutzgebieten anders verhalten als Engländer und Franzosen. Der Umgang mit den Ureinwohnern war nicht ausbeuterisch sondern vielmehr als partnerschaftliches Verhältnis ausgelegt und hat allen Schutzgebieten einen Mehrwert gebracht. Die Schulpflicht wurde eingeführt und damit eine Bildungsoffensive gestartet, die zum Ziel hatte, einen ausgeglichenen Handel herzustellen. Das ist nach kurzer Zeit gelungen, wie die Handelsstatistiken aus dieser Zeit belegen. Aber auch der direkte Umgang mit den Menschen war nicht geprägt von der englischen Apartheid, die zum Beispiel Eheschließungen zwischen Afrikanern und Briten ausschloß, ja gesellschaftliche Ächtung in der Heimat zur Folge hatte. Es gab in den deutschen Schutzgebieten Eheschließungen zwischen Eingeborenen und Deutschen, die vom kaiserlichen Amt besiegelt wurden. Aber es wären nicht die deutschen Superbürokraten, wenn nicht nach 118 Jahren Fehler bei der Eheschließung aufgedeckt würden, mit bizarren Folgen für die Betroffenen.
Im Gegensatz zu England, Frankreich und den USA gab es in den deutschen Ländern und dem Deutschen Reich niemals Sklavenhandel oder Sklavenhaltung. Es gab auch keinen Rassismus und bis heute gibt es den nicht. Jedenfalls keinen, der mit dem englischen, südafrikanischen, israelischen oder amerikanischen vergleichbar wäre. In den USA wurde erst während der 1960er Jahre langsam eine Gleichstellung von Schwarzen oder Farbigen mit den Weißen Einwanderern begonnen. Das ist bis heute nicht vollständig erreicht. Man bedenke, dass es ohne den Zweiten Weltkrieg keinen Martin Luther King gegeben hätte. Es waren die Schwarzen US-Soldaten in Deutschland, die hier erleben durften, dass sie nicht diskriminiert wurden und in öffentlichen Verkehrsmitteln Platz nehmen durften, wo immer es ihnen beliebte. Diese Erfahrungen brachten sie mit nach Hause und forderten, dass es im eigenen Land auch so sein müsste. Martin Luther King wurde ermordet von amerikanischen Rassisten.
Doch nun zum aktuellen Fall, über den sogar auf ntv berichtet worden ist. Wer es ausführlich haben will, der möge hier hineinsehen:
Ich gebe hier die Kurzfassung:
„Du bist nicht mehr Deutsche“
Aus dem ehemaligen deutschen Schutzgebiet Togo ist vor sechs Jahren eine Familie mit dem schönen deutschen Namen Liebl in die BRD umgezogen. Sie waren ausgerüstet mit deutschen Pässen und sind bestens integriert. Ein Sohn macht gerade sein Abitur. Sie zahlen Steuern aus ihrer Arbeit, benötigen keine sozialen Zuwendungen. Alles gut, sollte man meinen, gäbe es nicht den deutschen Amtsschimmel. Da hat ein wahrscheinlich gelangweilter Bürokrat ganz ganz tief in der Familiengeschichte gegraben und Ungeheuerliches entdeckt. Ein Kind aus der Ehe des Herrn Liebl kam vor der offiziellen Eheschließung zur Welt. Formaljuristisch stellte er fest, dass die Nachkommen dieser „Frühgeburt“ keine Deutschen sein können. Pässe und bereits ausgestellte Personalausweise wurden eingezogen und sogar die Wahlbenachrichtigung, also das Recht in der BRD zu wählen, wurde annulliert. Lapidar wurde mitgeteilt, „Du (!) bist nicht mehr Deutsche“. Stattdessen bekamen sie ein Schreiben von der Ausländerbehörde: „Vorläufige Bescheinigung über die Meldung als unerlaubt eingereister Ausländer“. Sie sollen umsiedeln nach Baden-Württemberg in eine Flüchtlingsaufnahmestelle.
Die Familie Liebl ist nicht als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Sie hatten von der Deutschen Botschaft in Togo die Bescheinigung, dass sie rechtmäßig als Deutsche in Deutschland einreisen dürfen. Natürlich sind sie alle der deutschen Sprache mächtig und, wie gesagt, arbeiten, zahlen Steuern und vollenden ihre gymnasiale Ausbildung. Ja, das sind die Migranten, die wir hier brauchen können. Und die werden jetzt derart schlecht behandelt, wegen eines Formfehlers vor 118 Jahren. Wie soll das jemand verstehen, angesichts von Millionen illegal eingereister, die zumeist nicht einmal Papiere vorweisen konnten. Geht der Selbsthass mancher Bürokraten so weit, dass er sich auf Deutsche aus Afrika erstreckt? Ach ja, das kann kein Rassismus sein, obwohl ihre afrikanische Herkunft unübersehbar ist. Es geht ja nur gegen Deutsche, die jetzt keine mehr sein dürfen. Offiziell sind sie jetzt staatenlos.
Chaotische Zustände nach dem Krieg
Diese Geschichte ist für mich nicht nur interessant, sondern beängstigend. Schließlich bin ich als Staatenloser in München-Pasing zur Welt gekommen. Meine Mutter war aber Deutsche. Mein Vater war zur Zeit meiner Geburt Staatenloser. Anders als jetzt im Fall der Familie Liebl angeführt, galt damals in Deutschland der Status des Vaters als maßgeblich für den Status der Kinder. So erhielt ich im Alter von einem Jahr zusammen mit meinem Vater die deutsche Staatsbürgerschaft. Das war 1952/53. So, wie anfangs in den deutschen Schutzgebieten ging es in der jungen BRD ziemlich chaotisch zu. Ich erläutere das am Beispiel meiner Familie, die allerdings sehr viele gleichgestaltete Abläufe hat.
