web analytics
Screenshot

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag beim 23. Jahrestreffen des Internationalen Diskussionsklubs „Waldai“ eine mehrstündige Rede gehalten und anschließend Fragen internationaler Teilnehmer beantwortet. Im Mittelpunkt standen der Ukraine-Krieg, die Beziehungen zu den USA und Europa, die NATO, die atomare Abschreckung sowie die von Moskau angestrebte internationale Ordnung.

Putin beschrieb die gegenwärtige Lage als einen historischen Wendepunkt. Die Veränderungen beträfen nicht nur die internationale Politik, sondern auch Technologie, künstliche Intelligenz, Energie, Medizin, Demografie und die Weltwirtschaft. Die Menschheit trete nach seiner Darstellung in eine „völlig neue und beispiellose Realität“ ein.

Besonders ausführlich sprach Putin über die Ukraine. Er bekräftigte die russische Position, wonach Moskau den Krieg nicht begonnen habe, sondern auf eine aus seiner Sicht entstandene Bedrohung reagieren musste. Gleichzeitig lehnte er einen befristeten gegenseitigen Stopp der Angriffe als sinnlos ab. Russland sei grundsätzlich zu einer politischen Lösung bereit, sehe derzeit jedoch keine Grundlage für eine solche Vereinbarung.

Deutlich schärfer waren seine Aussagen zur Sicherheit im Ostseeraum. Für den Fall eines direkten Angriffs auf russisches Territorium kündigte Putin an, Moskau werde über den Einsatz des gesamten verfügbaren Waffenarsenals entscheiden. Dies schließe nach seiner Aussage auch Nuklearwaffen ein. Besonders verwies er auf das Gebiet Kaliningrad. Gleichzeitig erklärte er, Russland plane keinen Angriff auf europäische Staaten und strebe ein friedliches Zusammenleben an.

Auch die Beziehungen zu Washington nahmen breiten Raum ein. Putin sprach sich für eine Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen aus und erklärte, Moskau sei zu Gesprächen über strategische Stabilität bereit.

Mit Blick auf die Weltwirtschaft kündigte Putin zudem an, Russland werde Diesel nicht wieder in größerem Umfang auf internationale Märkte liefern, solange die gegen Moskau verhängten Sanktionen bestehen. Westliche Unternehmen könnten nach seinen Worten unter bestimmten Bedingungen künftig ihre russischen Vermögenswerte zurückerhalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war Chinas Rolle. Putin bezeichnete die Beziehungen zu Peking als wichtigen Bestandteil der entstehenden multipolaren Weltordnung. Russland, so seine Darstellung, wolle eine internationale Struktur, in der nicht ein einzelnes Machtzentrum die globalen Regeln bestimmt.

Die Rede verband damit außenpolitische Warnungen mit dem Aufruf zu einer neuen internationalen Ordnung. Besonders auffällig war der Gegensatz zwischen Putins Gesprächsangebot an andere Großmächte und seinen gleichzeitig ausgesprochen scharfen Warnungen für den Fall einer direkten militärischen Konfrontation mit Russland.

***



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.

 





 

Von UME

10 Kommentare zu „Putin auf dem Waldai-Forum – Warnungen vor Eskalation, Ukraine und eine neue Weltordnung“
  1. Die Ukraine vor 2022: Französische Journalistin dokumentierte einen Krieg, der im Westen kaum zu sehen war

    https://uncutnews.ch/die-ukraine-vor-2022-franzoesische-journalistin-dokumentierte-einen-krieg-der-im-westen-kaum-zu-sehen-war/

    Ein Dokumentarfilm der französischen Journalistin Anne-Laure Bonnel über den Krieg im Donbass wird derzeit erneut massenhaft in den sozialen Medien geteilt.

    Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2016 – sechs Jahre vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine – und zeigen eine Realität, die in der späteren westlichen Berichterstattung über den Konflikt weitgehend in den Hintergrund rückte.

    Bonnel reiste selbst an die Front im Osten der Ukraine.

    Sie sprach mit Bewohnern, Ärzten, Soldaten und Augenzeugen und dokumentierte die Folgen eines Krieges, der nicht erst am 24. Februar 2022 begann.

    Ein Krieg, der bereits 2014 begann

    Der bewaffnete Konflikt im Donbass begann 2014.

    Nach dem Machtwechsel in Kiew eskalierte die Lage im Osten des Landes. ALLES LESEN !!

