Häufige Defekte, Schleifspuren von Schiffsankern und ungeklärte Vorfälle an Untersee-Datenleitungen und Energieverbindungen in Nord- und Ostsee offenbaren die Verwundbarkeit des europäischen Kontinents. Brüssel reagiert inzwischen mit Aktionsplänen, Risikokarten und einer eigenen Cable Security Toolbox. Doch reichen diese Maßnahmen aus, um Europas maritimes Nervensystem im Ernstfall tatsächlich zu schützen?
Die maritime Achillessehne: 99 Prozent des Datenverkehrs unter Wasser
Mehr als 99 Prozent des internationalen Datenverkehrs laufen über Unterseekabel. Finanztransaktionen, Cloud-Infrastruktur, staatliche Kommunikation und weite Teile des modernen Wirtschaftslebens hängen damit an Glasfaserleitungen auf dem Meeresgrund.
Diese Infrastruktur ist verwundbar. Weltweit werden jährlich mehr als 200 Kabelstörungen registriert. Die meisten gehen nicht auf Sabotage zurück, sondern auf Anker, Fischerei, Naturereignisse oder technische Ursachen. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass dieselbe Verwundbarkeit auch gezielt ausgenutzt werden könnte.
Beschädigungen am Datenkabel C-Lion1 zwischen Finnland und Deutschland und weitere Vorfälle an Strom- und Telekommunikationsverbindungen im Ostseeraum haben die Sicherheitsbehörden alarmiert. Im Fall des Tankers Eagle S verdächtigten finnische Ermittler Besatzungsmitglieder, einen Anker über den Meeresgrund gezogen und dabei die Stromverbindung Estlink 2 sowie mehrere Telekommunikationskabel beschädigt zu haben. Die Beschuldigten bestreiten ein vorsätzliches Fehlverhalten.
Darin liegt das Problem sogenannter Grauzonen-Operationen: Ein technischer Defekt, ein Unfall und ein gezielter Angriff können sich äußerlich ähneln. Bis Vorsatz und Verantwortlichkeit zweifelsfrei festgestellt sind, ist der Schaden längst eingetreten.
Brüsseler Toolboxen gegen eine physische Bedrohung
Die Europäische Union hat das Problem inzwischen erkannt. Nach einem Aktionsplan von 2025 folgten Risikokartierungen und Stresstests. Im Februar 2026 präsentierte die Kommission schließlich eine Cable Security Toolbox und stellte 347 Millionen Euro für strategische Unterseekabelprojekte bereit. Davon sind 20 Millionen Euro für bessere Reparaturkapazitäten vorgesehen.
Tausende Kilometer Kabel und Leitungen lassen sich nicht lückenlos bewachen. Zuständigkeiten verteilen sich auf private Betreiber, nationale Behörden, Küstenwachen, Streitkräfte, EU-Institutionen und im Ostseeraum zusätzlich die NATO. Gleichzeitig erschwert das internationale Seerecht ein präventives Vorgehen gegen Schiffe, die sich in internationalen Gewässern oder ausschließlichen Wirtschaftszonen rechtmäßig bewegen.
Diese Grauzone macht maritime Infrastruktur zu einem attraktiven Ziel hybrider Operationen.
Die Illusion globaler Vernetzung ohne Eigenschutz
Die Anfälligkeit der Untersee-Infrastruktur legt eine Schwachstelle der europäischen Sicherheitsarchitektur offen. Europa hat seine digitale und energetische Vernetzung massiv ausgebaut, ohne den physischen Schutz dieser Lebensadern im gleichen Tempo mitzudenken.
Redundanzen können einzelne Ausfälle auffangen. Besonders verwundbar bleiben jedoch Regionen und Staaten, die von wenigen Kabelverbindungen abhängig sind. Gleichzeitig können koordinierte Angriffe auf mehrere Verbindungen erheblich größere Folgen haben als der Ausfall einer einzelnen Leitung.
Die Cloud liegt am Ende in Rechenzentren. Internationale Datenströme laufen durch Glasfaserkabel. Strommärkte hängen an physischen Leitungen. Und jede dieser Verbindungen kann beschädigt werden.
Sicherheit braucht mehr als Reparaturkapazitäten
. Kritische Infrastruktur lässt sich weder allein durch Regulierung noch ausschließlich durch militärische Präsenz schützen. Notwendig sind redundante Verbindungen, bessere maritime Aufklärung, Sensorik und Unterwasserüberwachung, ausreichende Reparaturschiffe sowie klare Verfahren für den Umgang mit verdächtigen Aktivitäten in der Nähe strategischer Infrastruktur.
Auch private Betreiber können dabei nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Doch der Schutz von Infrastruktur, deren Ausfall die Sicherheit ganzer Staaten berühren kann, ist letztlich eine hoheitliche Aufgabe. Europa hat die Gefahr inzwischen erkannt. Jetzt muss aus Risikokarten, Toolboxen und Förderprogrammen operative Widerstandsfähigkeit werden.
