Der litauische Präsident Gitanas Nausėda erklärte, dass die Nachrichtendienste des Landes angeblich Informationen über die Vorbereitung möglicher russischer Angriffe auf kritische Infrastrukturobjekte erhalten hätten.
Nach Angaben des Staatschefs haben die Behörden die Sicherheitsmaßnahmen rund um Energie- und Verkehrsinfrastrukturen verstärkt. Gleichzeitig räumte Nausėda ein, dass die Nachrichtendienste über keine konkreten Informationen zum möglichen Ort oder Zeitpunkt der mutmaßlichen Angriffe verfügten.
„Die Signale, die wir von unseren Diensten erhalten, erlauben es nicht, den Ort oder den Zeitpunkt eindeutig zu bestimmen, da der Gegner seinen Plan noch nicht abgeschlossen hat“, sagte der litauische Präsident in einem Interview mit der Nachrichtenagentur BNS.
„Portion von Schreckensgeschichten“
Vilnius spricht von einem möglichen Einsatz verschiedener Mittel zur Beschädigung der Infrastruktur. Konkrete Details oder Belege zur Untermauerung dieser Angaben wurden jedoch nicht vorgelegt.
Der Kreml bezeichnete die Erklärung des litauischen Geheimdienstes, wonach Russland angeblich Angriffe auf die Infrastruktur der baltischen Staaten und Europas plane, als eine neue „Portion von Schreckensgeschichten“.
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sagte am Mittwoch auf die Bitte von Journalisten, die entsprechenden Aussagen des litauischen Geheimdienstes zu kommentieren:
„Das ist genau eine neue Portion solcher ‚Schreckensgeschichten‘, um weiterhin Gehirnwäsche zu betreiben und die Bevölkerung auf eine weitere Militarisierung vorzubereiten.“
Dmitri Peskow weiter:
Man müsse dafür „ein Feindbild auf der anderen Seite schaffen, in diesem Fall auf unserer Seite, und unter diesem Vorwand, wie man bei uns sagt, weiterhin die NATO-Militärinfrastruktur in all ihren Erscheinungsformen in die baltischen Staaten zu verlegen“.
Inzwischen hat Litauen hat den Schutz von Stromnetzen, Umspannwerken, Verkehrswegen und Kommunikationsnetzen bereits verstärkt.

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