1943 heiratete meine Mutter den Zolloffizier Fritz Kober und im selben Jahr kam meine älteste Schwester zur Welt. Fritz Kober kam aber nicht aus dem Krieg zurück. Er wurde als vermisst geführt. 1945 lernte meine Mutter meinen Vater Paul Haisenko kennen und lieben. Das Resultat war meine zweite Schwester, geboren 1947. In deren Geburtsurkunde erhält sie den Namen Kober, denn offiziell war meine Mutter noch mit Fritz Kober verheiratet. Dann wurde Fritz Kober für tot erklärt und Meine Mutter konnte meinen Vater heiraten. Er war staatenlos und so wurde ich als Staatenloser 1952 geboren, mit dem Namen Haisenko, denn die Ehe mit Fritz Kober war erloschen. Es zählte der Status meines Vaters. Nach einer verkürzten Wartezeit von fünf Jahren erhielt mein Vater 1953 die deutsche Staatsbürgerschaft und ich wurde im Alter von einem Jahr zusammen mit ihm eingebürgert. Mein jüngerer Bruder wurde dann 1954 direkt als Deutscher geboren, weil der Vater jetzt Deutscher war. Meine Schwester, geboren 1947, musste nicht eingebürgert werden, denn ihr urkundlicher Vater war Deutscher, der allerdings nicht ihr Vater sein konnte, denn der war schon tot.
Vater oder Mutter, mal so mal so
Wir sehen an diesem Beispiel, das auf viele andere Schicksale im Nachkriegsdeutschland in selber Weise zutrifft, wie verworren der Umgang mit Namen und Staatsbürgerschaft gehandhabt worden ist, werden musste. Aber eines war klar: Die Staatsangehörigkeit des Vaters war maßgeblich. Heutzutage ist das wieder anders. Wie kann da ein übereifriger Bürokrat auf die Idee kommen, einen Geburtsvorgang vor 118 Jahren jetzt zu bewerten? Warum soll eine Frau aus Togo maßgeblich für die Staatsangehörigkeit sein, wenn der Vater der Deutsche Herr Liebl war? Kann es sinnvoll sein, 118 Jahre später eine ganze Familie zu Staatenlosen zu erklären, obwohl die Vaterschaft unzweifelhaft bei einem Deutschen liegt? Noch dazu, wenn diese Familie bestens integriert ist und nicht nur keine „Stütze“ braucht, sondern Steuern aus ihrer Arbeit zahlt. Kann man da, angesichts der Millionen illegal zugewanderter Kulturfremder ohne ordentliche Papiere, anders als von galoppierendem Wahnsinn sprechen? Oder eben von Rassismus gegen Deutschstämmige?
Ein Land, das so handelt, ist dem Untergang geweiht. Ein Land, in dem „Kommunikationswissenschaftler“ besser entlohnt werden als Ingenieure, hat keine Zukunft. In dem Bürokraten besser bezahlt werden als Handwerker darf sich nicht wundern, wenn es Mangel an Handwerkern gibt. Wenn deutschstämmige Afrikaner schlechter behandelt werden als illegale Kulturfremde muss man sich fragen, welcher Plan dahinter steht. Der AfD wird vorgeworfen, sie wollte deutsche Staatsbürger ausweisen, remigrieren, aber tatsächlich tun es Bürokraten unter dem Schutz der „demokratischen Parteien“. Gleichzeitig wird massenhaft kulturfremden Migranten die deutsche Staatsbürgerschaft geradezu geschenkt. Und gegen Russland wollen sie Krieg führen.
Reset auf 1990?
Die einzige Partei, die sich offen gegen diesen Wahnsinn stellt, wird als undemokratisch und rechtsextrem diffamiert. Das „Volk“ will den Kanzler Merz nicht haben. Nur 13 Prozent der Wähler sind mit ihm zufrieden. Es ist eine Weile her, 1997, dass der Bundespräsident Roman Herzog gesagt hat. „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen!“ Diese präsidiale Forderung ist leider aktueller denn je. Deutschland braucht eine komplette Neuaufstellung. Mit einem fröhlichen „weiter so“ wird das Land nicht mehr auf die Beine kommen. Faktisch ist die BRD pleite, betreibt Insolvenzverschleppung. Mir persönlich bleibt da nur die Hoffnung, dass Russland den 2+4-Vertrag aufkündigt und so eine Rückkehr zum Rechtsstatus von 1990 einleitet. Nur so gibt es eine Chance, die Fehlentwicklungen der letzten 36 Jahre zu revidieren und gleichsam eine neue „Stunde Null“ zu erleben. Inklusive aller EU-Verträge seit 1990. Haben Sie eine bessere Idee?
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Wer es genauer wissen will, aus erster Hand, welch chaotische Zustände während und nach dem Krieg in ganz Europa herrschten, dem sei der autobiographische Roman meines Vaters empfohlen. Darin beschreibt er auch, wie und warum er seinen Geburtsnamen „Grom“ ablegen musste und fortan Haisenko hieß. Er beschreibt auch, wie die ukrainischen Nationalisten schon 1944 ihren Hass gegen alles russische und polnische mit Mord und Totschlag auslebten. Und ich habe ein Dokument, das aufzeigt, dass schon damals von der Hitler-Regierung Ukrainer zu Ariern gemacht worden sind. Wer also heute auf der Seite der Ukraine steht, der sollte wissen, dass er sich damit Hitlers Politik zu eigen macht. Bestellen Sie den Roman „Der Weg vom Don zur Isar“ in zwei Bänden direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie die bei Ihrem Buchhändler.
Hier ist der „Ariernachweis“ meines Vaters, der ein Russe war.