Denn wer seine Daten-, Strom- und Versorgungsadern nicht schützen kann, bleibt im geopolitischen Ernstfall verwundbar.
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Dieser Beitrag erschien auf ZURZEIT (Autor R.T.), unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION

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alles halb so schlimm)))
teuschland liess sich seine energieaterie wegsprengen
und überweisst dem täter im gegenzug mehrere milliarden
und dass jeden monat))))
Moin
Was ist denn mit dem hochgepriesenen „Projekt“ hydroakustische Überwachung der Nord- und Ostsee? Dieses sollte ja wie vollmundig propagiert die europäische kritische Infrastruktur auf den Meeresböden in Nord und Ostsee zu schützen! Und nun?
Wurde diese als Milliardengrab etwa auch schon versenkt? Und wer hat sich wieder seine Taschen gefüllt?
mfg
Einst war es so – man probierte es erst aus ob eine NEUERUNG „funktioniert“, dann wurde sie auch gebaut und umgesetzt !
Jetzt macht man es „umgekehrt, man baut „Etwas“ sofort und stellt dann hinterher fest, es gibt viele und entscheidente MÄNGEL die man nicht vorher sehen konnte ?
Damals wurde auch nicht mit solchen zerstörerischen SCHLEPPNETZEN auf dem MEERESGRUND „gefischt“, sie können eben den HALS nicht voll bekommen ?
Sánchez führt Merkels Werk fort: Die EU wird von innen heraus zum Erobern und Plündern freigegeben
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/sanchez-fuehrt-merkels-werk-fort/
Der Autor auf Tichyseinblick erzählt leider auch nur die halbe Wahrheit:
Spanien erlebt eine Invasion von Illegalen – zwar massiv und visuell eindrucksvoll, aber keineswegs außergewöhnlich. Das Gleiche und noch weit Schlimmeres spielte sich auch auf der derzeit von Meloni regierten Apenninenhalbinsel in Italien ab. Und zwar in weitaus größerem Ausmaß, mit erheblich größeren Menschenmengen. Und über einen sehr langen Zeitraum hinweg.
Tag für Tag ließ man dort Schiffe mit Tausenden Illegalen an Bord anlegen (ebenfalls im Einklang mit Konventionen und Abkommen). Wochenlang, monatelang und jahrelang.
Diese Migranten wurden danach meist weiter Richtung Norden weiter durchgeleitet und alle italienischen Regierungen weigerten sich seit 2015/2016 bis heute alle ihre durchgewunkenen Migranten Richtung Norden Europas wieder zurückzunehmen.
Es ist kaum vorstellbar, dass niemand je gewusst haben soll, woher die Illegalen auf offener See kommen und warum sie dort auftauchen. Schließlich sind die Gewässer und Küsten des Mittelmeers voller NATO-Schiffe und leistungsstarker Radaranlagen, während NATO-Satelliten das Gebiet aus dem All überwachen. Doch wenn der Transport illegaler Migranten und deren Verkauf (NGOs und Schleuserbanden scheffeln damit viel Geld) Dutzende Milliarden Euro einbringen, ist die Versuchung groß, die Augen davor zu verschließen. Noch schwerer ist es, die nötige Stärke und den politischen Willen aufzubringen und diese Routen zu schließen, die heute jedem bekannt sind, der politische Entscheidungen trifft.
KI-Firmen vernichten Millionen seltener Bücher für Trainingsdaten – Besorgnis um das kulturelle Erbe wächst
KI-Unternehmen kaufen Millionen von gedruckten Büchern auf dem Gebrauchtmarkt und vernichten sie, nachdem sie sie als Trainingsdaten gescannt haben.
Bundesrichter William Alsup entschied, dass das zerstörerische Scannen legal erworbener Bücher durch Anthropic nach dem Urheberrecht als „fair use“ gilt.
Gesucht werden Bücher, die vor 2022 gedruckt wurden, da sie keinen KI-generierten Text enthalten und so ein „Modellkollaps“ während des Trainings vermieden wird.
ISBNdb und andere Vermittler ermöglichen den Großeinkauf von 1.000 bis 1 Million Büchern pro Bestellung und wahren dabei die Anonymität der KI-Käufer.
Seltene, fremdsprachige und vergriffene Bände drohen vom Aussterben bedroht zu sein, da die letzten gedruckten Exemplare vernichtet werden.
https://legitim.ch/ki-firmen-vernichten-millionen-seltener-buecher-fuer-trainingsdaten-besorgnis-um-das-kulturelle-erbe-waechst/
Vasco da Gama
Schon 1945 durchstreiften Deutschland-Gegner die hießigen Bibliotheken, die Buchhändler und Läden, und wo sie diese für Sie unliebsamen Bücher noch finden konnten, um sie zu vernichten !
Sie haben zwar die „Bücher-Verbrennungen der deutschen Studenten“ gegeiselt, taten aber nun selbst nichts ANDERES ? Es ging Ihnen auch allein um die Vernichtung deutschen KULTURGUTES.