Wenn ein Unternehmen insolvent wird, nimmt man sicherlich nicht jenes Management, das die Insolvenz verursacht hat, um den Betrieb wieder neu aufzubauen. Politisch geschieht dies in Österreich, denn die ÖVP, die das Land an den Ruin gebracht hatte, hat nun wieder das Sagen!
Von NORBERT VAN HANDEL | So sieht es auch aus: In der Außenpolitik ruiniert man Zug um Zug die Neutralität – genau jene Neutralität, die
Österreich nach 1955 wieder (und das seit 1918!) ermöglicht hat zumindest ein bisschen in der Weltpolitik mitzuspielen. Als Brückenbauer, als Konferenzort für Friedensbemühungen und als UN-Ort.
Heute findet das in der Schweiz statt: siehe Ukrainekrieg, siehe USA – Iran und noch vieles andere. Die Außenministerin hätte beispielsweise beim Opernball alle unsere Nachbarn, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakische Republik etc. einladen können. Nein, Frau Meinl- Reisinger fand es richtig in einem kindischen EU-Abendkleid, mit lauter Sternchen überall, aufzutreten und ihre Kollegen aus den Philippinen und Albanien einzuladen.
Ohne Österreich auch nur in irgendeiner Form zu nützen.
Aber weiter geht es auch mit dem Herrn Bundespräsidenten. Er verlangte kürzlich einen „europäischen Patriotismus“. Patriotismus wird bei Wikipedia als eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Heimat oder dem Vaterland bezeichnet. Das bezieht sich auch auf die Nation und verbindet diese mit dem Begriff Vaterlandsliebe. Ein europäischer Patriotismus – wo noch vor hundert Jahren die wichtigsten europäischen Länder übereinander hergefallen sind???
Aber auch sonst scheinen die NEOS – die kleinste Partei dieses Regierungschaos – ein bisschen die Rolle der Grünen zu übernehmen. Eine mehr als notwendige Aufrüstung des Bundesheers sehen sie skeptisch. Eine Wehrdienstverlängerung wollen sie nicht wirklich und jener so genannte Staatssekretär aus Salzburg, der gar nicht genug seinen Mund aufgemacht hat, als er noch nicht in der Regierung war und der angeblich für die Endbürokratisierung in Österreich, die für die Wirtschaft so wichtig wäre, zuständig ist, liefert buchstäblich nichts, außer dass er einen größeren Dienstwagen wollte – peinlich!
Man will einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass in jenen fünf Bundesländern, in denen die FPÖ mitregiert, eine positive und konsensuale Politik umgesetzt wird. Mit Sicherheit würde das auf Bundesebene ebenso sein, wobei man betonen muss, dass es natürlich für eine kraftvolle und patriotische Partei nicht leicht sein wird die Missstände, die in den letzten zehn Jahren in Österreich passiert sind, in einer Legislaturperiode auszumerzen. Was dazu gemacht werden sollte, hat kürzlich ein Spitzenjournalist der Moser Medien Group Austria ausgeführt (siehe Anhang).
Zuletzt muss man leider sagen, dass der Kanzler überhaupt kein Gespür für Politik, in diesem Fall für die Landesverteidigung, hat: Nachdem eine einschlägige Kommission die Verlängerung des Wehrdienstes in verschiedenen Varianten festgestellt hat, und dies auch mehr oder minder von allen Parteien verstanden und akzeptiert wurde, verlangt er eine Volksabstimmung. Wie widersinnig!
Um eine Beispiel zu nennen: man kann darüber abstimmen, ob man Elektroautos oder Verbrenner will, man kann aber wirklich nicht darüber abstimmen, wie die einzelnen Vergaser eingestellt werden sollen. Dies hat leider Gottes Herr Stocker nicht verstanden. Man muss an dieser Stelle sagen, dass die Verteidigungsministerin – Frau Klaudia Tanner – eine Kämpferin für ein modernes Bundesheer ist, die in jeder Weise zu unterstützen wäre.
Sie könnte durchaus auch eine Partnerin in einer zukünftigen FPÖ-Regierung sein. Wenn Österreich nicht verschwinden soll, dann ist es höchste Zeit dem wirklichen Patriotismus eine Chance zu geben.
Dr. Norbert van Handel
24.02.2026, Steinerkirchen a.d. Traun
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