Für Aufsehen wie auch mancherorts Befremdung sorgt eine aktuelle Aussage der rechtsgerichteten französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen.
So meinte sie in ihrem Statement über Muslime, „es ist ihr Land! Sie sind Franzosen!“
„Verzweifelter Kampf“ um Wählerstimmen?
Le Pen ruft Muslime ausdrücklich auf, im Land zu bleiben. Laut einer Umfrage wollten angeblich viele Moslems das Land verlassen, sollte Le Pen Präsidentin werden. Und diese werden bei den Wahlen in Frankreich immer einflussreicher, wie auch apollo-news berichtet hatte.
Doch der Islam sei vereinbar mit der Republik, erklärte Le Pen weiter.
„Ich habe es zehnmal gesagt.“ „Es ist ihr Land! Auch sie sind Franzosen!“, so die Rechts-Politikerin in einem seltsam anmutenden „Manöver“ vor den Wahlen im kommenden April.
Marine Le Pen erklärt also den Islam ausdrücklich für vereinbar mit der Französischen Republik. „Ja, ich habe es zehnmal gesagt“, so Le Pen. Weiter erklärte sie, „die Moslems, die erwägen, das Land zu verlassen, liegen falsch, es ist ihr Land, auch sie sind Franzosen“.
Marine Le Pen hat den Islam über X sowie in einer Fernsehdebatte ausdrücklich für vereinbar mit den Werten der Französischen Republik erklärt. Damit entfernt sich die Präsidentschaftskandidatin des Rassemblement National weiter von ihrer bisherigen harten Rhetorik gegenüber islamischer Einwanderung und weckt bei Teilen ihres eigenen Lagers massive Kritik.
„Ja, der Islam ist mit der Republik vereinbar, ich habe es zehnmal gesagt“, sagte Le Pen gegenüber dem Sender CNews. An Muslime, die bei einem Wahlsieg eine Auswanderung erwägen, appellierte sie ausdrücklich, „die Moslems, die erwägen, das Land zu verlassen, liegen falsch: Es ist ihr Land, auch sie sind Franzosen“. Sie betonte in Folge, „ich habe größten Respekt vor der Gewissens- und Glaubensfreiheit.“
Reaktion auf Umfrageergebnis
Die Äußerungen folgten auf eine Umfrage des Instituts Ifop im Auftrag Le Pens. Danach wollen 46 Prozent der befragten Muslime Frankreich im Fall eines Le-Pen-Sieges möglicherweise verlassen. Jeder Fünfte ist demnach fest dazu entschlossen. Mehr als 80 Prozent befürchten demnach zunehmende Aggression und Diskriminierung, 27 Prozent würden ihre Religionszugehörigkeit im Alltag verbergen oder das Kopftuch ablegen.
Le Pen erklärte nun, Muslimen sei eine uneingeschränkte Glaubenspraxis zugesichert. „Sie fürchten meinen Machtantritt völlig zu Unrecht.“ Eine klare Grenze zieht sie immerhin noch beim politischen Islam. Wer die Scharia in Frankreich durchsetzen wolle, treffe auf ihren Widerstand. „Sie ist das, was nicht mit den Werten der Republik vereinbar ist“, sagte sie über den islamistischen Fundamentalismus.
Die RN-Kandidatin hält aber dennoch an einem Kopftuchverbot im öffentlichen Raum fest und fordert ein Referendum über ein Verbot „totalitärer Ideologien“. Den Schleier bezeichnete sie als „Teil dieser totalitären Ideologien“.
Beobachter werten ihre jüngsten Aussagen daher weniger als strategischen Kurswechsel denn als Versuch, eine potenziell verlustreiche Wählergruppe zu beruhigen, ohne die eigene restriktive Agenda aufzugeben. Inwieweit das allerdings von ihrer „Stamm-Wählerklientel“ gutgeheißen wird, muss wohl als höchst fraglich angesehen werden.











