Jarosław, Polen: In einem Kloster der Benediktinerinnen im polnischen Jarosław ist es am heutigen Donnerstagmorgen zu einem schweren Messerangriff gekommen.
Ein Mensch kam dabei ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Die Polizei nahm einen 31-jährigen ukrainischen Staatsbürger fest. Das Motiv der Tat ist bislang unklar.
Der Angriff ereignete sich gegen 9.30 Uhr auf dem Gelände der Benediktinerinnenabtei in Jarosław in der Woiwodschaft Podkarpackie. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei griff der Mann dort mehrere Menschen mit einem Messer an.
Insgesamt wurden fünf Personen verletzt – vier Männer und eine Frau. Alle Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht. Einer der verletzten Männer erlag später seinen Verletzungen. Bei den verletzten Männern handelt es sich nach Angaben der Behörden um Geistliche. Zwei weitere Opfer sollen sich in einem sehr ernsten beziehungsweise kritischen Zustand befinden.
„Ich bin zur Messe gekommen“, sagte eine Augenzeugin dem Fernsehsender TVN. Ein etwa 30 Jahre alter Mann habe den Priester „an einer Halsarterie“ getroffen. „Der Priester fiel zu Boden.“ Die Nonne Barbara Dendor sagte dem Sender, die Geistlichen könnten kaum begreifen, was geschehen sei. „Das ist ein Ort, den ich für sicher hielt.“
Die Polizei konnte den mutmaßlichen Angreifer kurz nach der Tat festnehmen. Bei ihm wurde ein Messer sichergestellt. Die Ermittler klären derzeit den genauen Ablauf des Angriffs sowie die Hintergründe und das mögliche Motiv. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft laufen die Ermittlungen am Tatort weiter. Auch die Identität der verletzten Frau war zunächst nicht öffentlich bekannt. Die Behörden machten bislang keine Angaben dazu, ob sie dem Kloster angehörte.
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