    3
  2. Exklusiv: 200 Euro weniger Rente für Deutsche in Russland
    .
    Fast die Hälfte seiner Rente fehlt, sagt der in Moskau lebende Ulrich Heyden. Die Bank verweist auf die EU, das Ministerium auf unveränderte Zahlungen. Er ist kein Einzelfall.
    .
    In der Regierungspressekonferenz am 28. September fragte diese Zeitung, ob der Bundesregierung diese Fälle bekannt sind und was sie den Betroffenen rät.
    Josef Hinterseher, Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA), sagte, er habe das Thema für heute nicht vorbereitet, „weder was den Bezieherkreis noch was die Größe des Problems betrifft“.
    Er sei sich aber sicher, dass man eine Antwort nachliefern könne.
    .
    https://www.berliner-zeitung.de/article/rente-in-russland-deutschen-rentnern-fehlen-seit-juni-200-euro-im-monat-ministerium-ohne-erklaerung-10452953

    2
  3. Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der BRD und der UdSSR, 9. November 1990
    –
    http://www.chronik-der-mauer.de/material/180429/vertrag-ueber-gute-nachbarschaft-partnerschaft-und-zusammenarbeit-zwischen-der-brd-und-der-udssr-9-november-1990
    –
    Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bulletin Nr. 133, 15.11.1990, S.1379-1382.

    Vertrag

    über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

    Die Bundesrepublik Deutschland und die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken – IM BEWUSSTSEIN ihrer Verantwortung für die Erhaltung des Friedens in Europa und in der Welt,

    IN DEM WUNSCH, mit der Vergangenheit endgültig abzuschließen und durch Verständigung und Versöhnung einen gewichtigen Beitrag zur Überwindung der Trennung Europas zu leisten,

    ÜBERZEUGT von der Notwendigkeit, ein neues, durch gemeinsame Werte vereintes Europa aufzubauen und eine dauerhafte und gerechte europäische Friedensordnung einschließlich stabiler Strukturen der Sicherheit zu schaffen, ALLES LESEN !!

    4
  4. NATO-Oberbefehlshaber widerspricht Angriffsbehauptungen: „Russland sucht keinen Konflikt“

    https://fassadenkratzer.de/2026/06/18/nato-oberbefehlshaber-widerspricht-angriffsbehauptungen-russland-sucht-keinen-konflikt/

    Entgegen der alarmistischen Warnungen der deutschen Politiker und Militärs wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Wehrminister Boris Pistolius (SPD) und Heeresinspekteur Generalleutnant Christian Freuding vor einem bevorstehenden russischen Angriff stellte am 11.6.2026 der höchste militärische Befehlshaber der NATO in Europa und Chef des US European Command, General Alexus Grynkewich, nüchtern fest: „Russland sucht keinen Konflikt.“

    Er habe die Geheimdienst-Informationen genau verfolgt. –

    Warum sagen Merz, ein „offener Kriegshetzer“ (Prof. Jeffrey Sachs), Pistorius aus den Regierungsparteien CDU/SPD und ihre Gehilfen so dreist permanent das Gegenteil und schüren einen Wahnsinns-Krieg in Europa gegen Russland?

    Auch die Feststellung General Grynkewichs bestätigt, dass die deutsche Regierung und ihre militärischen Mitläufer „nicht vom Willen des Grundgesetzes beseelt sind, ´dem Frieden in der Welt zu dienen`“ ALLES LESEN !!

    7
    1. @Walter Nikolaus Gerhartz: Weshalb diese deutschen Kriegshetzer vulgo „Spitzenpolitiker“ permanent einen Wahnsinn-Krieg gegen Russland schüren, liegt für mich bar auf der Hand: Deutschland – einst führende Nation in Europa – wurde entweder mit Vorsatz oder auch nur schlicht aus Dummheit seit 2015 so sabotiert, daß es nunmehr wirtschaftlich, sozial und auch kulturell danieder liegt; anscheinend ist nun der sogenannte „point of no return“ erreicht… Und was läge näher, als diese Nation im wahrsten Sinn des Wortes in „Schutt und Asche zu legen“ um von diesem Volksverrat noch rechtzeitig abzulenken, ehe sich der Bürger erhebt, indem man dafür sorgt, daß dann dessen instinktiver Überlebenswille mögliche „widerständige Ideen“ bereits im Keim erstickt.

      4
  5. Nach den vergangenen Berlin Wahlen hoffe ich, das Putin zu aller Erst Berlin einen dicken Gruß schicken wird. Denn der dumme deutsche Michel hat es nicht verstanden, das sich jetzt kriminelle linke Verbrecher mit den zugereisten kriminellen Clans zusammen getan haben! Und die Linken und die SPD werden da mitmachen, da sie ihr leistungsloses Leben da gesichert sehen!

    17

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert